Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen. Ludwig Wittgenstein

Syrer tötet seine Frau und stellt das Video auf Facebook

Ein Mann ersticht seine Frau vor den Augen der Kinder. Direkt nach der Tat fertigt er ein 16-minütiges Video an und stellt es bei Facebook ein. Darin erklären er und sein kleiner Sohn, warum die Ehefrau beziehungsweise Mutter sterben musste. Das alles geschehen nicht in Syrien oder sonstwo auf der Welt, sondern mitten in Deutschland, in Mühlacker bei Pforzheim.

Kinder mussten die Tat mitansehen

Am Freitagnachmittag hat ein 41-jähriger Syrer in Mühlacker, Baden-Württemberg, seine 37-jährige Ehefrau getötet, wie die Staatsanwaltschaft Karlsruhe-Außenstelle Pforzheim und des Polizeipräsidium Karlsruhe in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt gaben. Der Mann hat seine Frau offensichtlich in ihrer Wohnung mit einem Messer attackiert und schwer verletzt. Die Frau habe noch versucht zu flüchten, berichteten Zeugen am Tatort. Sie schaffte es aber nur noch ein paar Meter weit bis zur Treppe vor dem Haus, wo sie zusammenbrach und ihren schweren Verletzungen erlag.

Wie oft der Mann zugestochen hat und wohin genau, wurde bislang nicht bekannt gegeben (polizeilich noch nicht bestätigte Berichte sprechen von fünf Messerstichen in den Hals). Die Bilder auf dem Video lassen aber auf jeden Fall erahnen, dass dies nicht nur einfach ein Stich gewesen sein kann. Die Syrerin hatte mit drei ihrer vier Kinder, einem Mädchen und zwei Jungen, in Mühlacker gelebt. Ihr Ehemann hat nicht (mehr) mit ihr zusammengewohnt. Man geht davon aus, dass die Kinder mitansehen mussten, wie der Vater ihre Mutter umbrachte.

Der Mörder stellt direkt nach der Tat ein Video auf Facebook ein

Anschließend ist der Mann mit einem der gemeinsamen Söhne zu Fuß geflüchtet. Zuvor veröffentlichte er jedoch noch ein Video von sich selbst auf Facebook, das ihn direkt nach der Tat zeigt. Im Video auf ist auch sein Sohn zu sehen. Beide sprechen minutenlang und scheinen zu erklären, warum die Frau bzw. Mutter sterben musste. Immer wieder sieht man die blutverschmierten Hände des Syrers, die dieser in die Kamera hält und zeigt, wie das Blut von seiner Hand tropft.

„Gerade bin ich zu meiner Frau gegangen um mit ihr zu sprechen und alle Probleme zu klären, um unsere Beziehung wieder bessern. Aber sie hat mich rausgeschmissen, woraufhin ich sie mit dem Messer erstochen habe“, sagt der Täter auf arabisch. „Ich habe das Haus verkauft und alles verloren, nur damit wir in Frieden leben. Und sie hat das gemacht. Das ist nicht mein Fehler, sondern ihrer.“ Immer wieder betont er, er wolle nur mit seinem Sohn alleine leben. Die Pforzheimer Zeitung ließ den von ihm und seinem Sohn gesprochen Text komplett übersetzen.
Polizei nimmt Täter am Bahnhof fest

Die minderjährige in der Wohnung verbliebene Tochter verständigte gegen 16:30 Uhr telefonisch die Polizei. Sofort fahndete ein Großaufgebot nach dem flüchtigen Täter und konnte ihn kurze Zeit später am Bahnhof in Mühlacker festnehmen. Augenzeugenberichten zufolge waren auch einige Zivilpolizisten vor Ort.

„Mit etwa sechs Beamten hat die Polizei einen Mann draußen auf dem Vorplatz zu Boden gebracht“, schilderte eine Mitarbeiterin eines Geschäfts die Szene gegenüber dem Mühlacker Tagblatt. Die Festnahme habe für großes Aufsehen gesorgt. Die Tatwaffe hatte der Mann offenbar noch immer bei sich.

Die syrische Familie ist als „Flüchtlinge“ nach Deutschland gekommen

Die Szene, als die drei Kinder, die mitansehen mussten, wie ihre Mutter vom eigenen Vater erstochen wurde, aus der Wohnung zum Fahrzeug des DRK-Ortsvereins Mühlacker gebracht wurden, soll niemanden kalt gelassen haben – weder die Einsatzkräfte noch die Nachbarn.

Laut den Hauseigentümerin handelt es sich bei der Getöteten um eine aus Syrien stammende, alleinerziehende Mutter, die mit drei ihrer vier Kinder – ein Mädchen und zwei Jungen – in einer Erdgeschosswohnung des Mehrfamilienhauses gelebt hat. „Eine sehr nette Familie“, sagte die geschockte Vermieterin, „mit sehr lieben Kindern.“ Der Vater, bestätigten auch die Nachbarn, habe nicht bei der Familie gelebt, die als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen war.

Quelle: Jürgen Fritz

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Jörg Hubert Meuthen, Petr Bystron, Vera Lengsfeld.

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