Jede Partei ist für das Volk da und nicht für sich selbst. Konrad Adenauer

Helmut Donat

Helmut Donat

Helmut Donat, * 1947, ist Verleger und Historiker und Lehrer; er wurde auch als Bankkaufmann ausgebildet, von 1975 bis 1980 war er jedoch zunächst Akademischer Tutor und Lehrbeauftragter der Universität Bremen. Die Tätigkeit als Verleger nahm er 1981 auf; 1996 Carl-von-Ossietzky-Preis der Stadt Oldenburg. Zahlreiche Publikationen zur Geschichte des deutschen Pazifismus und Militarismus, den Ursachen und Folgen des Nationalsozialismus, zum Revisionismus in der Geschichtsschreibung, zur „Preußen-Legende“, zum „Historikerstreit“ und zum Völkermord an den Armeniern.

Zuletzt aktualisiert am 08.02.2018

Debatte

Erster Weltkrieg: Die schreckliche Wirklichkeit im Konzentrationslager

Das Jahr 1918 hat eben begonnen. Seit August 1914 ist Krieg. Not und Elend, Schrecken und massenhafter Tod kennzeichnen den Alltag an der Front. Da geschieht etwas noch nie Dagewesenes. Ein Schulrektor soll sich „als Geisel bereithalten“ – also: zur Deportation. Dies ist der zweite Teil der Geschichte von Désiré Guérin, er hat sie handschriftlich festgehalten.

Debatte

Deutsche Konzentrationslager – schon vor 100 Jahren!

Das Jahr 1918 hat eben begonnen. Frankreich und Deutschland befinden sich seit August 1914 im Krieg. Ein Ende ist immer noch nicht abzusehen. Not und Elend, Schrecken und massenhafter Tod kennzeichnen den Alltag an der Front. Da geschieht etwas noch nie Dagewesenes. Ein Schulrektor soll sich „als Geisel bereithalten“ – also: zur Deportation.

Debatte

„Das Märchen vom lieben Gott“

Vor 100 Jahren, am Tag der dritten Kriegsweihnacht, geschieht auf dem Potsdamer Platz in Berlin Außergewöhnliches. Ein alter Mann verteilt auf Flugblättern mit der Überschrift „Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!“ die zehn Gebote, predigt am Nachmittag des 24. Dezember den Frieden – und gerät in das Räderwerk der Militärdiktatur. Er wird verhaftet und standrechtlich erschossen.

Debatte

Der nie endende Schatten

Die Vergangenheit des renommierten Instituts für Zeitgeschichte ist ins Zwielicht geraten. In der Ausgabe des „Spiegel“ vom 14. Oktober 2017 fragt Klaus Wiegrefe in dem Artikel „Suche nach Entlastung“, ob Mitarbeiter des Instituts jüdische Historiker im Zusammenhang mit der Erforschung des Holocaust ausgegrenzt und Naziverbrechen verharmlost haben. Die Frage ist berechtigt.

Debatte

Und wieder Angst vor einem Krieg

Das älteste Mitglied der SPD ist 100 Jahre alt geworden. Für Freundschaft, Solidarität und Völkerversöhnung – gegen Rassismus, Krieg und Armut: Das prägt das Leben der Luise Nordhold – bis heute. Ihre Lebensansichten sind ein außergewöhnlicher Einblick in das uneigennützige Dasein der „kleinen Leute“.

Debatte

Weihnachten und der Widersinn des Krieges

Sich mit dem Feind zu verbrüdern, gilt in Kriegszeiten als Landesverrat. Doch Friedenssehnsucht und Verständigungsbereitschaft machen selbst vor Frontsoldaten nicht Halt. Viele Beispiele aus den beiden Weltkriegen belegen das. Gerade noch in erbitterte Kämpfe verwickelt, legen sie die Waffen nieder und verlassen die Gräben.

Debatte

Ein Nachbar wie Alexander Gauland? – Nein danke!

Allenthalben herrscht Ratlosigkeit. Man ist sich einig: Gewalt und Hass, Ausländerfeindlichkeit und rechtsextreme Parolen sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Doch wie kam es dazu? Historisch-politische Bemerkungen zu ausländerfeindlichen Ressentiments im Land des Holocaust.

Debatte

Das Töten jenseits der Gestade Europas

Wenn die Regierung eines Landes verbrecherische und grausame Geschehnisse befiehlt und dazu noch den „Heiligen Krieg“ gegen Christen von Feindstaaten propagiert, reicht es dann aus, „aufrichtigen Respekt vor den Opfern zu zeigen“ und „sich vor ihnen zu verneigen“? Oder ist mehr nötig? Es geht auch um deutsche Geschichte.

Debatte

Zu einer Entschuldigung reichte es nicht

Der Deutsche Bundestag hat am 2. Juni 2016 den Resolutionsentwurf zum Völkermord an den Armeniern und anderen christlichen Minderheiten in den Jahren 1915 und 1916 verabschiedet. Viele haben diese Entscheidung begrüßt. Das Wichtigste an ihr dürfte indes sein, dass sich die Volksvertretung gegen die Regierung behauptet hat. Denn die ist eher ängstlich um Appeasement beim alten Waffenbruder bemüht.

Debatte

Unmissverständliche Ächtung des türkischen Völkermords jetzt! Offener Brief an alle Bundestags-Mitglieder

Bei der Bundestags-Deklaration am 2. Juni handelt es sich um eine Entscheidung von völkerrechtlicher, historischer und politischer Tragweite. Nicht, wie vielfach behauptet wird, auf den Schlachtfeldern vor Verdun, sondern „hinten, fern in der Türkei“ wurde das blutigste Kapitel des Ersten Weltkrieges geschrieben. Armenier, Aramäer und Pontos-Griechen brauchen Ihr Votum. Nach 101 Jahren. Endlich!

meistgelesen / meistkommentiert