CO2-Zertifikate nutzen dem Klima nichts

Klaus Mertz10.09.2019Gesellschaft & Kultur, Medien, Wirtschaft

In der Tat gibt die Deutsche Wirtschaftspolitik zu denken auf, denn sie ist nicht mehr vom maximalen Nutzen der Entscheidungen für das Wohlergehen der Bevölkerung geleitet, sondern von der fixen Idee, dass das Spurengas CO2 schädlich für unser Klima sei und dass Deutschland Vorreiter sein müsste im Vermeiden von CO2 bei der industriellen Produktion und beim Verkehr.

Das hat zu Entscheidungen geführt, die unter anderem den Strom in Deutschland so teuer machen, wie in keinem anderen Land der Erde, nämlich 0,30 € die kW/h, gegenüber 0,10 in den USA und 0,20 in Frankreich, wo noch 58 Nuklear-Kraftwerke für billigen und CO2-freien Strom sorgen – und uns ab und zu aushelfen.

Nehmen wir den alternativen Strom aus Wind und Sonne vor. Weder Wind noch Sonne gibt es regelmässig genug, um eine hoch entwickelte Industrienation zuverlässig mit Strom versorgen zu können. Für die installierte Leistung an alternativen Strom müssen genauso viel Leistung in Form von traditionellen Kraftwerken installiert werde. Es handelt sich also um eine Doppelinvestition, die unnötig Kapital bindet, das woanders dringend benötigt wird : z.B. Flächen deckendes Internet, Renovierung unserer Brücken und Ausbau der Strassennetzes.

Ganz abgesehen von der Zerstörung ganzer Landschaften, fehlender Stromtrassen und ungelösten Problemen bei der Entsorgung der Rotorflügel aus Komposit.

Ausserdem wird so das anvisierte Ziel der CO2-Vermeidung nicht erricht.

Kommen wir zur Kernenergie, die wirklich CO2-neutral ist.

Der Ausstieg aus der Kernenergie war die einzige spontane Entscheidung unserer Regierung, die sonst immer nur zögerlich ihre Entscheidungen trifft – wohl nach gründlicher Abwägung von Vor- und Nachteilen – was bisher immer vorteilhaft war.

Das tragische an der Entscheidung  des Ausstiegs ist, dass nicht ein Atomunfall der Auslöser war, sondern zig-tausende von Toten durch einen Tsunami in Japan. Diese Fehlentscheidung benachteiligt Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt nachhaltig, denn wir verzichten auf billigen und inzwischen auch sicheren Atomstrom, denn die 4. Generation von Atommailern kann auch die Abfälle aus den herkömmlichen Mailern ‚verbrennen’. Eine perfekte Recycling, wie es sich viele Politiker immer wünschen. So gibt es auch kein Problem mehr mit der Suche von ‚sicheren’ Endlagern. Die 4. Generation kann auch nicht mehr schmelzen, wenn die bisher benötigte Wasserkühlung mal ausfällt – also kein Supergau mehr!

Der Strom aus Kernkraftwerken ist billig und produziert kein CO2 (was im Grunde genommen egal wäre, denn CO2 ist unser Lebenselexier – worauf ich später noch zurückkomme).

Ferner hat dieser ‚Ausstieg’ zur Folge, dass wir in Punkto Kernenergie völlig den technologischen Anschluss an die internationale Konkurrenz verloren haben. Jetzt sind andere Länder führend in der Herstellung von Kernkraftwerken der 4. Generation. Wir haben einen riesigen Markt verloren für den hochqualifizierte, und damit gut bezahlte Arbeitskräfte tätig waren und für eine grosse Wertschöpfung sorgten. Diesen Markt haben wir dank politischer Fehlentscheidung verloren.

Der beschlossene Ausstieg aus der Braunkohle ist eine weitere Katastrophe für unsere Wirtschaft, und zwar aus zweierlei Gründen: Wir zerstören einerseits einen traditionellen Wirtschaftszweig in einer schon wirtschaftlich schwachen Zone, und machen uns zum anderen von Energie-Importen aus dem Ausland abhängig, was vollkommener Unsinn ist da es im Gegensatz zu unsere volkswirtschaftlichen Interessen steht.

Wenn der Grund wäre CO2-Emissionen einzusparen, dann ist das noch grösserer Unsinn, denn da der Energiebedarf gleich bleibt – oder eher steigt – , (es ist egal ob Kohle oder Erdgas verbrannt wird) bleibt die CO2-Emission gleich! !

40.000 Arbeitsplätze sollen wegfallen und eine ganze Region wird entwurzelt. Die Kosten für eine Restrukturierung gehen in die zig Milliarden, die (siehe oben) woanders dringend benötigt werden.

Unter dem Motto der CO2-Vermeidung sind auch noch andere unsinnige Entscheidungen gefallen, so auch die der Verallgemeinerung der E-Mobilität. Die augenblicklich verfügbare Batterietechnik erlaubt dies jedoch nicht. Es kann sich bei den E-Autos lediglich um ein Nischenprodukt handeln, denn Kobalt und Lithium gibt es nicht genug auf unserer Erde, und beide seltenen Erden werden dazu noch von den Chinesen monopolisiert!

Wo bleibt bei unseren Entscheidern der Blick fürs Machbare? Illusionen nachzulaufen war noch nie ein guter Ratgeber! Wo bleibt der Deutsche Pragmatismus?

Wem nutzen CO2-Zertifikate? Doch nur den Spekulanten (El Gore und Konsorten). Dem Klima nutzen sie nichts. Ansonsten machen sie nur unsere Industrieprodukte teurer.

Ein anderer haarsträubender Unsinn sind die vorgesehenen CO2-Steuern. Dem Klima nutzen auch diese nichts – sie schaden dafür aber unserer Volkswirtschaft durch Wettbewerbsnachteile infolge höherer Produktionskosten – und einem riesigen administrativem Aufwand für die vorgesehene Umverteilung der Steuerlast.

Die Aufforderung auf Konsumverzicht mit dem Ziel einer geringeren CO2-Emission ist auch nicht bis zu Ende gedacht, denn die Auswirkungen wären ganz kurzfristig katastrophal durch geringere Nachfrage, was zu einer Überkapazität der Industrie führt, Absatzrückgang, Entlassungen, Arbeitslosigkeit.

Wie können unsere verantwortlichen Politiker – ganz egal welcher Partei sie angehören – nur so unüberlegte Vorschläge machen und dann auch noch versuchen diese durchzusetze – was in letzter Konsequenz gar nicht funktionieren kann.

Die CO2-Lobby beeinflusst  wohl unsere Regierung so stark, dass ohne nachzudenken Entscheidungen getroffen werden, die allen unseren legitimen, wirtschaftlichen Interessen entgegenstehen.

Wie weit unsere Gesellschaft inzwischen von den Medien indoktriniert wurde, sehen wir an den unsinnigen Demonstrationen der Schulschwänzer ‚Friday for Future’, die für mehr ‚Klimapolitik’ der Regierung demonstrieren, ohne die geringste Ahnung zu haben, was damit gemeint ist und wie die Natur im Zusammenspiel mit dem Spurengas CO2 funktioniert. Fragen Sie mal einen Schüler, wofür er genau demonstriert.

Sie bekämen als Antwort, dass sie ein Klimaleugner seien. Diese Schüler haben im Biologieunterricht nicht aufgepasst und deshalb keine Ahnung von Photosynthese in den Pflanzen, wofür neben Sonnenlicht das Gas CO2 benötigt wird, und je mehr CO2 umso besser. Nur die Pflanzen ermöglichen mit dem Gas CO2 das Leben auf dieser Erde. Ohne CO2 wäre die Erde so leblos wie die anderen Planeten ! ! !

Warum also CO2-Emission verhindern?

Es ist erstaunlich, wie sich völlig irrige Überzeugungen so lange halten können, so wie seiner Zeit die Meinung, dass die Erde eine Scheibe sei, worüber wir heute lachen.

Genauso werden wir später (hoffentlich kurzfristig) über die im Moment verbreitete Überzeugung lachen, dass CO2 für das Klima schädlich sei. . . . .

Es ist inzwischen schon 5 nach 12, denn der Schaden geht schon in die zig-Milliarden und weitere Klimakonferenzen stehen an, bei denen wohl noch mehr Unsinn beschlossen wird.

Beängstigend ist vor allen Dingen, dass auch unsere Nachbarn wie Holländer, Franzosen und Belgier genauso verblendet sind und völlig in die falsche Richtung regieren, d.h. die CO2-Emission auf Teufel komm raus verhindern wollen.

Bis zu Ende durchgesetzt, bedeutet diese Politik den Bankrott von Europas Wirtschaft.

Statt das CO2 zu verteufeln, könnte man genauso gut den Sauerstoff verteufeln – das wäre genauso selbstmörderisch – nur würde man viel schneller auf die Unmöglichkeit, dies auch durchzusetzen, aufmerksam werden. Der Tot käme nämlich schneller.

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