Einen Cappuccino auf den Euro

von Jacopo Barigazzi14.08.2012Außenpolitik, Gesellschaft & Kultur

Überall auf der Welt ist Italien: In den Restaurants, in den Cafés, in den Modeläden. Das Land profitiert davon kaum. Stimmen werden laut, es müsste wieder seinen ganz eigenen Weg gehen.

Überall auf der Welt trinken Menschen Espresso und Cappuccino, genießen Eiscreme und Pizza und tragen Armani oder Prada: Alles Symbole italienischer Lebensart. Selbst in Großbritannien trinkt man seit 1998 mehr Kaffee als Tee. Aber diese Entwicklung beschränkt sich nicht nur auf die westliche Welt: Japaner stehen auf italienische Mode, die oberen Klassen in China und Indien genießen es mittlerweile, französisch oder italienisch zu sein, während die Kaffeemarke Lavazza die Geschmäcker im Rest von Indien zu erobern versucht. Das verblüffte vor einigen Jahren auch den Redakteur einer US-amerikanischen Wochenzeitschrift, der schrieb: „Wie kommt es, dass ich mich italienisch kleide, italienisch esse und meine zweite Ehefrau Italienerin ist, aber immer wenn ich über Berlusconi und italienische Politik lesen, mich die Angst überkommt?” Während sich die

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