Wir dürfen der AfD nicht das Feld überlassen

von Jan Philipp Knoop31.08.2018Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik, Medien

Wir sagen immer, dass wir das Feld nicht der AfD oder den Rechten überlassen dürfen. Genau das tun wir gerade wieder in Chemnitz, meint Jan Philipp Knoop.

Die gewaltvollen Ausschreitungen in Chemnitz sind nicht zu rechtfertigen. Es wird aber pauschalisiert, wenn davon gesprochen wird, dass ein rechter Mob durch Chemnitz gezogen ist.

Ich will nichts beschönigen oder verharmlosen. Natürlich sind dort auch Rechtsextreme und Idioten unterwegs, die auch vor Gewalt nicht zurückschrecken. Dies gilt es zu verurteilen und zu bekämpfen.

Alle Menschen, die aufgrund des Mordes vom Sonntag auf die Straße gegangen sind jedoch als rechten Mob oder Rechtsextreme zu bezeichnen, steht einer sachlichen Beurteilung der Situation entgegen. Pauschale Urteile dienen keiner Lösung.

Ich kann jeden verstehen, der von der Art und Weise dieses Verbrechens schockiert ist. Mir geht es nicht anders. Jeden zu verurteilen, der die Nationalität der mutmaßlichen Täter ins Spiel bringt halte ich für falsch. Jemand der sagt, dass er keine Syrer hier haben möchte, die mit Messern andere Menschen bedrohen oder abstechen, ist weder Nazi noch ausländerfeindlich. Es gibt kulturelle Verhaltensweisen, die in der islamischen Welt ihre Heimat haben. Einige davon sind mit unserer Kultur und unseren Gesetzen nicht vereinbar.

2018 ist das gelebte Realität. Es ist bereits passiert und es wird wieder passieren. Die Politik kann diesen Menschen keine Antwort auf ihre Fragen geben. Es wird aus der Ferne geurteilt und alleine gelassen. Da ist es nur die einzig logische Schlussfolgerung, dass die Zustimmung für die AfD weiter wächst.

Wie wollen wir denn die Menschen für unsere Politik begeistern, wenn wir sie ohne mit der Wimper zu zucken als rechten Mob bezeichnen? Es ist doch klar, dass solche Äußerungen die Menschen in die Arme der AfD treibt.

Es gibt auch von der AfD Äußerungen, die den demokratischen Rahmen sprengen. Da darf es auch nicht zu Gewaltaufrufen oder Ähnlichem kommen. Wenn sich die Menschen aber im Stich gelassen fühlen, gehen sie lieber zu jemandem, der deutliche Worte findet und teilweise auch überzieht und bewusst provoziert als zu jemandem, der ihnen nicht zuhört und sie in die rechte Ecke stellt.

Wir sagen immer, dass wir das Feld nicht der AfD oder den Rechten überlassen dürfen. Genau das tun wir gerade wieder in Chemnitz.

Mein Beileid gilt den Angehörigen der Opfer.

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