Kaiser ohne Kleider

von Kevin Zdiara27.09.2012Außenpolitik

Wieder nur Symbolpolitik: Der Auftritt von Präsident Abbas in New York wird den Nahostkonflikt nicht lösen. Die Palästinenser müssen sich endlich ihre Niederlagen eingestehen und verhandeln.

Der Nahostkonflikt ist faszinierend. Er ist weltweit und historisch wohl eine der wenigen kriegerischen Auseinandersetzungen, bei dem die Aggressoren und Verlierer die Bedingungen für die Nachkriegsordnung diktieren möchten. In der Regel werden Konflikte durch die Niederlage bzw. Kapitulation einer Seite oder durch Verhandlungen beigelegt; nur im Nahen Osten soll das anders sein. Als 1947 die Vereinten Nationen beschlossen, dass im Mandatsgebiet Palästina ein jüdischer und ein arabischer Staat entstehen sollen, antworteten die Araber mit Krieg. Sie eroberten die Westbank und Gaza, sowie einen Teil Jerusalems. Wäre ihr Ziel ein arabischer Staat Palästina gewesen, hätten sie damals die Möglichkeit gehabt, diesen zu errichten. Dazu kam es aber nicht; Jordanien annektierte die Westbank und Ägypten verwaltete den Gaza-Streifen. Die folgenden Kriege gegen Israel verloren die arabischen Staaten ebenfalls und die Palästinenser unterlagen in den beiden Intifadas 1987 und 2000. Was aber bis heute fehlt, ist das öffentliche Eingeständnis dieser Niederlagen.

Unfähig, aus eigenen Fehlern zu lernen

Das wird sich auch in dieser Woche nicht ändern, wenn der Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas,

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