Es gibt keine gleichwertigen Lebensverhältnisse in Deutschland

von Jan Korte5.05.2019Innenpolitik

Die neue Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung zeigt, dass unser Land bei den verfügbaren Einkommen weiter getrennt ist.

Von „gleichwertigen Lebensverhältnissen“, wie sie im Grundgesetz als Ziel festgeschrieben sind, ist Deutschland noch Meilen weit entfernt. So verdienen die Menschen in Ostdeutschland rund 20 Prozent weniger, als die im Westen. Neben dem Osten sind mittlerweile aber auch manche Regionen im Westen abgehängt.

So liegen zwischen dem Landkreis Starnberg unweit von München, wo jeder Einwohner 2016 im Schnitt fast 35.000 Euro zur Verfügung hatte, und der Ruhrpott-Metropole Gelsenkirchen Welten. Dort kommen die Einwohner statistisch betrachtet mit 16.200 Euro auf nicht mal die Hälfte. Und auch in den beiden Landkreisen in meinem Wahlkreis sieht es nicht viel besser aus:

18.207 Euro im Salzlandkreis und 18.669 Euro in Anhalt-Bitterfeld erlauben vielen Menschen auch fast 30 Jahre nach der Wende eben kein gutes Leben.

Anstatt nun wie Union und FDP die Abschaffung des Soli, als Wahlgeschenk für ihre wohlhabende Klientel, zu fordern, muss das Kaputtsparen der öffentlichen Daseinsvorsorge ein Ende haben.

Wir brauchen schnellstmöglich einen Solidarpakt III für strukturschwache Regionen, wie ihn DIE LINKE schon lange fordert.

Besserer öffentlicher Nahverkehr und wohnortnahe Schulen, mit ausreichend Lehrkräften, verlangen eine vernünftige Finanzierung. Der riesige Investitionsstau im Land muss deshalb durch massive öffentliche Investitionen in die digitale Infrastruktur, für gut ausgestattete Schulen und Unis, Kitas, Pflegeheime, Straßen und Brücken aufgelöst werden.

KOMMENTARE

MEIST KOMMENTIERT

Die erstaunlichen Geschäfte der Greta Thunberg-Lobby

Greta Thunberg bricht mit einem Segelboot in die USA auf. Das globale Medienspektakel um die Klimaschützerin erreicht einen neuen Höhepunkt. Doch im Hintergrund ziehen Profis ihre PR-Strippen und machen erstaunliche Geschäfte.

"Ganz klar die Ausländerkriminalität."

Vor einigen Wochen stellte Friedrich Merz völlig zu Recht - aber natürlich auch völlig entsetzt - fest, dass sehr viele Polizisten und Soldaten mittlerweile Unterstützer der Alternative für Deutschland sind.

Der Rest der Welt hält Deutschland für verblödet

Deutschland ist nur für kaum mehr als 1 % des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich ist, während China, der größte Emittent, vom Pariser Klimaschutzabkommen das Recht auf Steigerung seiner CO2-Emissionen eingeräumt bekommen hat. Die politisch herbeigeführte Verelendung der deutschen Bevölk

Die SPD tut eigentlich sehr viel für die Menschen

Die Halbzeitbilanz entscheide über den Verbleib der SPD in der GroKo, sagt die kommissarische Parteichefin Schwesig. Was sie weiter saghte, sehen Sie hier!

Unsere Positionen sind keineswegs AfD-nah

Gern unterstellen unsere Gegner der WerteUnion, unsere Positionen seien AfD-nah. Die Realität ist aber, dass die WerteUnion Positionen vertritt, die über Jahrzehnte unbestritten Positionen der CDU/CSU waren. Leider hat die alte Parteiführung diese Positionen in den letzten Jahren aber über Bord

Warum Sie aus der Klimakirche austreten sollten

Es gibt in der Wissenschaft unterschiedliche Meinungen darüber, ob es eine allgemeine Klimaerwärmung gibt und welchen Anteil der Mensch daran hat. Diese unterschiedlichen Positionen werden von Politik und Systemmedien nicht offen diskutiert; vielmehr wird wahrheitswidrig behauptet, dass nur ein un

Mobile Sliding Menu