Kampf gegen Mutter Natur

von Jennifer Nathalie Pyka17.08.2012Außenpolitik, Innenpolitik, Medien

Feministinnen bekämpfen die männliche Wahrnehmung der Frau als Objekt. Dumm nur, dass gerade die Pro-Quote-Aktivistinnen auch nur Objekte vor Augen haben.

Mutter Natur kann manchmal wirklich ein starrsinniges Miststück sein. Da kämpfen Heerscharen an Feministinnen seit Jahrzehnten gegen die Degradierung der Frau zum Objekt an, rufen dafür Studiengänge wie „Feminist Studies“ ins Leben, schreiben ein Pamphlet nach dem anderen, widmen geradezu ihr gesamtes Dasein dem Feminismus, und doch war alles umsonst. Denn nun enthüllen Wissenschaftler, dass Frauen von Männern primär als Objekte wahrgenommen werden! Genauer gesagt, als Sexobjekte, was die Sache natürlich nicht besser macht. So erfahren wir auf “„Welt Online“”:http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article108619670/Frauen-werden-primaer-als-Sexobjekte-wahrgenommen.html bq. Das Team um den Psychologen Philippe Bernard von der Université Libre in Brüssel fand heraus, dass Frauen in Unterwäsche auf Fotos eher als Objekte wahrgenommen werden denn als Personen – ganz anders als die leicht bekleideten Männer. (…) Die Schlussfolgerung der Forscher: Männer werden eher als Personen, Frauen hingegen eher als Objekte wahrgenommen, schreiben sie im Fachmagazin „Psychological Science“. (…) Neurobiologisch scheinen diese Mechanismen in den “tiefen Etagen” unseres Gehirns fest verankert zu sein – etwa bis zum Hypothalamus und zur Amygdala, die unbewusst arbeiten.

Kampf dem Objekt!

Nun mag man darüber streiten, inwiefern es sich hier um eine bahnbrechende Neuigkeit handelt. Die Feministin wusste es schon immer, der Mann wohl auch, und in der Wissenschaft dürfte sich die Erkenntnis, wonach biologische Abläufe nicht zu regulieren sind, ebenfalls schon länger rumgesprochen haben. Relevanter ist, inwieweit ein Männerhirn den inneren Steinzeitmenschen an die Zügel nimmt, also ob Männer Frauen auch genau so behandeln, wie sie sie wahrnehmen. Das allerdings tangiert die Feministin von heute weniger. Sie bevorzugt den Kampf gegen das Grundübel (also Windmühlen), hat sich das Gefecht gegen Mutter Natur auf die Fahnen geschrieben, und dabei bleibt es. Nieder mit dem Objekt, egal was es trägt! Zu diesem Zweck erscheint der Feminismus in vielerlei Formen, Farben und Facetten. Seine derzeitige Lieblingswaffe ist umstritten, politisch und nennt sich “Frauenquote.”:http://www.theeuropean.de/jennifer-pyka/11466-quotenquatsch-versus-individualismus Ein Konstrukt, das Diskriminierung vorbeugen soll und gleichzeitig Diskriminierung erzeugt. Während fähigen Frauen der Zugang zum Beruf einst verwehrt war, weil sie Frauen waren, so könnten sie künftig unabhängig von ihren Fähigkeiten bestimmte Positionen erreichen, weil sie Frauen sind. Daraus resultierend verachtet “die Pro-Quote-Feministin”:http://www.theeuropean.de/alexander-goerlach/11513-zielsetzung-der-frauenquote das Individuum und liebt das Kollektiv. Genauer: Das „Wir Frauen“ – Kollektiv, bestehend aus allen Frauen – angefangen bei der Friseuse in Wuppertal bis hin zur Immobilienmaklerin auf Sylt, denen aufgrund des gleichen Geschlechts gleiche Interessen unterstellt werden. Eine herrlich individualismusfeindliche Logik also, die dazu führt, dass auch in puncto Quote einzig und allein das Geschlecht zählt. Oder, um es treffender zu formulieren: Die Frau als Objekt, nicht als Person. Ein Skandal!

Relevant ist, wer das Objekt betrachtet

Doch halt! Sind es nicht die Männer, die Frauen als Objekt wahrnehmen und das tunlichst zu unterlassen haben? Nun, geschenkt. “Denn schließlich geht es bei der Quote”:http://www.theeuropean.de/jennifer-pyka/11466-quotenquatsch-versus-individualismus um eine als allgemein „gut“ anerkannte Sache. Man muss eben differenzieren, und zwar zwischen den Blickwinkeln, die entweder Bart tragen oder die „Emma“ lesen. Männer dürfen Frauen nicht als Objekt sehen, nicht mal ausnahmsweise, das gehört sich nicht. Feministinnen im Kampf für die Quote ist das hingegen erlaubt. Und eigentlich sind Feministinnen sogar die schlimmeren Männer, weil sie Frauen nicht nur als Objekte wahrnehmen, sondern sie sogar entsprechend behandeln. Aber das sollte sich besser nicht rumsprechen, denn sonst wird das nix mit dem Kampf gegen das Objekt, den Bikini und Mutter Natur.

KOMMENTARE

MEIST KOMMENTIERT

Die erstaunlichen Geschäfte der Greta Thunberg-Lobby

Greta Thunberg bricht mit einem Segelboot in die USA auf. Das globale Medienspektakel um die Klimaschützerin erreicht einen neuen Höhepunkt. Doch im Hintergrund ziehen Profis ihre PR-Strippen und machen erstaunliche Geschäfte.

"Ganz klar die Ausländerkriminalität."

Vor einigen Wochen stellte Friedrich Merz völlig zu Recht - aber natürlich auch völlig entsetzt - fest, dass sehr viele Polizisten und Soldaten mittlerweile Unterstützer der Alternative für Deutschland sind.

Der Rest der Welt hält Deutschland für verblödet

Deutschland ist nur für kaum mehr als 1 % des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich ist, während China, der größte Emittent, vom Pariser Klimaschutzabkommen das Recht auf Steigerung seiner CO2-Emissionen eingeräumt bekommen hat. Die politisch herbeigeführte Verelendung der deutschen Bevölk

Die SPD tut eigentlich sehr viel für die Menschen

Die Halbzeitbilanz entscheide über den Verbleib der SPD in der GroKo, sagt die kommissarische Parteichefin Schwesig. Was sie weiter saghte, sehen Sie hier!

Unsere Positionen sind keineswegs AfD-nah

Gern unterstellen unsere Gegner der WerteUnion, unsere Positionen seien AfD-nah. Die Realität ist aber, dass die WerteUnion Positionen vertritt, die über Jahrzehnte unbestritten Positionen der CDU/CSU waren. Leider hat die alte Parteiführung diese Positionen in den letzten Jahren aber über Bord

Warum Sie aus der Klimakirche austreten sollten

Es gibt in der Wissenschaft unterschiedliche Meinungen darüber, ob es eine allgemeine Klimaerwärmung gibt und welchen Anteil der Mensch daran hat. Diese unterschiedlichen Positionen werden von Politik und Systemmedien nicht offen diskutiert; vielmehr wird wahrheitswidrig behauptet, dass nur ein un

Mobile Sliding Menu