Spiegelbild

Herr Keuner begegnete Herrn Wirr, dem Kämpfer gegen die Zeitungen. „Ich bin ein großer Gegner der Zeitungen“, sagte Herr Wirr, „ich will keine Zeitungen.“ Herr Keuner sagte: „Ich bin ein größerer Gegner der Zeitungen: Ich will andere Zeitungen.“ - Mit Bert Brecht im Rücken blickt Martin Eiermann aus der Redaktion hinaus in die weite Medienwelt.

Politische Partizipati...

Die Vision von Bernie Sanders ist keine Abkehr von politischen Institutionen, sondern die Neujustierung der Politik zugunsten der Mittel- und Unterschicht.

Waffen werden nicht he...

Krieg in Syrien, Krieg im Irak. Der aussichtsreiche Kandidat auf das Amt des amerikanischen Präsidenten Ted Cruz spricht davon Syrien mit einem Bombenteppich bedecken zu wollen, bis das Land brenne. Doch gerade die jüngere Geschichte zeigt uns, wie unsinnig diese Vorschläge sind. Waffen sind kein

Das neue Zauberwort he...

Die Genforschung steht vor einem Durchbruch: Die Technik mit dem kryptischen Namen CRISPR erlaubt es, aus dem Erbgut einzelne Gene herauszuschneiden und neue einzufügen. So basteln sie mit „Gene-Editing“ neue Lebensformen. Die Börse ist begeistert, Mediziner fasziniert, Moralisten entsetzt.

Die Welt ist nicht fla...

Der Flüchtlingsstrom im Mittelmeerraum zeigt die Grenzen der Globalisierung auf. Sie funktioniert nur, weil nicht alle an ihr teilhaben können.

Unter Zwergen ist jede...

Deutsche blicken gerne mit spöttischem Blick auf die USA. Das verrät mehr über den deutschen Michel, als ihm lieb ist.

Bauchnabelschau...

Wir lieben geschlossene Weltbilder. Was aber, wenn unsere Sicht der Welt entweder faktisch falsch oder zunehmend anachronistisch ist?

In der Dunkelkammer...

Wie einst Atlas müssen heute du und ich die Last der Welt schultern. Verantwortungslos!

Monster gesucht...

Das japanische Ungeheuer „Godzilla“ antizipierte einst die Ängste und die Logik eines ganzen Jahrhunderts. Wer könnte in seine Fußstapfen treten?

Besser ohne...

Zweieinhalb Jahre nach Sarrazin will in Deutschland fast niemand mehr über Zuwanderung sprechen. Das ist verständlich: Debatten über Immigration sind in Europa derzeit nicht ohne Populismus zu haben.

Das Ende der Unschuld...

Zwanzig Jahre lang haben wir an eine bessere Zukunft im Netz geglaubt. Doch seit diesem Sommer ist es vorbei mit der Unschuld.

Jahrhundertwenden...

Was die Proteste in Brasilien und Griechenland uns über das 21. Jahrhundert lehren.

Eine unheilige Allianz...

Geheimdienste und Privatwirtschaft sitzen allzu oft im gleichen Boot: Die einen werfen die Netze aus, die anderen füllen sie fleißig mit personenbezogenen Daten.

MEIST KOMMENTIERT

Sebastian Kurz war Merkel schon immer einen Schritt voraus

Sebastian Kurz hat es Europa mal wieder gezeigt. Er fährt in die andere Richtung als seine Kollegen. Wo andere im Shutdown verharren, denkt er über Lockerungen nach. Kurz ist nach der Flüchtlingskrise 2015 wieder zum Macher und Taktgeber Europas geworden. Er setzt neue Akzente und gibt den Bürge

„Coronabonds führen zu einer Verschuldungslawine, die nichts als Hass und Streit übrig lassen wird“

Der Top-Ökonom und ehemalige Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn über platzende Geldpolitik-Blasen und mögliche Schuldenschnitte, warum der Euro nicht zu jedem Preis überleben muss und es anstatt Coronabonds aufzulegen sinnvoller wäre Italiens Krankenhäusern Geldgeschenke zu machen.

Corona als Hoffnungsträger im Kampf gegen den Kapitalismus

Weltweit hoffen Antikapitalisten, die Corona-Krise könne endlich das lang ersehnte Ende des Kapitalismus einläuten. Ob in den USA, Großbritannien, Frankreich oder Deutschland: Die Argumentation der antikapitalistischen Intellektuellen ist überall gleich. Sie hatten eigentlich schon gehofft, dass

Merkels 4 Coronakrisenmanager

Krisenmanager sind in Coronazeiten gefragt. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hat gleich vier davon. Drei von ihnen sind potentielle Kanzlerkandidaten, Markus Söder, Jens Spahn und Armin Laschet.

Umweltpolitik degenerierte zum „Ökomoralismus

Der langjährige „Welt“-Journalist Ansgar Graw, inzwischen Herausgeber von "The European", stellt in seinem aktuellen Buch die These auf, dass wir zurzeit eine „grüne Hegemonie“ erleben. Dies mag unter anderem an der „medialen Dauerpräsenz grüner Kernanliegen“ liegen. Für die Zeit vo

Sushi-Bar, Ölheizungen und Kernkraftwerke

Die Grünen fordern in der Corona-Krise eine „Pandemiewirtschaft“, Abschalten der Kernkraftwerke, Austauschen von Ölheizungen, Eurobonds und die Aufnahme von „vulnerablen“ Flüchtlingen von den griechischen Inseln.