Die Verfassung ist doch kein Abreißkalender. Ralf Stegner

Hubertus Knabe

Hubertus Knabe

Der Historiker (geb. 1959 in Unna) ist seit 2001 Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Seine Eltern waren 1959 aus der DDR geflohen. Er studierte Germanistik und Geschichte an der Uni Bremen und engagierte sich früh bei Bündnis 90/Die Grünen. An der FU Berlin promovierte er zum Thema Umweltkonflikte im Sozialismus – Eine vergleichende Analyse der Umweltdiskussion in der DDR und Ungarn. Von 1992 bis 2000 arbeitete er in der Forschungsabteilung des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen. Knabe setzt sich vor allem für eine kritische Aufarbeitung der DDR-Geschichte ein.

Zuletzt aktualisiert am 16.05.2019

Debatte

Willy Brandt und das Ende einer Kanzlerschaft

Vor 45 Jahren trat Willy Brandt vom Amt des Bundeskanzlers zurück. In den frühen Morgenstunden des 24. April 1974 war sein persönlicher Referent Günter Guillaume als Stasi-Agent verhaftet worden.

Debatte

Stalins Verklärung durch die Linken

Warum sind die Verbrechen Stalins in Deutschland so wenig präsent? Bis 1989 waren sie in Ostdeutschland ein gut gehütetes Geheimnis. Und auch danach gerieten sie bald wieder in Vergessenheit. Nur die SED-PDS machte plötzlich den Stalinismus statt sich selbst für das Unrecht in der DDR verantwortlich. Und der Westen? Teil 2 des Rückblicks auf die frühen Jahre der SED-Diktatur.

Debatte

Der Blick nach rechts

Kritiker des Kommunismus als „rechtsradikal“ zu diskreditieren, hat eine lange Tradition. Schon der Volksaufstand am 17. Juni 1953 wurde von der SED als „faschistischer Putschversuch“ bezeichnet. Und vom Glauben an den Sozialismus abgefallene Intellektuelle wurden als rechte „Kalte Krieger“ verunglimpft.

Debatte

Die Ernennung Holms wäre eine Zumutung

Für die Opfer der SED-Diktatur wäre die Ernennung Holms eine Zumutung. Sie zeigt, dass die Partei Die Linke, allen Lippenbekenntnissen zum Trotz, beim Umgang mit der DDR-Vergangenheit immer noch nicht begriffen hat, dass nicht jedermann für jeden Posten geeignet ist. Ausgerechnet in der Mauerstadt einen ehemaligen Stasi-Mann in die Regierung holen zu wollen, zeugt von großer politischer Ignoranz.

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