Teatime

von Heather De Lisle13.01.2011Außenpolitik

Die Tea-Party-Bewegung ist gekommen, um zu bleiben. Die Republikaner nutzen die Wut der Bewegung, um die Drecksarbeit zu erledigen – in die Logen der Macht wollen sie die aufgebrachten Amerikaner jedoch nicht lassen. Denn eine stringente Agenda haben die Wutbürger nicht.

Die Tea Party ist im Wesentlichen eher eine libertäre Bewegung als eine konservative. Aber ihre Botschaft – auch zu besten Zeiten eher schizophren – scheint wirrer zu werden, je einflussreicher und beliebter die Tea Party wird. Der einzige erkennbare Leitfaden ist die Wirtschaft. Die Anhänger der Bewegung machen sich Sorgen um die hohe Arbeitslosigkeit und die wirtschaftliche Schieflage.

Es ging von Anfang an um Schein statt Sein

Viele argumentieren, dass die politische Plattform der Tea Party schon bald von den Republikanern unterwandert sein wird. Das stimmt wahrscheinlich, ist aber egal. Bei der Tea Party ging es von Anfang an eher um Schein und nicht um Sein. Die Wähler glauben – ob es nun stimmt oder nicht –, dass die Tea Party von der Basis finanziert und geleitet wird und nicht von der konservativen Meinungselite der Grand Old Party

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