ARD und ZDf informieren nur die Zuschauer der Mitte

Jörg Hubert Meuthen20.09.2019Europa, Medien, Politik

Für selbige Zweifel genügt eigentlich schon ein Blick in die Gestaltung von “Nachrichten”-Sendungen oder politischen Talkshows: Neben der permanenten Ankündigung der unmittelbar bevorstehenden der Klima-Apokalypse – gerne unter Hinzuziehung der stets sehr mitteilungsbedürftigen grünen Kobold-Expertin Baerbock – erfolgt die ständige Lobpreisung von Merkels katastrophal verkorkster Energiewende sowie ihrer ebenfalls katastrophal verkorksten Migrationspolitik, die nicht zuletzt auch den Brexit verursacht hat.

Der hierfür einschlägige §11 Abs. 2 des Rundfunkstaatsvertrages ist unmissverständlich wie folgt formuliert:

“Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben bei der Erfüllung ihres Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen.”

Eine Vorschrift, die in ihrer Klarheit nichts zu wünschen übrig lässt und damit eigentlich sowohl den schlichteren wie auch den tief linksgrün-verbohrten Gemütern in ihren gut beheizten Redaktionsstuben den Weg weisen sollte – und zwar im Interesse von Millionen potentiellen Zuschauern.

Von diesen Millionen potentiellen Zuschauern fühlt sich allerdings nur ein Teil durch diese Sender gut informiert: Nämlich diejenigen Menschen, die sich persönlich fast ausschließlich links der politischen Mitte verorten.

Dies hat nun eine Studie des Reuters Institute der Universität von Oxford ergeben, die sich mit den öffentlich-rechtlichen Sendern in mehreren europäischen Ländern beschäftigt hat.

Ein zentrales Ergebnis dieser Studie: In Deutschland und Griechenland haben diese Sender ein sehr viel größeres Ausgewogenheitsproblem als in allen anderen untersuchten Ländern. Dieses äußert sich darin, dass Zuschauer rechts der Mitte jenen öffentlich-rechtlichen Kanälen deutlich weniger vertrauen und sich deshalb eher bei privaten Sendern informieren.

Geradezu vorbildlich, dies sei hier erwähnt, sieht die Situation in Großbritannien aus: Sowohl eher linksorientierte als auch eher rechtsorientierte Menschen finden sich zu fast gleichen Anteilen von der BBC als öffentlich-rechtlichem Sender gut informiert. Es geht also!

Allerdings natürlich nur, wenn man das seitens der Medienschaffenden auch WILL. Und genau daran bestehen in Deutschland schon länger erhebliche Zweifel.

Für selbige Zweifel genügt eigentlich schon ein Blick in die Gestaltung von “Nachrichten”-Sendungen oder politischen Talkshows: Neben der permanenten Ankündigung der unmittelbar bevorstehenden der Klima-Apokalypse – gerne unter Hinzuziehung der stets sehr mitteilungsbedürftigen grünen Kobold-Expertin Baerbock – erfolgt die ständige Lobpreisung von Merkels katastrophal verkorkster Energiewende sowie ihrer ebenfalls katastrophal verkorksten Migrationspolitik, die nicht zuletzt auch den Brexit verursacht hat.

Gegenmeinungen werden entweder gar nicht gehört bzw. eingeladen oder wenn, dann nur als Einzelmeinung, während sich mehrere der Realität entrückte, linksgrüne Bestmenschen gegenseitig die Bälle zuspielen, nicht selten unterstützt auch noch von einer gar nicht so moderaten “Moderatorin”.

Wer das nun wieder für eine “typische Übertreibung” unserer “auf Empörung gebürsteten” Bürgerpartei hält, dem sei ein Interview der bekannten, von unser aller GEZ-Gebühren zwangsfinanzierten ARD-Haltungsjournalistin Anja Reschke empfohlen.

Ich zitiere Frau Reschke wörtlich auf die Frage, dass viele Zuschauer ja eine neutrale Berichterstattung erwarteten:

“Ich glaube, das ist eine falsche Erwartungshaltung. Diese fixe Idee der neutralen Berichterstattung halte ich für absurd. Natürlich geht jeder Journalist mit seinem persönlichen Paket, seinen Erfahrungen, seinen Einstellungen an einen Bericht ran.”

Noch deutlicher wird sie in einem Interview mit dem Schweizer Fernsehen, in welchem sie zugibt, dass Journalisten ihrer Meinung nach einen erzieherischen Auftrag haben:

Ein erzieherischer Auftrag, der sich in permanenter, links-rot-grüner Gehirnwäsche der GEZ-Zuschauer niederschlägt.

Und genau hier schließt sich der Kreis zum heutigen Thema: Zuschauer, die aufgrund ihrer eigenen Lebenserfahrung nicht (mehr?) bereit sind, den linken Weltenrettern und ihren weltfremden Utopien zu folgen, sind offenbar auch nicht bereit, ARD und ZDF großes Vertrauen in deren vermeintliche Objektivität entgegenzubringen.

Auf genau diese haben aber die Millionen Gebührenzahler in Deutschland einen gesetzlich verbrieften Anspruch – ob es selbsternannten “Haltungsjournalisten” nun in den Kram passt oder nicht.

Höchste Zeit daher für objektive Berichterstattung bei öffentlich-rechtlichen Sendern.

—–
In Zusammenhang mit dem  ist auch eine Kolumne von Jan Fleischhauer im “Focus” sehr lesenswert – ich zitiere:

“Seit Angela Merkel regiert, gibt es so etwas wie eine konservative Medienpolitik nicht mehr. […] Das, was die Kanzlerin denkt, denken die meisten Journalisten ohnehin.”

Ich empfehle Ihnen, liebe Leser, diesen Beitrag daher nachdrücklich zu Ihrer Lektüre

 

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