Lidl entfernt die christlichen Symbole

von Joachim Nikolaus Steinhöfel5.09.2017Europa, Innenpolitik, Wirtschaft

Der Lidl-Konzern entsorgt bei seinen „Griechischen Wochen“ gleich die auf den Kirchen der Insel Santorin befindlichen Kreuze von seinen Verpackungen. Seit Tagen wird die Aktion heftig kritisiert. Der Prager Erzbischof Kardinal Dominik Duka sprach von “kulturlos und barbarisch”. Lidl hat inzwischen auf die Vorwürfe reagiert, aber nicht darauf, warum die Kreuze verschwunden waren.

Während Edeka sich von der CDU-Werbeagentur Jung von Matt für eine platte Pro-Merkel-„Vielfalt“-Kampagne instrumentalisieren lässt und damit nicht nur die langerwartete neue Serie eröffnet „Gemüsehändler mischen sich in den Wahlkampf ein“ sondern auch “ein eindringliches gesellschaftliches Statement setzt und für mehr Toleranz wirbt”, entsorgt der Lidl-Konzern bei seinen „Griechischen Wochen“ gleich die auf den Kirchen der Insel Santorin befindlichen Kreuze von seinen Verpackungen. “Wir vermeiden grundsätzlich den Gebrauch von religiösen Symbolen. Damit wollen wir unsere Neutralität unterstreichen.” Ob die Kassiererinnen jetzt auch ihr Kopftuch ablegen müssen, ist nicht übermittelt.

Quelle: “STEINHÖFEL”:https://www.steinhoefel.com/2017/09/gemuesehaendler-mischen-sich-in-den-wahlkampf-ein.html#more-5725

Ergänzung der THE EUROPEAN-REDAKTION
Lidl entschuldigt sich – Ein schaler Geschmack bleibt

Wegen seiner Verkaufsaktion mit Spezialitäten wurde Lidl auf Facebook und Twitter mittlerweile heftig kritisiert. Ein belgisches Nachrichtenportal hatte die Retusche bemerkt und veröffentlicht.

Auch bundesdeutsche Politiker haben unterdessen zur Retuschier-Aktion Stellung bezogen: Jens Spahn und Ex-Unionspolitikerin Erika Steinbach twitterten:

Jens Spahn: __Wer Kreuze aus Landschaftsfoto rausretuschiert, der steht nicht f Vielfalt, sondern Selbstaufgabe #kopftisch #lidl__

Erika Steinbach: __Die Unterwerfung__

In einer Stellungnahme schreibt der Konzern, dass er sein Eridanous-Sortiment seit über zehn Jahren in den Filialen in ganz Europa verkauft und es in dieser Zeit immer wieder Veränderungen am Verpackungsdesign gab. „Es tut uns sehr leid, dass das aktuelle Design für Unmut sorgt, dahinter steckt keine böse Absicht. Wir werden das Feedback weitergeben und dieses bei der Gestaltung künftiger Verpackungen berücksichtigen.“

Weshalb die Kirchenkreuze auf den Verpackungen nicht zu sehen sind, dazu hatte sich der Konzern aber noch nicht geäußert. Nur Lidl Österreich veröffentlichte eine Meldung auf Facebook:

„Liebe Community. Wir möchten uns an dieser Stelle zu den Vorwürfen äußern, die aktuell im Netz kursieren: Keine Frage, hier ist ein Fehler passiert, das tut uns leid. Die Ausstattungen unserer griechischen Eridanous-Produkte werden nicht hier von Lidl Österreich entworfen, sondern von einem internationalen Team – wir haben darauf leider keinen Einfluss. Wir können euren Ärger aber verstehen und stehen mit den zuständigen Kollegen in Kontakt. Wir entschuldigen uns bei allen, die sich durch die Gestaltung verärgert fühlen.“

Die Retuschier-Aktion ist auch in kirchlichen Kreisen auf heftige Kritik gestoßen. So sprach der Prager Kardinal Dominik Duka von einer „kulturlosen und barbarischen Handlung“. Es gehe zwar “nur” um die Verfälschung von Fotografien, so der katholische Erzbischof von Prag. Dennoch sei es zu befürchten, „dass es demnächst zur Entfernung wirklicher Kreuze auch aus Kirchen kommen könnte“.

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