Die Burka steht für ein abwertendes Frauenbild

von Julia Klöckner21.08.2016Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik, Medien

Für mich ist die Frage, was will ein Staat – was wollen wir als Gesetzgeber? Seit wann richtet sich eine Gesetzgebung nach der Quantität der Erscheinung?

Die Vollverschleierung, also das Gesicht nicht zu zeigen ist eine extreme Äußerung der Desintegration. Sie steht für ein abwertendes Frauenbild.

Für mich ist die Frage, was will ein Staat – was wollen wir als Gesetzgeber? Und da sage ich ganz deutlich: Frauen sind gleichberechtigt. Frauen sollen teilhaben am Leben, und wenn doch eines klar ist, dann, dass man mit einer Vollverschleierung niemals am Leben so teilhaben kann wie ein Mann und dass die Integration dann niemals gelingen werden wird. Wir wollen, dass Frauen gleichberechtigt sind.

Die Qualität des Menschenbildes

Seit wann richtet sich eine Gesetzgebung nach der Quantität der Erscheinung? Wir müssen uns nach der Qualität des Menschenbildes, nämlich des Frauenbildes richten. Oder zählt die einzelne Frau nicht, die sich verstecken muss und nicht teilhaben kann?

KOMMENTARE

MEIST KOMMENTIERT

Dann mach doch die Bluse zu!

Frauen bestehen auf ihrem Recht, sexy zu sein – ganz für sich selbst, natürlich. Darauf reagieren darf Mann nämlich nicht, sonst folgt gleich der nächste #Aufschrei.

Diktatur des Feminismus

Die Frage nach einer Frauenquote ist eine Phantom-Debatte. Junge Frauen wollen ihre Karriere planen und nicht mit den alten Feministinnen mühsam über etwas diskutieren, das für sie keine Relevanz hat.

Rette sich, wer kann

Peter Singer glaubt, im Namen der Ethik die Grenzen des Menschseins neu definieren zu können. Er irrt gewaltig. Wer Grundrechte für Affen fordert und gleichzeitig die Tötung von Neugeborenen verteidigt, ist vor allem eins: verwirrt.

Männer, die auf Busen starren

Wer Sexismus noch nie erlebt hat, kann ihn auch nicht verstehen. Weiße Hetero-Kerle haben leicht reden.

Der Jude war’s

In Berlin wird ein Rabbiner brutal verprügelt, weil er Jude ist. Indes werfen Experten schon die Frage nach dem Warum? auf, die zielsicher zum Juden anstatt zum Antisemiten führt.

Amerika und die deutsche Seelenhygiene

Deutschland kämpft gerne für Toleranz und gegen Hass. Es sei denn, es geht um Amerika. Da macht jeder zweite Deutsche eine Ausnahme und suhlt sich in Amiphobie.

Mobile Sliding Menu