Die Köpfe des Proleten 2010

Harry Tisch6.02.2011Gesellschaft & Kultur

Es ist wieder soweit! Die Genossinnen und Genossen von Bluthilde haben in einer kräftezehrenden Wahl die Köpfe des Proleten 2010 gewählt. Einige alte Bekannte sind dabei, und unverbesserliche Altsozialisten machen mit neuen Taten von sich reden.

Eingedenk der unvergesslichen Zeilen des Genossen KuBa, der für seine unverlierbare Kantate an den ehrwürdigen Genossen Stalin für diesen die Ehrentitel “Kopf des Proleten, Hirn des Gelehrten, Rock des Soldaten“ ersann, wollen wir jedes Jahr eine ähnliche Würdigung Menschen zuteil werden lassen, die sich kompromisslos und unbeirrbar der gerechten Sache des Sozialismus hingegeben und für sich selbst und ihre Klasse dabei ewigen Tatenruhm erworben haben. Da nicht jeder Soldat Rockmusik hört, lassen wir das Letztere mal außen vor. Was den mit dem Recht, sich als *Hirn des Gelehrten* bezeichnen zu dürfen, verbundenen *Herbert-Weiz-Forschungspreis* für die Stärkung und politische Umsetzung des wissenschaftlichen Weltbildes anbelangt, fiel die Wahl diesmal am leichtesten. Auch wenn natürlich wie immer die Verdienste der Klimaforschung um die “Pflege des Erbes Lyssenkos(Link)”:http://bluthilde.wordpress.com/2010/04/19/die-wissenschaft-von-der-wissenschaft/ bahnbrechend waren und wir jetzt beispielsweise auch wissen, dass es gerade wegen der menschengemachten Erderwärmung auch kälter werden kann, stach aus allen Erkenntnissen einer mit beiden Beinen auf dem Boden des Marxismus-Leninismus stehenden wissenschaftlichen Forschung doch der *Genosse Robert Rawthorne* von der Universität Cambridge hervor.

Ein Beitrag zur Überbevölkerung

Er ließ die kritische Intelligenz wissen, dass die gesellschaftlichen Errungenschaften des Marxismus-Leninismus und der sozialistische Aufbau “durch einen Geburten-Djihad gefährdet werden könnten(Link)”:http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34030/1.html, den im Aberglauben verhaftete Elemente als Träger eines spezifischen “Aberglaubensgens“ führen könnten, indem sie nicht von ihren durch die Partei erkämpften Reproduktionsrechten Gebrauch machen. Die Konterrevolutionäre könnten eines Tages die fortschrittlichen Kräfte majorisieren, die – meist aus emanzipatorischen Erwägungen heraus und um Erdmutter Gaia nicht durch Überbevölkerung zu verärgern – den Planeten bewusst nicht mit Kindern belasten. “_Das wird unweigerlich geschehen, wenn nicht säkulare Kräfte das Wachstum dieser Gruppen durch Reduzierung der Geburtsraten oder Zunahme der Abtrünnigen einschränken._” Diese klare Aussage sollte vor allem jenen Diversanten zu denken geben, die meinen, Eltern würden die wahren Bedürfnisse ihrer Kinder besser einschätzen können als Staat und Partei. Homeschooling ist, sinnbildlich gesprochen, ein Versuch, den Proleten zu enthaupten, und damit ein Akt der Aggression, den die Massen nicht unerwidert lassen dürfen. Der Schulzwang, die Vergesellschaftung des Nachwuchses und die Zersetzung der bürgerlichen Familie sind somit ein Akt der präventiven Selbstverteidigung der sozialistischen Gesellschaft. Die Alternative dazu wäre allenfalls eine konsequent vom Staat betriebene Ein-Kind-Politik bzw. noch weiter gehende Lösungen, wie sie “besonders avantgardistische Kräfte wie der angesehene Klimaforscher Genosse Pentti Linkola(Link)”:http://www.science-skeptical.de/blog/die-religion-des-todes/003019/ vorschlagen.

Eine Auszeichnung des heldenhaften Martyriums der Friedenskämpfer vom Frauendeck

Der *Hermann-Axen-Ehrenpreis* für fortschrittlichen Journalismus wiederum stellte das Autor_innenkollektiv vor eine Grundsatzentscheidung. Sollte in erster Linie mit der Preisverleihung die politische Loyalität von Journalisten gewürdigt werden und ihre poetische Wortgewalt beim Lobpreis des Sozialismus, der Partei und des Großen Führers? In diesem Fall hätte der Preis entweder an die “Genoss_innen von der KCNA(Link)”:http://www.kcna.co.jp/, der staatlichen Nachrichtenagentur der Demokratischen Volksrepublik Korea, oder an den Genossen Dietrich Alexander von der WELT für “dieses rührende Stück Parteilichkeit(Link)”:http://www.welt.de/debatte/kommentare/article12130527/Obamas-brillante-Rede-eint-das-verunsicherte-Amerika.html gehen müssen. Oder sollte damit auch eine darüber hinausgehende politische Botschaft verbunden sein? In diesem Falle konnte vor allem das heldenhafte Martyrium der Friedenskämpfer vom Frauendeck der Mavi Marmara nicht außen vor bleiben. Wir entschieden uns für Letzteres. Zahlreiche Blogger und Journalisten im Lande hatten sich nicht beirren lassen und das Vorgehen Israels unmissverständlich als Aggression gebrandmarkt – wobei es sich angesichts der Macht des Weltzionismus schon von allein versteht, dass man dabei oft nicht um eine kreative Interpretation der Fakten umhin kam. Besonders positiv stachen dabei beispielsweise die “Süddeutsche Zeitung(Link)”:http://www.suedwatch.de/blog/?p=3253 (bei der Genosse Kim Jong-Il immer noch persönlich die Leitartikel diktieren soll) und der Genosse fareus hervor, der in seinem Einsatz gegen die Zionisten sogar einen Schritt zur Versöhnung aller Sozialist_innen setzte und die -Hasspropaganda- politischen Aufklärungsvideos der nationalen Sozialist_innen von der NPD 1:1 “auf sein Blog übernahm(Link)”:http://www.fareus.de/?p=17852.

Ein entscheidender Etappensieg des Sozialismus

Der Hermann-Axen-Preis selbst ging am Ende aber an den ehrwürdigen Genossen *Claus Hecking*, der den antizionistischen Kampf sogar in die “Zwingburgen des Monopolkapitals trug(Link)”:http://www.ftd.de/politik/international/:flottenangriff-der-ultra-rechts-staat-israel/50122640.html und den “Ultra-Rechts-Staat“ Israel in keiner geringeren Zeitung als der FTD geißelte. Damit war die Forderung nach Sanktionen gegen den zionistischen Staat endgültig in der sogenannten “Mitte der Gesellschaft“ angekommen und auf diese Weise ein entscheidender Etappensieg des Sozialismus errungen worden. Alle weiteren Preisträger_innen und „Köpfe des Proleten 2010“ finden Sie “hier(Link)”:http://bluthilde.wordpress.com/?p=3338…

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