Elektrofahrzeuge bleiben Klimavergifter | The European

Die Lüge von der sauberen E-Mobilität

Jörg Hubert Meuthen8.06.2019Medien, Politik, Wirtschaft

In einer sehr aktuellen Studie hat Professor Sinn untersucht, wie es sich mit den Emissionen eines modernen Dieselfahrzeugs gegenüber denen eines Elektrofahrzeugs verhält. Das Ergebnis: ein E-Auto zwischen 11 und 28 Prozent MEHR CO2-Ausstoß als ein vergleichbares Dieselauto, so Jörg Meuthen

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Elektroauto, Foto: Fotolia

Geradezu krampfhaft versucht der politisch-mediale Komplex, den Bürgern in Deutschland drei Dinge einzubläuen:

Zum einen, dass Veränderungen des Klimas hauptsächlich durch den Menschen verursacht seien, zum zweiten, dass wir in Deutschland weltweite Klimaveränderungen beeinflussen können, und zum dritten, dass das geeignete Mittel hierzu das Elektromobil sei.

Alle drei Thesen sind entweder in höchstem Maße fragwürdig oder sogar komplett unsinnig.

Lassen Sie mich mit dem ersten Unsinn beginnen, wonach angeblich fast alle Forscher sich einig seien, dass aktuelle Klimaveränderungen hauptsächlich vom Menschen verursacht seien. Ständig wird genau dies in den Medien behauptet, und häufig heißt es dann, dass 97% der Forscher dies so sähen.

Genau so kommt es, wenn ein Journalist vom anderen abkupfert, ohne die Originalquelle zu lesen. Die Originalquelle geht nämlich zurück auf den australischen Forscher John Cook, der knapp 12.000 Klimastudien untersucht hat, die im Zeitraum zwischen 1991 und 2011 veröffentlicht wurden. Cook untersuchte hierbei, ob in diesen Studien Aussagen zum menschengemachten Klimawandel getätigt wurden.

Das Ergebnis: Fast 8.000 dieser Studien legten sich eben gerade NICHT fest, ob Klimaveränderungen im wesentlichen vom Menschen gemacht seien.

Nochmal für alle zum Mitschreiben, die bislang stets das Gegenteil behaupten: Ca. zwei Drittel der weltweiten Studien bejahen es NICHT, dass der Mensch hauptverantwortlich sei für aktuelle Klimaveränderungen auf dieser Erde.

Das Problem war dann nur: John Cook hat alle unentschiedenen Studien – und das war die große Mehrheit, siehe oben – in seiner weiteren Betrachtung offenbar einfach weggelassen. Er hat nur diejenigen miteinander verglichen, die eindeutig Stellung bezogen, sei es, dass der Mensch hauptverantwortlich sei, sei es eben, dass er es nicht sei. Und bei dieser Restgröße kam er auf eine Zustimmungsrate von 97 % – das ist aber unter wissenschaftlichen Aspekten in keinster Weise haltbar, wie jedem unmittelbar deutlich wird.

Selbst wenn man aber einen Haupteinfluss des Menschen nun behaupten würde, ohne dass dies wissenschaftlich belegt ist, wäre es doch vollkommener Quatsch zu glauben, wir könnten hier in Deutschland irgendeinen spürbaren Einfluss auf das Weltklima nehmen, womit wir beim zweiten Punkt sind, der uns Bürgern ständig eingebläut werden soll.

Ein Blick auf die Relationen verdeutlicht dies: Deutschland verfügt über ca. 0,24% der weltweit verfügbaren Landfläche und beherbergt auf dieser Landfläche ca. 1,1% der Menschheit (was übrigens nichts anderes bedeutet, als dass wir sehr viel dichter besiedelt sind als der weltweite Durchschnitt).

Selbst wenn man berücksichtigt, dass in einem entwickelten Industrieland wie Deutschland fraglos mehr Emissionen stattfinden als in einem Entwicklungsland, ist es doch nur Ausdruck typisch linksgrüner Hybris, den Deutschen weiszumachen, sie könnten in Sachen Klima irgendetwas weltweit Spürbares bewegen.

Und damit zum dritten Punkt, wonach das Elektromobil die Lösung für die beschriebene Thematik sei. Auch dieser Punkt ist Unsinn, und zwar sogar dann, wenn die ersten beiden Punkte wider Erwarten richtig wären.

In einer sehr aktuellen Studie hat nämlich der bekannte Wissenschaftler Professor Sinn zusammen mit Kollegen untersucht, wie es sich mit den Emissionen eines modernen Dieselfahrzeugs gegenüber denen eines Elektrofahrzeugs verhält – und zwar von der Wiege bis zur Bahre, also über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs, einschließlich des Strommixes, der für den Betrieb des Elektrofahrzeugs benötigt wird.

Das Ergebnis: Sobald der CO2-Ausstoß bei der extrem energieintensiven Akku-Fertigung sowie der deutsche Strommix zum Betrieb des PKWs in der Rechnung berücksichtigt wird, verursacht ein E-Auto zwischen 11 und 28 Prozent MEHR CO2-Ausstoß als ein vergleichbares Dieselauto.

Bis zu 28% MEHR an CO2 beim Elektrofahrzeug, und das sogar, obwohl die Forscher Annahmen getroffen haben, die für das E-Fahrzeug eher optimistisch waren – das ist wirklich ein Wort.
Allerdings ein Wort, dass man ihn unseren Politik- und Medienkreisen offenbar lieber gar nicht hören mag. Sehr aufschlussreich hierzu war auch das Verhalten von Markus Lanz in seiner Sendung am 1. Mai, als er Professor Sinn zu Gast hatte. Sein Versuch, dessen Studie methodisch anzugreifen, scheiterte kläglich. Am Ende blieb ihm nur die vorwurfsvolle Frage, warum der Wissenschaftler diese Studie gemacht habe.

Die Antwort darauf gab Professor Sinn in der Sendung selbst – er sei von keiner Interessengruppe bezahlt, sondern vom Steuerzahler und sehe es als seine Pflicht an, diesen Fragen nachzugehen.
Man könnte auch sagen: Er fühlt sich als Wissenschaftler stets der Suche nach Erkenntnis verpflichtet, nicht aber der medial verbreiteten linksgrünen Verherrlichung des Elektroautos, die zugleich eine weitreichende Zerstörung von deutschen Arbeitsplätzen und damit von hiesigem Wohlstand zur Folge haben wird.

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