Ökologie ist kein Badeschlappenthema, sondern eine wirtschaftliche Chance. Karl-Theodor-zu Guttenberg

Wie im realen Leben

Algorithmen sind in ihrer Auswahl zwar konsequenter, verbessern aber nicht unbedingt unser Liebeslieben. Denn egal ob online oder offline – am Ende entscheidet die Chemie.

Die Partnersuche im Internet ist längst fester Bestandteil unserer Gesellschaft: 30 Prozent aller Beziehungen in Europa entstehen online. Und Deutschland ist sogar Spitzenreiter: Monatlich sind über sieben Millionen deutsche Singles auf Online-Dating-Portalen aktiv. Der Markt hat sich in den vergangenen Jahren enorm entwickelt. Parallel zum überdurchschnittlichen Wachstum hat sich die Branche stark differenziert: Insgesamt gibt es über 2.000 Anbieter – von der einfachen Singlebörse, über die Online-Partnervermittlung mit wissenschaftlich basiertem Test bis zum extravaganten Seitensprungportal.

Das Romantik-Potenzial ist online wie offline das gleiche

Dabei verändert Online-Dating weniger die Gesellschaft als dass die Veränderungen in der Gesellschaft die Partnersuche im Internet begünstigen und den Erfolg begründen: Heute binden sich Menschen und heiraten deutlich später als noch vor 30 Jahren. Die Beziehungsfluktuation ist dagegen deutlich höher und die Ehe keine Garantie mehr für eine lebenslange Bindung. Auch ist die Wahrscheinlichkeit höher, mit 40, 50 oder 60 Jahren wieder Single zu werden als noch vor drei Jahrzehnten. Insbesondere für die über 30-Jährigen kommen die traditionellen Heiratsmärkte aber kaum noch infrage; das Internet bietet dagegen eine gute Alternative. Aber nicht nur gesellschaftliche Rahmenbedingungen begünstigen die Entwicklung. Die Branche entwickelt sich organisch: Neben praktischen Vorteilen, die die Online-Suche mit sich bringt, sind die Erfolgsaussichten außerordentlich gut, was ebenfalls zur Beliebtheit und zum Wachstum beiträgt.

Nicht selten werden wir bei ElitePartner gefragt, ob die Partnersuche über ein Medium wie das Internet nicht unromantisch sei. Das ist es aber keineswegs. Paare, die sich online kennenlernen, haben die gleichen Chancen auf Romantik wie Paare, die sich am Arbeitsplatz oder im Club kennenlernen. Schließlich unterscheidet sich der Kennenlernweg nur durch den Erstkontakt. Ob die Chemie stimmt, entscheidet sich in dem Moment, in dem sich zwei Menschen gegenüberstehen. Danach ist es unwichtig, ob man sich in der Bar, über Freunde oder im Internet kennengelernt hat – das Romantik-Potenzial ist das gleiche. Und selbst der erste E-Mail-Kontakt kann aufregend und romantisch sein, wie es uns die Zuschriften unserer Mitglieder regelmäßig wissen lassen.

Ob Online-Dating dagegen mit seinen wissenschaftlich basierten Algorithmen unser Liebesleben verbessert, ist zu bezweifeln. Eins steht aber fest: Es gestaltet die Suche effizienter und vereinfacht die Kontaktaufnahme. Durch den wissenschaftlichen Persönlichkeitstest und das anschließende Matching kann ElitePartner seinen Mitgliedern eine Vorauswahl an Partnern bieten, die laut bestimmter wissenschaftlicher Kriterien besonders gut passen. Die Matching-Algorithmen arbeiten zu jeder Tageszeit, bei jedem Wetter und unabhängig vom Stress im Büro. Von daher sind sie konsequenter in der Auswahl.

Sicher, dass man im Netz auf Gleichgesinnte trifft

Sind sie deswegen am Ende aber besser als die menschliche Entscheidungsfähigkeit und die Intuition? Nein, keinesfalls. Anders als der Mensch konzentrieren sie sich auf bestimmte beziehungsrelevante Persönlichkeitsmerkmale und lassen andere Merkmale außer Acht. Der Mensch nimmt zum Beispiel kleine charmante Mimiken und Signale, wie ein Blitzen in den Augen oder ein Grübchen auf der Wange, wahr. Er bemerkt Gestiken, Gerüche, Stimmlagen. Das alles sind Dinge, die auf die Partnerwahl großen Einfluss haben, die ein Algorithmus, wie wir ihn heute kennen, in seiner Komplexität aber nicht leistet. Ein wissenschaftlicher Algorithmus kann lediglich die Menge an möglichen passenden Partner reduzieren und so eine Vorauswahl treffen. Ob es zwischen zwei Personen funkt, entscheidet sich erst, wenn man sich zum ersten Mal gegenübersteht. Ob sich etwas Langfristiges entwickelt, darauf haben die ersten gemeinsamen Erfahrungen Einfluss.

Der Prozess der Partnersuche unterscheidet sich übrigens auf einer Online-Plattform nicht wesentlich von dem im realen Leben. Auch online muss man mehrere Partner ansprechen, um Erfolg zu haben, man ist nie sicher, ob das Gegenüber ebenfalls Interesse hat und muss mit Absagen leben. Ein großer Vorteil der Partnersuche im Internet ist allerdings, dass man sich hier sicher sein kann, ausschließlich Gleichgesinnte, also Singles auf Partnersuche, zu treffen – was in der Bar nicht ungedingt der Fall sein muss.

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Manfred Hassebrauck, Catalina Toma, Noel Biderman.

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