Wer zu doof ist, ein Loch in die Wand zu bohren, ist definitiv ungeeignet, ein AKW zu betreiben. Renate Künast

und Tschüss...

Wir können autark leben, ohne unseren Lebensstandard aufgeben zu müssen, ist die Botschaft der Open Source Ecology Bewegung – dazu braucht es nur das Know How und dessen Weitergabe. Ein Baukasten mit Instruktionen und Werkzeugen zu autarkem Leben soll es nun möglich machen, uns vom wirtschaftlichen Weltgeschehen zu verabschieden.

Die größte Motivation autark zu leben, ist der Wunsch, Verantwortung für die Welt um uns herum zu übernehmen. Wir können uns auf alle Möglichkeiten verlassen, die die Welt uns zu bieten hat doch diese geraten mehr und mehr außer Kontrolle. Oder wir können uns dazu entscheiden, Verantwortung zu übernehmen und die fortgeschrittene Technologie zu nutzen, die uns zur Verfügung steht, um mehr Gemeinwesen und belastbarere Gemeinschaften zu schaffen.

Schumacher (Autor von Small is Beautiful) und Gandhi waren Pioniere dieses Konzeptes. Moderne Technologie und Informationsweitergabe machen ein eigenständiges Leben heute möglich.

Gleicher Lebensstandard in autarker Gemeinde möglich

Viele Menschen glauben, wir hätten nicht die Basis an Energie oder Material zu Verfügung, um autark zu leben ohne auf einen niedrigeren Lebensstandard zurück kehren zu müssen. In Wahrheit jedoch, können wir aus Sand Silikon machen und aus Ton, Aluminium – wenn wir die Energie und das Knowhow dazu haben.

Daher behaupte ich, dass fortschrittliche Zivilisationen aus dem Dreck und den Zweigen um uns herum kreiert werden können. Uneingeschränkter Zugang zu Informationen und Fachwissen kann helfen, dies zu verwirklichen.

Wir müssen uns unserer Fähigkeit zu lernen, uns als Lebewesen zu entwickeln, bewusst werden. So können wir fähiger, verantwortungsbewusster und mächtiger als jedes vorhergehende Zeitalter werden.

Diese Botschaft ist keine neue; jeder große Anführer hat versucht uns dieser Möglichkeiten zu erinnern. Mit den heutigen materiellen und technologischen Mitteln, ist es einfacher denn je, unabhängig, autark, verantwortlich zu leben.

Um die Umstellung einfacher zu machen, arbeiten wir gerade an einer Art Bausatz. Wir stellen Werkzeuge und Mittel zusammen, die helfen unabhängig und verantwortungsvoll zu leben – ein Global-Village-Bausatz, damit sich der Mensch zur Freiheit entwickelt.

Autarkes Leben und Verantwortung?

Wir können entweder verantwortlich dafür sein, unsere Bedürfnisse gemeinsam mit unseren Gemeinschaften zu befriedigen oder wir können stehlen und töten, um an unsere Rohstoffe zu kommen. In unserer verrückten Welt, ist letzteres die Norm.

Heute umkreisen Produkte unter einem immensen Infrastrukturaufwand mehrmals den Globus, bevor sie an ihr Ziel gelangen. Doch man könnte sie auch auf einer viel kleineren Ebene herstellen und benutzten. Dies ist ein sehr viel effektiverer und verantwortungsbewussterer Weg, zu produzieren. Der direkte Feedback Loop über Ressourcennutzung kann dann helfen, Probleme wie Ressourcenkonflikte und Tendenzen zur Überpopulation zu lösen.

Wir, die Open Source Ecology Bewegung, wissen, dass wir eine fortgeschrittene Zivilisation auf globaler Ebene kreieren können. Mit unserem Bausatz versuchen wir nun erst einmal, das autarke, verantwortungsbewusste Leben innerhalb einer Gemeinschaft von allein schon 100 Menschen, möglich zu machen.

Durch das Übernehmen von Verantwortung, können wir den Kampf um das schiere Überleben überwinden – ein Kampf, den wir als Menschheit noch nicht bewältigt haben. So, dass wir uns bedeutenderem Streben widmen können. Dies erfordert, dass wir uns umschulen – von fortgeschrittenen bürokratischen Fähigkeiten zu praktischerem Fachwissen und einer engeren Bindung zur Natur. Wir haben die Wahl, Sklaven zu bleiben oder uns zur Freiheit zu entwickeln.

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Adam Franke, Christiane Lambrecht, Susanne Wenzel.

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