Proletarier, zeltet nicht

von Jörg Friedrich12.08.2012Gesellschaft & Kultur, Wissenschaft

Okkupation ist ein wichtiger Teil des Protests, durch sie kann gesellschaftliche Veränderung bewirkt werden. Für die „Occupy“-Bewegung gilt das nicht – ihr Name ist nur Anmaßung.

Eine Okkupation ist eine große Sache. Man besetzt fremdes Territorium und übernimmt dort faktisch die Macht, entscheidet über die Bewegungsmöglichkeiten der Bewohner des okkupierten Landes. Die Besetzung eines Landes, das von niemandem bewohnt oder sonst wie genutzt wird, ist von vornherein eine merkwürdige Sache. Natürlich kann man präventiv vorgehen, man kann in der Voraussicht, dass ein Gelände demnächst von jemandem genutzt werden soll, dass jemand die Besiedlung eines Fleckens beabsichtigt, diesen besetzen – der Platz ist dann besetzt, er kann nicht mehr durch andere besetzt werden.

Den Lauf der Dinge stören

Okkupation ist ein notwendiger Teil jeder revolutionären Veränderung einer Gesellschaft. Man muss die Leute daran hindern, so weiter zu machen wie bisher, man muss sie in ihrem Alltag und ihren Absichten stören,

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