Was wird denn jetzt aus Heiko Maas?

von Jürgen Fritz29.09.2017Innenpolitik

Die Sozis haben genug vom Regieren, haben noch am Wahlabend Merkel den ganzen Bettel vor die Füße geschmissen. Sozi-Millionär Schulz bleibt SPD-Vorsitzender, Auf-die-Fresse-Nahles wird Fraktionsvorsitzende. Aber was wird denn jetzt aus dem bisherigen Bundesjustizimister Heiko Maas, dem so sympathischen und im ganzen Land beliebten kleinen Saarländer?

Was hatten sich die Genossen nicht alles erhofft von der Bundestagswahl? Endlich wollte man das Blatt wieder wenden nach all den vielen Jahren seit Schröder, nach all den herben Niederlagen dieses Jahr bei den Landtagswahlen im Saarland, in Schleswig Holstein und dann auch noch im Schlüssel-Land, der SPD-Hochburg Nordrhein-Westfalen. Bei der Bundestagswahl wollte man alles besser machen. Bis zuletzt glaubte vor allem Martin Schulz an seinen Sieg.

Genau deshalb hatte man den Würseler Eurokraten und Sozi-Millionär ja zum Parteivorsitzenden gemacht. Weil alle wussten: der hatte noch nie einen Bezug zur Realität. Der glaubt tatsächlich, er hätte ein Chance gegen Merkel. Genau so einen brauchen wir. Den schicken wir in die aussichtslose Schlacht.

Der Sozis größter Feind: die Realität

Und Millionen-Martin ließ sich gerne verheizen. Hauptsache im Licht der Öffentlichkeit stehen. Das gefiel ihm schon immer. Da drängte es ihn schon immer hin. Noch ein Tag vor der Wahl tat er, als könne er tatsächlich Kanzler werden, obschon die SPD längst 10 bis 15 Punkte hinter der ohnehin schon schwachen CDU/CSU zurück lag.

Sonntagabend kam dann endgültig die Ernüchterung, als die SPD mit 20,5 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis seit 1949 einfuhr. Martin Schulz erklärte bereits am Wahlabend, dass die SPD von der großen Koalition endgültig genug habe und schmiss den ganzen Bettel Merkel vor die Füße, die solle sich doch jetzt eine Jamaika-Koalition zusammenbasteln. Das hätte sie doch ohnehin vor und die vier würden doch auch sehr gut zusammenpassen.

Damit stellten sich aber sogleich andere Fragen: Was wird aus den bisherigen SPD-Ministern, die bislang auf Staatskosten fürstlich versorgt waren? Arbeitsministerin Andrea Nahles, die die anderen bei jeder sich bietenden Gelegenheit gerne in die Fresse gibt, soll SPD-Fraktionsvorsitzende werden im neuen Bundestag. Die ist also schon mal versorgt. Martin Schulz bleibt SPD-Vorsitzender. Was aber wird denn jetzt aus unserem im ganzen Land so beliebten Bundesjustizminister?

Kriegserklärung auf offener Bühne

Dass es zwischen dem Bundesvorsitzenden Schulz und dem Saarländer heftige Spannungen gibt, war bereits vor drei Monaten auf dem Bundesparteitag der SPD zu erkennen. Unglaubliches spielte sich dort ab. Der neue SPD-Vorsitzende und Kanzlerkandidat Martin Schulz erklärte auf offener Bühne dem Bundesjustizminister Heiko Maas den Krieg. Schulz stellte sich in offener Konfrontation zu Maas vor die Verfassung. Jeder, der Grundrechte der Verfassung infrage stellen wolle, habe in der SPD eine entschiedene Gegnerin, sagte Martin Schulz auf dem Parteitag unter lautem Beifall. Damals schon stellte sich die Frage: Ist damit nicht nur das Ende des grundgesetzwidrigen Meinungszensurgesetzes (oder wie der Stalinist sagt: Netzwerkdurchsetzungsgesetz NetzDG) gekommen, welches Maas mit aller Gewalt durchgeboxt hat, sondern auch dessen eigenes politisches Ende?

Viele warteten seither auf das Parteiausschlussverfahren des saarländischen Verfassungsfeindes, der es irgendwie, keiner weiß so recht wie, in höchste Ämter geschafft hatte. Der Abschuss von Maas erschien allen nur noch eine Frage der Zeit. Denn jeder weiß: Martin Schulz ist kein Mann der leeren Worte und hohlen Phrasen, wie hin und wieder behauptet wird, sondern ein Mann der Konsequenz und der Tat, nicht nur wenn es um die Anordnung von Auszahlungen von Sitzungsgeldern an sich selbst geht, obwohl gar keine Sitzungen stattgefunden haben. Die politischen Tage von Heiko Maas dürften also nunmehr endgültig gezählt sein. Wie wird seine Zukunft wohl aussehen?

TV-Karriere als kleiner Nebendarsteller?

Jetzt könnte sich die Liaison mit Natalia Wörner vielleicht doch noch auszahlen. Einige vermuten sogar, die ein Kopf größere Schauspielerin habe er sich bewusst rechtzeitig angelacht. Denn ersten Gerüchten zufolge habe Maas bereits neue Pläne, nachdem sein erstes Buch (bisher wurden nur 13 Exemplare verkauft und davon 11 am nächsten Tag wieder zurückgebracht) ebenfalls zu floppen scheint. Vielerorts wird es längst für 0,10 EUR angeboten, aber selbst zum Ramschpreis möchte es niemand käuflich erwerben, lesen schon gar nicht. Selbst zum Verschenken an Personen, die einem nicht so nahe stehen, scheint das Werk wenig geeignet.

Nun soll Maas eine TV-Karriere planen, so ist aus gut informierten Kreisen zu hören. Das aber nicht als TV-Richter und Nachfolger von Barbara Salesch. Nein er hoffe vielmehr, in Rosamunde Pilcher-Verfilmungen an der Seite von Natalia Wörner in kleinen Nebenrollen unterkommen zu können. Nun denn, wir gönnen genau dies dem sympathischen Sozi und verfassungstreuen Musterdemokraten. Alles Gute, Heiko! Wir freuen uns mit dir, dass du nunmehr endlich das gefunden hast, was optimal zu dir passt.

Quelle: “Jürgen Fritz”:https://juergenfritz.com/2017/09/29/was-wird-denn-jetzt-aus-heiko-maas/

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