Feigheit vor dem Feind zählt nicht. Peter Tauber

Räumen Sie das Kanzleramt für einen Nachfolger!

Wie aber sollen mit einer solchen Person im Kanzleramt, die jegliches Vertrauen restlos verspielt hat, wichtige Probleme unseres Kontinents gelöst werden? Ganz einfach: Gar nicht. Es ist schlicht nicht möglich, sagt Jörg Meuthen.

Die schützende Hand der Medien war bisher der wichtigste Garant für Merkel, trotz ihrer katastrophalen Leistungen einfach weitermerkeln zu dürfen. Hier hat sich in den letzten Monaten schon einiges verändert. So veröffentlicht beispielsweise die “Welt” seit geraumer Zeit zahlreiche, nicht selten hervorragend recherchierte Artikel, die sehr kritisch mit dem Werk jener Kanzlerdarstellerin ins Gericht gehen. Die BILD zieht seit kurzem nach und stellt unangenehme Fragen, beispielsweise zum BAMF-Skandal und Merkels provozierend zur Schau gestellten Unwissenheit.

Auch bei der FAZ dreht sich der Wind: Berichtete das Blatt zur zunehmenden Verzweiflung seiner Leser lange Zeit weitgehend merkelergeben, veröffentlichte nun endlich einer der FAZ-Herausgeber, Holger Steltzner, vor wenigen Tagen einen überaus kritischen Kommentar zur Politik jener Dame. Schonungslos rechnete er ab mit ihrer einsamen Entscheidung, “die Grenzen für mehr als eine Million Migranten zu öffnen, ohne deren Identitäten und Asylberechtigung zu klären.” Brexit, Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas, Spaltung Europas – so lautet ein Teil von Holger Steltzners zutreffender Bilanz. Eine Bilanz, an der nun auch die wichtigste Stütze dieser Katastrophen-Kanzlerin nicht mehr vorbeikommt: Die Rede ist vom GEZ-gemästeten und von den Kartellparteien kontrollierten Staatsfunk.

Bislang hielt man in den Funkhäusern jener unsäglichen Frau im Kanzleramt unverbrüchlich die Treue. Die Auswahl der Themen (und der Bilder!) in den Nachrichten, die Formulierungen von Nachrichtensprechern und Kommentatoren, auch die Besetzung von Talkshows – fast durchgängig ohne Politiker des Oppositionsführers, nämlich unserer Bürgerpartei -, all das sprach doch eine sehr deutliche Sprache.

Doch selbst hier deutet sich nun eine Zeitenwende an. Gestern veröffentlichte nämlich die ARD einen Kommentar von Malte Pieper aus dem Brüsseler ARD-Studio, der mit Fug und Recht als vernichtend bezeichnet werden darf. Und zwar als vernichtend für Angela Merkel und ihre nun im dreizehnten Jahr andauernde Politik des “Auf-Sicht-Fahrens”, wie Malte Pieper es noch recht vornehm umschreibt. Richtiger wäre: Ihres orientierungslosen Herumwurschtelns! Orientierungslos ist diese Pfarrerstochter, weil sie keinen Kompass hat, der ihr sagt, was richtig und was falsch ist für Deutschland.

Diese Kompasslose hoffte stets, dass sich die Dinge schon irgendwie von selbst erledigen werden. Als 2011 und 2012 zunehmend illegale Einwanderer nach Italien und Griechenland kamen, lehnte sie die von dort geforderte Solidarität ab – als aber sie selbst, die doch angeblich alles immer “vom Ende her denkt”, im Herbst 2015 die Folgen ihrer Einladung an alle Welt grandios unterschätzt hatte, konnte es ihr nicht schnell genug gehen mit dem Einfordern von Solidarität all der anderen Europäer, die KEINE solche Einladung ausgesprochen hatten.

Der ARD-Mann Malte Pieper legt auch vor diesem Hintergrund schonungslos dar, wie viel Misstrauen Frau Merkel mittlerweile auf europäischer Ebene entgegenschlägt. “Ihr Name ist in vielen Ländern Europas zu einem ‘Nicht-Namen’ geworden, bei dem schlechte Stimmung garantiert ist, sobald man ihn ausspricht”, so der Brüsseler Korrespondent. Merkel traue in Europa keiner mehr über den Weg.

Wie aber sollen mit einer solchen Person im Kanzleramt, die jegliches Vertrauen restlos verspielt hat, wichtige Probleme unseres Kontinents gelöst werden? Ganz einfach: Gar nicht. Es ist schlicht nicht möglich. Die Forderung von Herrn Pieper entspricht daher exakt dem, was unsere Bürgerpartei schon seit Jahren sagt: Merkel muss den Weg freimachen für einen Neuanfang. Malte Pieper wörtlich:
“Geschätzte Angela Merkel, nach fast 13 Jahren Kanzlerschaft gibt es auf europäischer Ebene für Sie, außer spürbarer Abneigung, nichts mehr zu gewinnen. Das haben alle Treffen der letzten Monate gezeigt. Helfen Sie deshalb mit, den scheinbar unabwendbaren Trend nach europäischer Spaltung statt Einigung endlich aufzuhalten! Räumen Sie das Kanzleramt für einen Nachfolger, dessen Name nicht so belastet ist, wie es der Ihre ist.”

Was für eine verbale Ohrfeige. Nachdem sich nun also auch der Staatsfunk von ihr abzuwenden beginnt, wird ihr gar nichts anderes übrig bleiben, als abzutreten. Gegen “BILD, BamS und Glotze” zu regieren, das funktioniert in Deutschland nicht, wie auch schon Gerd “Der Gasmann” Schröder wusste.

Es ist Zeit zu gehen, Frau Merkel.

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Alice Weidel, Malte Pieper , Florian Spichalsky.

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