Mode ohne Models

Jennifer Dixon8.12.2009Gesellschaft & Kultur, Medien

Ob Stars oder das Mädchen von nebenan, die InStyle und bald auch die Brigitte zeigen Mode nicht an Models. Bei der InStyle geht dieses Konzept auf, und auch für die Brigitte stehen die Chancen gut.

InStyle zeigt Mode an Stars, nicht an Models – also an Menschen mit verschiedensten Figuren und unterschiedlichen Alters. Dieses Konzept macht ganz sicher den Erfolg von InStyle mit aus. Insofern stehe ich der Idee der Brigitte, Mode nicht an Models, sondern an “normalen” Frauen zu fotografieren, durchaus positiv gegenüber.

Kindergrößen für den Laufsteg

Die neuen Kollektionen der Designer werden in Musterkollektionen für Fashionshootings zur Verfügung gestellt. Gängig sind da die sehr kleinen Größen, 32 und 34 – für durchschnittliche Proportionen überhaupt nicht geeignet. Besonders die Laufstegkollektionen italienischer und französischer Designer sind sehr klein geschnitten. Die Mustergröße deutscher Designer entspricht aber einer 36. Da die Brigitte vor allem deutsche Mode fotografiert und es bei uns auch viele Labels gibt, die in größerer Konfektion schneidern, wird es da bei den Shootings kaum Probleme geben. Bei der InStyle merken wir, dass es den Leserinnen gefällt, Mode an Frauen verschiedenen Alters und mit unterschiedlichen Figuren zu sehen. Eine Tatsache ist, dass Models immer ein Stück weit für ihre Zeit stehen: elegante Frauen mit Sanduhr-Figur in der Nachkriegszeit, Twiggy Ende der 60er, Cindy Crawford, Claudia Schiffer und Naomi Campbell als Supermodels und Powerfrauen der 80er-Jahre, Kate Moss als Grunge-Ikone in den 90er-Jahren. Möglicherweise befinden wir uns in einer Phase, in der sich das Schönheitsideal ändert und wieder mehr Proportionen gefragt sind. Es ist schwer zu sagen, in welchen Bereichen sich da eine Trendwende abzeichnet. Vor allem in der Werbung gibt es nach wie vor verschiedene Ansprüche. Beispielweise wirbt Dove schon seit längerer Zeit mit ganz “normalen” Frauen. Dove ist aber eine Kosmetikfirma, in deren Marketingstrategie es um Körperlichkeit und Natürlichkeit geht. Deswegen ist das naheliegend. So hat jedes Unternehmen eine andere, auf sein Produkt zugeschnittene Strategie.

Asien auch unter Models im Vormarsch

Auch in der Mode gibt es unterschiedliche Ansprüche: coole, hippe Mädchen für junge Marken oder feminine Models für Unterwäsche. Ein Trend zeichnet sich meiner Meinung nach eher in einer zunehmenden Internationalität bezüglich der Gesichter auf den Laufstegen ab. Die asiatischen Länder sind für Modelabels und Magazine im Moment sehr interessant, ihr Einfluss wird stärker werden.

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