Am Anfang stand

Der Blick auf die wichtigen Dinge in Europa gelingt häufig besser, wenn der Betrachter seinen Standpunkt verändert. Sei es, dass ein Ort im Mittelpunkt steht, den wir alle kennen, den wir aber kaum beachten, oder sei es, dass der Blick aus der Ferne auf unseren Heimatkontinent gerichtet wird: wir können daraus lernen. Und wir müssen lernen, wenn Europa das bleiben soll, was es ist.

Analyse der Mächtigen...

Selten ist ein Blick ins Innere der Macht, ins amerikanische Außenministerium, in die Vereinten Nationen oder die Weltbank ernüchternder – und dabei amüsanter und bildhafter. Ein Kern der Aussagen des Autors: Von Assistenten, Sekretärinnen und Reinigungspersonal könne man oft mehr lernen als

Weltraumforscher und ...

Familiengeschichten sind gemeinhin getragen, für Außenstehende langweilig. Es gibt aber Ausnahmen. Wie jene der von Puttkamer, die pommersche und damit deutsche Geschichte, Adelssoziologie und ungewöhnliche Lebensschicksale kurzweilig und selbstkritisch miteinander verknüpft; und wie sich der de

Bedrängnis und neue A...

Wie bedrängt die Pressefreiheit derzeit ist – Türkei, Populismus, Verflachung durch soziale Medien, Druck politischer Korrektheit sind nur einige Stichworte –, zeigte sich beim Weltkongress des Internationalen Presse-Instituts (IPI), zu dem Chefredakteure und Verleger aus aller Welt nach Hambu

Poesie statt Panzer...

Nicht immer braucht man Panzer und Kampfflugzeuge, um nationale Eigenständigkeit und Stärke gegen unliebsame große Nachbarn zu verteidigen. Am Anfang stand oft das Wort als stärkere Waffe, verknüpft mit Buch, Literatur und sogar Poesie. Das will Litauen belegen mit seiner Teilnahme als Gastland

Das freie Wort...

Genau 200 Jahre, nachdem die Pressefreiheit erstmals in einer deutschen Verfassung garantiert wurde in einem thüringischen Kleinstaat, gibt es in Europa, in Deutschland dank sozialer Medien und technologischer Veränderungen neue Gefährdungen, die schwer zu fassen oder gar zu bekämpfen sind. Eine

Was muten Fotografen d...

Panzer, Ruinen, Kinder mit traurigen oder verängstigten Augen, ein durch Nervengas in Syrien getötetes Kind in Großaufnahme mit aufgerissenem Mund. Wer an Fotos im Nachrichtenfluss, auf den Titelseiten der Zeitungen, denkt, wird wohl zuerst diese Bilder vor Augen haben. Die dokumentarische Fotogr

Flüchtlinge, Menschen...

Kaum eine Zeitungsseite oder ein Rundfunkbericht ohne das Thema Flüchtlinge. Immer häufiger rücken in der Debatte grundsätzliche Fragen in den Vordergrund – über europäisches Versagen, über Identitäten und Zukunftsängste. Oder über Menschenrechte und Flüchtlinge: Juristen versuchen in d

Keks, Tinte und Schall...

Einige Straßen stehen für Weltruhm – die Champs-Élysées etwa, der Broadway oder Unter den Linden. Andere stehen für Weltgeschichte – etwa im südafrikanischen Soweto, wo an einem Sträßchen gleich zwei Friedensnobelpreisträger, Nelson Mandela und Desmond Tutu, lebten. Und dann gibt es Str

Nikolaus von Halem geg...

Am Anfang stand Nikolaus von Halem – eine Ausnahmepersönlichkeit im Widerstand gegen die nationalsozialistische Herrschaft. Er war ein Einzelgänger und Einzelkämpfer, weder Beamter noch Offizier wie so viele im Widerstand. Gerade weil er so breit angelegt „vernetzt“ war, ist er in öffentli

„Drei Viertel Kubas ...

Der Globetrotter August Lucius beschrieb Havanna in den 1840er Jahren offener als andere Reisende seiner Zeit. Mit offenen Augen beobachtete er Gesellschaft und Leben um sich herum. In den Monaten der Jahre 2015 und 2016, in denen Kuba sich nach Jahrzehnten der strikten, teils ideologisch begründet

„Nonnen, Jungfern, W...

Was um 1840 der Weltreisende August Lucius – Reichstagsabgeordneter, Kaufmann, Maler und Gutsbesitzer – beschreibt, ist ebenso unverfälscht wie freimütig, weil seine Briefe und Tagebuchnotizen nur für die Familie bestimmt waren. Sie geben einen seltenen Einblick in das Denken auch von Freigei

Warum orbitale Hochtec...

Denken wir an Europa, dürfen wir Bremen nicht vergessen. Im Kaminsaal des ehrwürdigen Rathauses überzeugten Helmut Schmidt und Valéry Giscard d'Estaing bei einer Sitzung des Europäischen Rates die anderen Europäer von der Idee einer europäischen Währungsunion. Aber die Beziehungen sind tiefe

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