Wir müssen unseren freiheitlichen Lebensstil verteidigen. Philipp Mißfelder

"Betreutes Denken statt mündige Bürger!"

Jörg Meuthen verteidigit die harte Linie der italienischen Regierung in der Flüchtlingspolitik im ZDF-Sommerinterview. Der AfD-Politiker spricht sich in diesem Zusammenhang für eine Allianz mit Parteien anderer europäischer Länder aus, die rechtskonservative Positionen vertreten, protestiert allerdings gegen den Begriff “Rechtspopulismus”.

Liebe Leser, haben Sie gestern die 20-Uhr-Ausgabe der Tagesschau gesehen?

Als erste Meldung hieß es dort, AfD-Chef Meuthen könne sich eine engere Zusammenarbeit “mit weiteren rechtspopulistischen Parteien” in Europa vorstellen.

Diese Meldung basierte auf dem zuvor von Tina Hassel, Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios, mit mir geführten ARD-Sommerinterview. Frau Hassel sprach mich in diesem Interview auf eine mögliche “EU-Populisten-Allianz” an.

Meinen Einwand, dass ich mich mit dem Begriff der Populisten schwertue, verbunden mit meiner Frage, ob dann die Grünen wohl Ökopopulisten seien, scheint man aber genauso überhört zu haben wie meine eigene Einstufung jener europäischen Parteien, die ähnlich vernunftgeleitet sind wie unsere Bürgerpartei; wörtlich sagte ich Frau Hassel nämlich:

“Ich finde unbedingt, dass sich die Parteien, die diese rechtskonservativen Positionen vertreten, zusammenschließen sollten.”

Wie die Redaktion der Tagesschau dann auf ihre “Rechtspopulisten”-Headline kam, erschließt sich mir nicht. Oder titelt sie demnächst auch: “Die Grünen sind offen für Bündnisse mit anderen ökopopulistischen Parteien in Europa?” “Die Linken streben Kooperationen mit anderen Linkspopulisten an?”

Gewiss werden sie derlei nicht tun. Die Verwendung des Kampfbegriffes “rechtspopulistisch” ist in deutschen Nachrichtenredaktionen schon seit Jahrzehnten – genaugenommen seit dem Aufstieg der FPÖ in Österreich – ein beliebtes Mittel, ihren Zuschauern, Hörern und Lesern – also ihren Kunden! -, einen moralischen Fingerzeig zu geben, dass eine derartige Partei so gar nicht der überlegenen politischen Meinung der Redaktion entspricht und daher vom folgsamen Bürger doch bitteschön beargwöhnt werden möge.

Mit dem Neutralitätsgebot der öffentlich-rechtlichen Sender ist dies nicht vereinbar. Vielmehr kommt hierin das Bedürfnis zum Ausdruck, die Zuschauer bei ihrer demokratischen Meinungsbildung keinesfalls unbeaufsichtigt zu lassen.

Im Ergebnis heißt das: Betreutes Denken statt mündige Bürger! Nach welchen Kriterien diese Betreuung des Denkens erfolgt und wer selbige festlegt, bleibt nebulös. Der linke Gewalttäter wird dann auf wundersame Weise zum “Aktivisten” verklärt, der illegale, kulturfremde Wirtschaftsmigrant zum “Schutzsuchenden” – und der Vernünftige eben zum bösen “Rechtspopulisten”.

Mein Tipp daher an Sie alle, liebe Leser, gerne auch zur Weitergabe an Freunde und Verwandte: Ersetzen Sie einfach jedes Mal, wenn Sie in den Nachrichten den Begriff “rechtspopulistisch” hören, selbigen durch das Wort “vernünftig”.

Sie werden sehen: Das funktioniert ganz prima und ist zugleich eine blutdrucksenkende Maßnahme, da die beabsichtigte Volkserziehungsmaßnahme an Ihnen einfach abperlt.

“Meuthen befürwortet eine Allianz der Vernünftigen” – wer die gestrige Meldung in der Tagesschau so verstanden hat, der liegt richtig. Nur eine Allianz der Vernünftigen wird nämlich in der Lage sein, die kulturfremde Masseneinwanderung nach Europa – und hierbei insbesondere nach Deutschland! – zu stoppen.

Quelle: Facebook, Jörg Meuthen

ZDF-Videobeitrag

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Dokumentation - Texte im Original, Katrin Ebner-Steiner, Jan Philipp Knoop.

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