Eine Synthese unseres Jahrhunderts

Helmut Moll22.12.2018Gesellschaft & Kultur

Kein Geringerer als Papst Johannes Paul II. hat das Leben von der Heiligen Schwester Teresia Benedicta a C „gleichsam eine Synthese unseres Jahrhunderts“ genannt. Wie so viele Juden, starb auch sie 1942 im KZ Auschwitz. Das bewegte Leben der heiligen Schwester

Sie selbst hat über die Daten ihrer Kindheit und Jugend folgendes berichtet: „Am 12. Oktober 1891 wurde ich, Edith Stein, Tochter des verstorbenen Kaufmanns Siegfried Stein und seiner Frau Auguste geb. Courant, in Breslau geboren. Ich bin preußische Staatsangehörige und Jüdin. Von Oktober 1897 bis Ostern 1906 besuchte ich die Viktoriaschule (städtisches Lyzeum) in Breslau und von Ostern 1908 bis Ostern 1911 die ihr angegliederte Studienanstalt realgymnasialer Richtung, an der ich sodann die Reifeprüfung bestand. Oktober 1915 erwarb ich mir durch Ablegung einer Ergänzungsprüfung das Reifezeugnis eines humanistischen Gymnasiums. Von Ostern 1911 bis Ostern 1913 studierte ich an der Universität Breslau, dann weitere vier Semester an der Universität Göttingen Philosophie, Psychologie, Geschichte und Germanistik. Im Januar 1915 bestand ich in Göttingen das Staatsexamen pro facultate docendi in Philosophischer Propädeutik, Geschichte und Deutsch. Am Ende dieses Semesters unterbrach ich meine Studien und war einige Zeit im Dienste des Roten Kreuzes tätig. Vom Februar bis zum Oktober 1916 vertrat ich einen erkrankten Oberlehrer an der obengenannten Studienanstalt in Breslau. Dann siedelte ich nach Freiburg i. Br. über, um als Herrn Professor Husserls Assistentin zu arbeiten.“ – Die eingereichte Doktorarbeit hatte das Problem der Einfühlung zum Gegenstand.

Hier sei zunächst stichwortartig der weitere Lebenslauf skizziert: Sie bestand das Rigorosum „summa cum laude“, wie sie schon Abitur und Staatsexamen ausgezeichnet absolviert hatte. Sie beendete ihre Tätigkeit als persönliche Assistentin Edmund Husserls im Jahre 1918 und kehrte bei Kriegsende nach Breslau zurück. Dort trat sie der Deutschen Demokratischen Partei bei und war einige Zeit intensiv politisch tätig. Jedoch wandte sie sich bald erneut der wissenschaftlichen Arbeit zu: Sie erarbeitete eine Studie „Beiträge zur philosophischen Begründung der Psychologie und der Geisteswissenschaften“ und versuchte, sich mit dieser Arbeit zu habilitieren, doch ohne Erfolg.

Daher eröffnete sie im Elternhaus eine Art privater Akademie und gab Einführungskurse in die Phänomenologie Husserls. Sie hielt auch Vorlesungen an der Volkshochschule über ethische Grundfragen und erteilte Fortbildungskurse für Arbeiterinnen und Angestellte. Im Jahr 1921 weilte sie für längere Zeit bei dem befreundeten Philosophenehepaar Conrad-Martius in Bergzabern in der Pfalz. Dort wurde sie am 1.1.1922 durch die Taufe in die kath. Kirche aufgenommen. Von Ostern 1923 bis Ostern 1931 war sie am Lyzeum und am kath. Lehrerinnenseminar der Pfalz in Speyer tätig. Während dieser Zeit setzte sie dort ihre wissenschaftliche Arbeit fort. Unter anderem entstanden zwei große Übersetzungswerke: „Briefe und Tagebücher bis zum Übertritt zur Kirche“ von Kardinal John Henry Newman und „Quaestiones disputatae de veritate“ von Thomas von Aquin. Ab 1925 hielt sie zahlreiche Vorträge zu pädagogischen Themen im In-und Ausland, hauptsächlich zur Frauenfortbildung. 1931 unternahm sie mit der Arbeit „Potenz und Akt“ einen zweiten Habilitationsversuch, der jedoch – aus nicht ganz geklärten Gründen – wiederum scheiterte. Sie nahm dann eine Dozentenstelle am Deutschen Institut für wissenschaftliche Pädagogik in Münster an, die sie im Februar 1933 ihrer jüdischen Abstammung wegen aufgeben musste. Im Oktober dieses Jahres trat sie in den Kölner Karmel ein und erhielt bei der Einkleidung am 15.4.1934 den erbetenen Namen Teresia Benedicta a Cruce. Am 21.4.1935 legte sie die zeitlichen, am 21.4.1938 die ewigen Gelübde ab. Nach der Pogromnacht 1938 siedelte sie in den Karmel in Echt (Niederländisch Limburg) über. Dort wurde sie am 2.8.1942 von der Gestapo verhaftet, zunächst in das Lager Westerbork und am 7. 8. in den Osten deportiert. Nach amtlichen Ermittlungen hat sie in Auschwitz-Birkenau am 9.8.1942 einen gewaltsamen Tod erlitten. Während der Homilie bei ihrer Seligsprechung am 1.5.1987 in Köln erklärte Johannes Paul II.: „Die Kirche stellt uns heute Schwester Teresia Benedicta vom Kreuz als selige Märtyrin, als Beispiel heroischer Christusnachfolge zur Verehrung und Nachahmung vor Augen“. Im Namen des federführenden Erzbistums unterstrich Kardinal Joseph Höffner bei seiner Bitte um deren Seligsprechung die Tatsache: Die Karmelitin „starb als Märtyrin für ihren Glauben an Christus und für ihr Volk“. Der gleiche Papst sprach sie am 11.10.1998 in Rom heilig.

Zwischen dem 12.10.1891 und dem 9.8.1942 hat sich das Leben der Heiligen entfaltet; es war ein bewegtes, schicksalsschweres Leben einer an Herz und Geist ungewöhnlich begabten Frau. Die Jahre ihrer ersten Kindheit – an den 1893 verstorbenen Vater hatte sie keine eigenen Erinnerungen – waren zwar auch geprägt durch die zunächst sehr beengte finanzielle Lage der Familie, noch mehr aber durch die warme Liebe ihrer Mutter, ihrer sechs älteren Geschwister und der ganzen großen Verwandtschaft. Vater und Mutter entstammten alten jüdischen Kaufmannsfamilien; der Vater kam aus Gleiwitz, die Mutter aus Lublinitz. Der energischen, geschäftstüchtigen Auguste S. gelang es, den noch verschuldeten Holzhandel ihres Mannes zu einer angesehenen Firma hochzubringen. In Preußen – zu dem Schlesien gehörte – hatten die Juden 1812 erstmals volle bürgerliche Gleichberechtigung erhalten; 1871 wurden diese Rechte auf das ganze Deutsche Reich ausgedehnt. Der Emanzipation folgte in weiten Kreisen des Judentums eine Assimilierung an die nichtjüdische Umwelt. Den neuen ökonomischen Möglichkeiten hatte sich eine kulturelle Anpassung verbunden. In vielen jüdischen Gemeinden trat eine starke Liberalisierung im Kult und in den religiösen Gesetzes-vorschriften zutage. Das machte sich auch in den Familien S. und Courant bemerkbar. Während Auguste S. dem überlieferten Glauben tief verbunden blieb, lösten sich ihre Kinder weitgehend von der Glaubenspraxis des Judentums.

Das galt auch für Edith. Sie selbst erklärte, dass sie als Halbwüchsige das Beten ganz bewusst und freiwillig aufgegeben habe. Ihre jüdische Abstammung aber hat sie niemals verleugnet. Wenn etwa in ihrer Umgebung eine antisemitische Bemerkung fiel – das kam auch im Kaiserreich gelegentlich vor –, gab sie sofort ihr Judentum freudig zu erkennen. Religiöse Überzeugungen standen damals jedoch nicht hinter dieser Solidarisierung mit jüdischem Leben. Sie entsprang bei ihr vielmehr dem gesunden Selbstbewusstsein, wie es Menschen eigen ist, die ihre ethnische Herkunft von Herzen bejahen.

Erst als sie Christin geworden war, – so gewinnt man aus ihren Schriften und Vorträgen den Eindruck –, kam ihr die einmalige heilsgeschichtliche Bedeutung des jüdischen Glaubens voll zum Bewusstsein. Es wurde ihr klar, dass das Judentum der Wurzelgrund ist, dem als junges Reis der christliche Glaube entsprang. Sie war glücklich darüber, Judenchristin zu sein, wie es die hll. Apostel, ferner Martha und Magdalena und die anderen gewesen waren. Das religiöse Judentum wurde nach ihrer Taufe auf ganz neue Weise für sie lebendig. Sie las ja in den Evangelien, dass Jesus von Nazareth Jude gewesen war, dass er gelebt und gebetet hat, wie ein gläubiger und gesetzestreuer Jude betete. Freilich hatte sie den Glauben ihrer Väter schon mit 14 Jahren bewusst aufgegeben. Es war die Ungläubige, die sich nach Jahren bitterer religiöser Orientierungslosigkeit, von der Gnade ergriffen, der Welt des Christentums öffnete. In ihm fand sie allerdings das Judentum wieder, doch in neuer Weise, nämlich in der ganzen Tiefe seiner auf das Christentum hingeordneten heilsgeschichtlichen Dimension. Niemals hat sie ihre Konversionsgeschichte geschildert. Sie sagt aber, dass Husserls philosophische Schule der Phänomenologie ihr sehr half, die Schranken rationalistischer Vorurteile zu überwinden. Noch mehr trug wohl Max Scheler dazu bei, die Welt des Glaubens wieder vor ihren Blick zu bringen. Vollends die Begegnung mit Menschen, die aus der Verbundenheit mit Jesus, dem Gekreuzigten, schwerstes Schicksal zu tragen wussten, hat ihr die Kraft des christlichen Glaubens nahegebracht. In ihrer Umwelt gab es eine Reihe getaufter Juden, die alle den Weg des ev. Christentums eingeschlagen hatten. Auch ihre Angehörigen hätten immerhin einen solchen Schritt eher verstanden und gebilligt. Dennoch entschied sie sich zum Eintritt in die kath. Kirche. Diese Entscheidung wurde herbeigeführt durch die Lektüre der Autobiographie der hl. Teresa von Avila, die ihrem „langen Suchen nach dem wahren Glauben ein Ende“ machte. Und nicht nur dies: Teresa von Avila weckte in ihr auch den Entschluss, später einmal dem von ihr gegründeten Orden der Unbeschuhten Karmelitinnen beizutreten.

Die Verbundenheit mit dem Konvent der Dominikanerinnen in Speyer war ihr Hilfe und Wegweisung, sich mehr und mehr in die kath. Welt einzuleben, die hl. Kirche immer besser kennen und immer inniger lieben zu lernen. Sie vertiefte sich in die Glaubenslehre, in die Lehre der Väter und der anderen Heiligen, vor allem auch in die Liturgie. Sie gewann Einsicht in die kath. Einrichtungen und Verbände. Bald wurde man auf die hochgebildete Katholikin aufmerksam; immer häufiger wurde sie zu Referaten und Vorträgen gebeten. Befreundete Philosophen, darunter manche Ordensleute, legten ihr nahe, die wissenschaftliche Arbeit wieder aufzugreifen, sich besonders mit der Lehre des hl. Thomas von Aquin zu befassen. Bei dieser Arbeit wurde ihr klar, wie notwendig es ist, die moderne Philosophie – insbesondere die ihr vertraute Phänomenologie – dem Thomismus gegenüberzustellen und sie miteinander zu verbinden. Diesem Anliegen dienten die umfangreiche Untersuchung „Potenz und Akt“ sowie weitere Arbeiten wie „Endliches und ewiges Sein“, die sie freilich erst im Karmel niederschrieb. Im Februar 1932 nahm sie, da eine Habilitation für die Universität nicht gelang, eine Dozentenstelle in Münster an. Schon seit ihrer Promotionsarbeit hatte sie sich vorzugsweise mit dem Thema der menschlichen Person, ihrem Aufbau und ihrer Aufgabe befasst. Philosophische und theologische Anthropologie waren die Hauptthemen ihrer Vorlesung, wobei sie besonders die sog. Frauenfrage berücksichtigte. Sie galt dabei als die Dozentin, die den kath. Standpunkt in allem am kompromisslosesten vertrat.

In Münster erlebte die Dozentin, wie Hitler Reichskanzler wurde. Mit dem ihr eigenen Scharfblick hatte sie von Anfang an die Gefährlichkeit, ja Gottwidrigkeit der ns Ideologie durchschaut. Die Verfolgung der Juden erkannte sie als Verfolgung der Menschheit Chri-sti, des Gottmenschen. Dass ihr die Verfolgung der Christen, zumal der kath. Kirche, folgen würde, war ihr klar. Jegliche Zustimmung zu dieser Politik war gegen ihr Gewissen; niemals hat sie daraus irgendjemandem gegenüber einen Hehl gemacht. Nach Beratung mit ihrem Beichtvater bat sie in einer Petition Papst Pius XI. um die Abfassung einer Enzyklika zum Schutz der Juden und der kath. Kirche in Deutschland; jedoch fand diese Bitte damals keine Erwiderung. Über diese ihre Initiative schrieb sie: „Obwohl es meiner Natur entsprach, einen solchen äußeren Schritt zu unternehmen, fühlte ich doch, dass das noch nicht das ,Eigentliche‘ sei. Worin aber das Eigentliche bestand, das wusste ich noch nicht.“ An einem Abend im April besuchte sie die „Heilige Stunde“ in der Kapelle des Kölner Karmels, zu dem sie damals noch keine persönlichen Beziehungen hatte. „Es war das Heilige Jahr 1933, wo an allen Orten das Gedächtnis des Leidens Christi besonders feierlich begangen wurde. Die Karmelitin schrieb weiter: „Ich sprach mit dem Heiland und sagte ihm, ich wüsste, dass es Sein Kreuz sei, das jetzt auf das jüdische Volk gelegt würde. Die meisten wüssten es nicht; aber die es verstünden, die müssten es im Namen aller bereitwillig auf sich nehmen. Ich wollte das tun. Er sollte mir nur zeigen wie. Als die Andacht zu Ende war, hatte ich die innere Gewissheit, dass ich erhört sei. Aber worin das Kreuztragen bestehen sollte, das wusste ich noch nicht.“ – Sie fasste ihre innere Gewissheit in die Worte, dass „der Herr schwer Seine Hand auf Sein Volk gelegt habe und dass das Schicksal dieses Volkes auch das meine sei.“

Im Lauf der Jahre, so lässt sich beobachten, kam immer mehr ein Wort in den Mittelpunkt ihrer Gedanken, welches zugleich eine Sinndeutung ihres Lebens in sich schloss: „das große Erlösungswerk“. Das Erlösungswerk begann mit Jesu Menschwerdung. Alles im Leben Jesu, so erkannte sie, hat für uns Menschen, die wir ihm eingegliedert sind, erlösende Kraft. Leiden und sterben muss jeder Mensch. Wenn aber ein Mensch sein Leiden und seinen Tod bewusst vereint mit Christi Leiden und Sterben, dann nimmt er teil am großen Erlösungswerk, das der ganzen Menschheit gilt. Aus dieser Überzeugung heraus hatte sie sich im Karmel den Ordensnamen Teresia Benedicta a Cruce gewählt. Von diesen Gedanken her fällt auch Licht auf ihre letzte Lebenszeit. Ihr gewaltsamer Tod durch den Vernichtungsterror der Nationalsozialisten war nicht heraufbeschworen worden durch leichtfertiges Mitläufertum, auch nicht durch offenen Widerstand in Wort und Tat –dazu fehlte ihr als klausurierter Nonne jede Möglichkeit. Ihrer Berufung als Karmelitin entsprach es, in die Tiefe des Erlösungswerkes gleichsam hinabzusteigen – oder besser – vom Herrn selbst hinabgezogen zu werden. An der Seite Jesu gehend, teilte sie mit Ihm alle Not und Bedrängnis, alle Erniedrigung bis zum völligen Ausgelöschtsein; Sein Martyrium wurde das ihre. Sie hatte es lange vorausgeahnt, hatte freudig ihre Zustimmung gegeben zu allem, was für sie Teilhabe an Seinem Erlösungswerk bedeutete. Dem widerspricht es keineswegs, dass sie bis zuletzt versucht hat, sich ins Ausland zu retten; im Gegenteil, nur dies brachte für sie die Gewissheit, dass schließlich das Scheitern aller Rettungsversuche Teilnahme am Schicksal des auserwählten Volkes war, Mittragen am Los ungezählter jüdischer Schwestern und Brüder.
Der äußere Anlass zu ihrem Schicksal war das mutige Eintreten der niederländischen Bischöfe für die Verfolgungsopfer der deutschen Besatzungsmacht. Eindeutige Dokumente beweisen, dass die Verhaftung der kath. Juden in den Niederlanden am 2.8.1942, ihre Deportation am 7.8. nach Auschwitz und ihre Ermordung dort ein Vergeltungsakt des Reichskommissars Arthur Seyß-Inquart war. Sie und ihre Gefährtinnen erfuhren dies im Sammellager Westerbork und bejahten aus ganzem Herzen den Hirtenbrief der aus christlichem Gewissen heraus handelnden Bischöfe.

Die Heilige hat das gewaltsame Schicksal ihres Volkes nicht als einzige aus ihrer Familie in der gläubigen Gesinnung einer Christin getragen. Seit vielen Jahren ging ihre um acht Jahre ältere Schwester Rosa innerlich ganz mit ihr auf den Wegen der Christusnachfolge. Nach dem Tod ihrer Mutter erst bot sich ihr Gelegenheit, auch äußerlich den Schritt in die kath. Kirche zu tun. Ihre letzte Lebenszeit verbrachte Rosa im Karmel zu Echt, nicht als Ordensfrau, sondern als Hilfe im Außendienst des Klosters. Je mehr Rosa in den Geist des Karmel durch die Hilfe und Belehrung ihrer geistlichen Schwester hineinwuchs, desto mehr glich sie sich ihr an in der Sinndeutung ihres Lebens. Die letzten Worte, die wir von ihr kennen, standen auf einem kurzen Brief aus dem Lager Westerbork: „Wir sind ganz ruhig und fröhlich.“ Beide waren Geschwister durch Blutsverwandtschaft, noch mehr aber waren sie – zusammen mit zahlreichen Gefährtinnen und Gefährten – bis zuletzt Schwestern im Geist.

Das Leben der Heiligen hat in der Tat neues christliches Leben und auch Versöhnung gebracht. So läßt sich die Anfrage Johannes Pauls II. am 3.5.1987 in Augsburg verstehen, als er während der Homilie in Augsburg ausführte: „Oder ,mussten‘ etwa Männer und Frauen wie der heilige Maximilian Kolbe, die selige Edith Stein, ein Max Joseph Metzger oder Dietrich Bonhoeffer ihr Leben hingeben, damit durch ihr Opfer neues christliches Leben in diesem Land erwachse und Versöhnung zwischen verfeindeten benachbarten Völkern wieder möglich werden konnte?“

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