„Wo bitte geht´s nach Stanford“

von Isabelle Liegl9.11.2018Gesellschaft & Kultur, Medien

Damit Kinder ihre Talente umsetzen können und Ziele erreichen, brauchen sie Förderung und Forderung. Viele Eltern geben sich während der Schulzeit zu oft mit dem Mittelmaß zufrieden, wünschen sich jedoch für ihre Kinder anschließend den bestmöglichen und mit steigendem Interesse auch internationalen Bildungsweg. Ein Beitrag von Isabelle Liegl.

Wie können Eltern und die Schule ihre Kinder unterstützen und begleiten, damit (sehr) gute internationale Universitäten kein Traum bleiben? Was sind die Meilensteine auf dem erfolgreichen Weg an eine (sehr) gute internationale Universität?

Natürlich eine gute Abiturnote, aber darüber hinaus auch die Bereitschaft zur Begeisterung, denn wie André Stern richtig bemerkt, ist „der Erfolg die Nebenwirkung von Begeisterung!“ Diese Bereitschaft fördert die Fokussierung und Ausdauer und fordert gleichzeitig auf, sich nicht mit weniger zufrieden zu geben, als man leisten und schaffen kann. Zeitlich sind die Jahre vor dem Abitur sehr wichtig, weil sie den Schülern und Schülerinnen ermöglichen sich rechtzeitig den Bewerbungsanforderungen im Ausland zu stellen. Die eigene Nabelschau, das Ausloten der persönlichen Chancen und Möglichkeiten, die Wahrnehmung der Stärken und Schwächen und die Initiative und Umsetzung einer persönlichen und individuellen Marketingstrategie sind weitere Meilensteine. Junge Menschen lernen dabei sehr viel, insbesondere über sich selbst, und vor allem was es braucht, um zu erreichen, was sie sich vorgenommen haben.

Kommt ein Schüler von einem deutschen Gymnasium, hat er oder sie eine gute Allgemeinbildung genossen, doch wird weder erklärt, noch realisiert, was notwendig ist, um bei internationalen Bewerbungen zu reüssieren.
Eine große Unterstützung wäre die Ganztagesschule, wie sie zum Beispiel in den angelsächsischen Ländern, in Frankreich oder den USA praktiziert wird, zumal wenn Eltern nicht unterstützen können oder wollen. Diese Form der Schule informiert und strukturiert. Sie füllt den Tag sinnvoll aus, sie fördert und fordert Wettbewerb, sie ermöglicht und organisiert auch nichtakademische Tätigkeiten und Erfahrungen und sie schafft die Grundlagen, die es den Kindern erleichtert sich an internationalen Universitäten erfolgreich zu bewerben. Ich möchte an dieser Stelle auch Jack Ma zitieren, den Gründer des chinesischen Internetkonzerns Alibaba, der in einem Vortrag postuliert hat, daß Eltern und die Schule sich überlegen sollten was ein Computer nicht kann, um ihre Kinder optimal auf die Zukunft vorzubereiten (nachzulesen in „Ohne Mut, Risikobereitschaft und Durchhaltevermögen geht es nicht!“ in www.isabelle-liegl.com).

Weitere Bausteine einer internationalen Bewerbungsstrategie sind neben sehr guten Englischkenntnissen auch die Förderung der PC Kompetenz unserer Kinder. Die Förderung ihrer digitalen Kompetenz muss als Querschnittsaufgabe über alle Fächer hinweg verstanden werden, denn das Programmieren bereitet unsere Kinder auf die Zukunft vor. Wir müssen endlich erkennen, dass sie nicht mehr im Wald im Einklang mit der Natur aufwachsen, sondern in einer Welt voller Technik, die sich zudem ständig weiterentwickelt. Es ist daher unabdingbar, dass Eltern und die Schule nicht nur den Umgang mit der Natur fördern und fordern, sondern auch mit der Digitalisierung unserer Welt („Education meets Future“ – nur leider nicht an deutschen Schulen“, “Wie muss Schule sein, damit es unseren Kindern auch in Zukunft gut geht“ in www.isabelle-liegl.com).

Eine internationale Sozialisierung trägt dazu bei, dass Kinder tolerant und offen werden und angstfrei einer kulturell fremden Welt begegnen. Hier helfen internationale Sport-, Arbeits- oder Freizeitprogramme, Reisen, insbesondere Fernreisen, vor allem jenseits der Komfortzone, internationale Feriencamps und Austauschprogramme jeglicher Art.

Isabelle Liegl, deren Söhne in den USA studiert haben, beschreibt in „ Wo bitte geht´s nach Stanford“ wie man mit einer positiven und werte-orientierten Erziehung sowie mit Entscheidungen zur rechten Zeit, Begeisterung, Selbstvertrauen, Motivation und Durchhaltevermögen der Kinder fördern, aber auch fordern kann. Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse während der Kindergartenzeit und Schule, vor allem während der wichtigen Jahre vor dem Abitur, bilden zusammen mit den wegweisenden Informationen und Tipps zum Thema Bewerbungen an den Top Universitäten der Welt einen wertvollen Wegweiser zu der bestmöglichen internationalen Ausbildung. Dazu gehört auch, wie man ein Studium vor allem in den USA auch ohne wohlhabende Eltern finanzieren kann. Den Abschluss bilden kulturelle Besonderheiten in den USA, die es potentiellen Studienbewerbern erleichtern sollen zu erkennen, worauf sie sich einlassen. Auch werden der Sinn oder Unsinn eines Gap Years sowie die Möglichkeiten und Anforderungen eines Schuljahres in den USA oder in Kanada thematisiert.
Der Psychologe und Erziehungswissenschaftler Albert Wunsch ergänzt das Thema im Anschluss mit seiner wissenschaftlichen Analyse einer behutsamen Erziehung zwischen Unter- und Überforderung.

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