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Energie- und Inflationskrise: 82 Prozent der Deutschen fühlen sich belastet

Hermann Binkert8.09.2022Medien, Politik

Dass der Winter 2022/23 schwierig wird, ist angekommen. Acht von zehn Befragten (82 Prozent) fühlen sich persönlich bereits jetzt durch die aktuell steigenden Preise (eher) stark belastet. Von Hermann Binkert

Inflation, Euro löst sich auf in der Hand

Quelle: Shutterstock

Eine Mehrheit (52 Prozent) sagt, dass sich ihre persönliche wirtschaftliche Situation in diesem Jahr (eher) verschlechtert hat. Und noch mehr Befragte (55 Prozent) rechnen damit, dass sich ihre persönliche wirtschaftliche Situation bis zum Ende des Jahres (weiter) verschlechtern wird.

Die große Mehrheit der Befragten (61 Prozent) will darauf reagieren und plant, wegen der gestiegenen Heizkosten weniger zu heizen als im Vorjahr.

Interessant ist, dass AfD-Wähler (36 Prozent) dies deutlich seltener als die Wähler anderer Parteien vorhaben. Bei den anderen Wählergruppen planen dies zwischen 50 Prozent (Die Linke) und 76 Prozent (Bündnis90/Die Grünen).

Im Blick auf die Russland-Sanktionen bleiben die Deutschen gespalten: Gut jeder zweite Befragte (52 Prozent) ist (eher) dafür, dass die infolge des Russland-Ukraine-Krieges verhängten Sanktionen gegen Russland auch im Winter fortgeführt werden.

Jeder Dritte (33 Prozent) ist hingegen (eher) gegen eine Fortführung der Sanktionen.

Niemand sollte die Augen davor verschließen, dass die Akzeptanz für diese Sanktionen in den letzten Monaten bereits gesunken ist.

Und die erwartbaren zusätzlichen Belastungen, die bei vielen in den nächsten Wochen und Monaten zu weiteren Einschränkungen führen werden, könnten die Zustimmung zu den Russland-Sanktionen wahrscheinlich weiter senken. Schon heute ist eine knappe relative Mehrheit der Befragten in Ostdeutschland gegen die Fortführung der Russland-Sanktionen (43 Prozent dagegen zu 41 Prozent dafür). Auch bei den Befragten unter 50-Jährigen gibt es bereits heute eine deutliche relative Mehrheit gegen die Russland-Sanktionen (44 bis 46 Prozent).

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