Die SPD will die DDR zurück

Jörg Hubert Meuthen21.01.2020Gesellschaft & Kultur, Medien, Wirtschaft

Die DDR war ein ganz tolles Land – zumindest, wenn es nach der Einschätzung der damaligen SED-Machthaber geht, denn in diesem Land herrschte ja angeblich der demokratische Sozialismus.

Und dass es sich um “demokratischen Sozialismus” handelte, daran kann kein ernsthafter Zweifel bestehen: Die Gesellschaftsform wurde bekanntlich immer als sozialistisch angepriesen, und “demokratisch”, das stand ja sogar im Namen der sogenannten “DDR”.

Doch nun im Ernst: Die DDR war alles andere als ein “tolles Land”. Die DDR war ein Unrechtsstaat, der geprägt war zum einen durch die brutale Unterdrückung aller Andersdenkenden, zum anderen durch eine katastrophale Mangelwirtschaft, deren Folgen man selbst heute, im 30. Jahr der deutschen Einheit, noch hier und da beobachten kann, wenn man mit aufmerksamem Blick durch manche Gegenden Mittel- und Ostdeutschlands fährt.

Aber nicht einmal diese noch vergleichsweise junge Lehre der Geschichte kann die Steinzeit-Sozialistin Esken, ihres Zeichens Totengräberin der deutschen Sozialdemokratie, davon abhalten, den “demokratischen Sozialismus” nun auch für Gesamtdeutschland als ihr politisches Ziel auszugeben:

„Der demokratische Sozialismus ist eine positive gesellschaftliche Vision“, sagte die 58-Jährige dem „Spiegel“. Die SPD beschäftige sich seit 156 Jahren mit dieser Vision, fügte Frau Esken hinzu.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article204906442/Saskia-Esken-SPD-Vorsitzende-verteidigt-demokratischen-Sozialismus.html

Wie schön für die SPD! Hochbedauerlich ist es allerdings, dass nicht einmal diese 156 Jahre irgendeinen echten Erkenntnisgewinn gebracht haben.

So preist Frau Esken im genannten Spiegel-Interview “Enteignungen und Vergesellschaftungen” als Instrumente zur “Schaffung einer gerechteren Gesellschaft”. Sie ist damit voll auf Linie ihres Einflüsterers Kevin Kühnert, mit dessen Hilfe sie überhaupt erst ins Amt kam: Er hatte vor einigen Monaten bekanntlich verlautbaren lassen, dass er beispielsweise BMW “kollektivieren” möchte.

Als erstes Opfer ihrer Enteignungsgelüste führte Esken in jenem Interview den Wohnungsmarkt an, der aufgrund steigender Mieten und Kaufpreise in ihren Augen offenbar nach Verstaatlichung ruft.

Was für ein Quatsch. Sie zeigt damit erneut eindrucksvoll, dass man bei den Sozis einfach nicht in der Lage ist, die Ursachen für Probleme – und damit letztlich die Folgen der eigenen Politik – zu erkennen. Immobilien sind bekanntlich keine schnell erzeugbaren Güter, und wenn man es zulässt, dass innerhalb weniger Jahre über 2 Millionen illegale, kulturfremde Einwanderer nach Deutschland kommen und Wohnraum beanspruchen (dies insbesondere in den schon migrantisch geprägten Ballungsräumen!), dann kann man nicht allen Ernstes erwarten, dass die Preise für Wohnraum stabil bleiben: Man kann eine Wohnung nämlich nur einmal vergeben, und wenn sie belegt ist, dann scheidet sie aus dem Angebot aus, so einfach ist das.

Aber selbst einfachste volkswirtschaftliche Zusammenhänge sind für manche Menschen eben nicht zu begreifen, wenn sie nicht in ihr ideologisch verblendetes Weltbild passen. Das Problem ist nur: Für dieses ideologisch verblendete Weltbild soll am Ende jemand bezahlen, und das sind natürlich immer die anderen.

Wie sagte schon Margaret Thatcher in einem Interview 1976:

“Sozialistische Regierungen erzeugen traditionell ein finanzielles Chaos. Ihnen geht immer das Geld anderer Leute aus.” [“Socialist governments traditionally do make a financial mess. They always run out of other people’s money.”]

https://www.snopes.com/fact-check/other-peoples-money/

Genau so ist es: Den Sozialisten dieser Welt geht bei ihrer Umverteilungsorgie irgendwann immer das Geld der anderen Leute aus. Genau deshalb wird es auch keinen “demokratischen Sozialismus” geben, denn er würde erfordern, dass eine Mehrheit der Menschen ihrer eigenen Enteignung und Unterdrückung zustimmt.

Eine SPD, die diesem gescheiterten Modell nachtrauert und es in Deutschland wieder zum Leben erwecken möchte, ist nicht nur auf einem fatalen Irrweg, sondern auch als Partei schlicht überflüssig: Dafür steht nämlich schon “Die Linke”.

Sollte es also in gar nicht so ferner Zukunft, wie Ralf Stegner dies vor kurzem vorgeschlagen hat, zu einer Fusion von SPD und “Linken” kommen, dann fände zusammen, was als Einheit zusammengehört.

Bei der Namensfindung sollten dann die Wörter “Sozialistisch” und “Einheitspartei” unbedingt berücksichtigt werden – wie wäre es also mit “Sozialistische Einheitspartei Deutschlands”? SED, da weiß man wenigstens gleich, woher der sozialistische Wind weht.

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