Mit Schnürsenkeln Politik machen

von Heather De Lisle15.05.2011Außenpolitik, Gesellschaft & Kultur, Medien

Vom ersten Teebeutel zur weltweit bekannten Bewegung hat es in den USA nicht lange gedauert. Auch in Deutschland kann eine Idee alles verändern, doch spontan bedeutet etwa für die Unzufriedenen der CDU drei Wochen Vorlauf. Es ist also so weit, schickt eure Schnürsenkel nach Berlin, wenn ihr unzufrieden seid!

„Quo vadis CDU: Deutsche Tea Party oder neue Partei“ war der Titel des konservativen Kongresses der „Aktion Linkstrend Stoppen“ voriges Wochenende hier in Berlin. Dass diese Tagung erfolglos bleiben würde, erkannte ich schon am Titel. Langweilig und auch noch mit Latein „aufgepeppt“. Die Probleme fingen aber schon am Vorabend an, als ich zum Spendendinner ging. Als ich im Restaurant nach der Gruppe fragte, sagte der Kellner zu mir: „Ach, sie wollen zu den Linken? Hier lang bitte.“ Anstatt ihm zu erklären, dass ich auf keinen Fall zu den Linken will, habe ich nur nett gelächelt. Ich weiß, dass Konservative in Deutschland schon ihre Probleme haben. Aber eine Gruppe, die sich gegen den Linkstrend wehrt, sollte es vermeiden, sich einen Namen auszusuchen, der „links“ enthält. Denn die meisten Leute hören nicht richtig zu. „Aktion Linkstrend Stoppen“ wird dann im Gehirn verkürzt. Alles, was stecken bleibt, ist „Links“.

Spontan bedeutet für diese Leute drei Wochen Vorlauf

Auf dem Kongress selber am nächsten Tag sollte ich dann Impulse geben für eine Deutsche

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