Deutschland auf Halbmast

Harry Tisch7.05.2011Gesellschaft & Kultur

Die Lage scheint klar: Bin Laden wurde von den mörderisch agierenden Amerikanern nicht ins Meer gekippt, sondern schlicht aus der Tiefkühltruhe geholt und aufgetaut. Und die Geschichte wiederholt sich, denn schon einmal hat es sich die Welt angemaßt, den Tod eines 66 Jahre alten frisch vermählten Familienvaters und Hundeliebhabers zu feiern.

Man muss wohl zurückgehen bis auf den Tag genau 66 Jahre zuvor in der Reichskanzlei zu Berlin, wo ein frisch vermählter Familienvater sowie ein Vegetarier und Hundebesitzer sich in den Freitod getrieben sahen, um ermessen zu können, wie tief die “Tragödie von Abbottabad(Link)”:http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2011/05/03/die-gnade-des-wdr/ jenen Teil Deutschlands getroffen hat, der sich sein kritisches Bewusstsein gegen die amerikanische Gräuelpropaganda bewahrt hat. Es sind nicht nur fünf Ehefrauen und 23 Kinder, die um ihren Vater trauern. Attac, Greenpeace und das IPCC klagen über den Tod eines prominenten Globalisierungskritikers und “unbequemen Mahners(Link)”:http://bluthilde.wordpress.com/2010/01/30/neue-entwicklungen-am-hindukusch/ vor den Folgen des menschengemachten Klimawandels – nach Ira Einhorn und Charles Manson übrigens ein weiteres Beispiel dafür, wie die Lobbys und Hintergrundmächte, die Washington steuern, gezielt versuchen, “Galionsfiguren der Ökologiebewegung(Link)”:http://bluthilde.wordpress.com/2011/04/22/happy-moonbat-holiday/ aus dem Verkehr zu ziehen.

Feige Ermordung eines unbewaffneten Privatiers

Der Gazastreifen – das Ballermannsurrogat für deutsche Betroffenheitstouristen – weint um eine Symbolfigur des antizionistischen Freiheitskampfes. Und mit ihm unzählige “Politiker(Link)”:http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EBEB6E6E6F2EF41BD85790BA5082D05DF~ATpl~Ecommon~Scontent.html, “Journalisten(Link)”:http://www.tagesthemen.de/kommentar/kommentarschoenenborn100.html und “Kirchenvertreter(Link)”:http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2011-05/20118789-waz-ruhrbischof-overbeck-widerspricht-merkel-007.htm. Und dass diese allzu zart besaitet wären, kann man ihnen nun wirklich nicht vorwerfen angesichts der Tatsache, dass ansonsten nicht einmal jährlich Hunderttausende abgetriebener Kinder im eigenen Land oder die Abschlachtung der “jüdischen Siedlerfamilie Fogel in Itamar(Link)”:http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/famiie_vogel_nie_gehoert/ vor wenigen Wochen in ihnen den Drang auslösen, zu trauern oder öffentlich Missbilligung zu äußern. Wäre Deutschland statt ab “2013(Link)”:http://www.abendblatt.de/politik/article1877204/Gruene-ruecken-in-Umfrage-jetzt-sogar-an-die-Union-heran.html jetzt schon mit einem/r Kanzler_in aus den Reihen der Partei der kritischen Intelligenz gesegnet, hätte diese/r Staatstrauer angeordnet und alle Flaggen auf Halbmast setzen lassen ob der feigen Ermordung eines unbewaffneten Privatiers, der sein Vermögen für globale gesellschaftskritische Arbeit zur Verfügung stellt. Es ist eine infame Lüge und ein Akt gezielter Desinformation, wenn manipulierte, US-hörige Diversanten aus der christlich-fundamentalistischen Ecke behaupten, die Liquidierung des – eigens zu diesem Zwecke aus der “Tiefkühltruhe(Link)”:http://www.welt.de/politik/ausland/article13335255/Bin-Ladens-Leiche-seit-Jahren-im-Tiefkuehlfach.html geholten und reanimierten – Al-Qaida-Führers wäre ein „Tyrannenmord“ gewesen und daher gerechtfertigt. Denn dazu hätte man erst mal so lange warten müssen, bis OBL einen fertigen Unterdrückungsapparat bzw. eine Macht aufgebaut hat, die groß genug gewesen wären, um mit regulären Verbänden einen Angriffskrieg führen zu können. Diese Zusammenhänge hatte dereinst schon Neville Chamberlain durchschaut, die USA hatten seine Weitsicht allerdings nie begriffen.

Sozialstunden für Bin Laden

Dennoch ist Bin Laden nicht völlig vom Vorwurf folgenschwerer Fehlentscheidungen zu entlasten, die einen völkerrechtlich legitimen Umgang mit ihm ermöglicht hätten. Hätte er statt der Villa in Pakistan beispielsweise die “Berghütte des Genossen Klaus Ernst(Link)”:http://www.welt.de/politik/deutschland/article8907348/Ernst-zeigte-sich-im-Fernsehen-mit-falscher-Huette.html oder den “Palast der sozialen Gerechtigkeit(Link)”:http://www.terminmarktwelt.de/cgi-bin/nforum.pl?ST=6999#newmsg des Genossen Oskar Lafontaine als Zufluchtsort gewählt, hätte ihm hier nötigenfalls der Prozess gemacht werden können. Da ihm in den USA die Todesstrafe gedroht hätte, wäre er nie ausgeliefert worden. Es wäre sogar absehbar gewesen, dass ihn ein deutsches Gericht – möglicherweise unter Vorsitz kultursensibler Richter_innen wie Monika Schäfer oder “Hans-Werner Riehe(Link)”:http://www.bild.de/news/vermischtes/richter/hans-werner-riehe-liess-brutalen-schlaeger-laufen-5647188.bild.html – aufgrund “zahlreicher begründeter Zweifel(Link)”:http://aron2201sperber.wordpress.com/2011/03/08/ich-bin-jude-ich-darf-das/, die sich etwa aus Veröffentlichungen bekannter unabhängiger Medienprojekte wie „Infokrieg.de“ oder „Kopp-Nachrichten“ ergeben, vom Vorwurf des 3.000-fachen Mordes am 11. September freigesprochen hätte. Bin Laden hätte dann allenfalls ein paar Sozialstunden für ein paar Drohungen auf Videobotschaften zu befürchten gehabt – und das auch nur, hätte sich seine Urheberschaft nachweisen lassen. Nach deren Ableistung hätte einer Karriere als Leitartikler namhafter deutscher Tageszeitungen oder als „Tagesthemen“-Kommentator nichts mehr im Wege gestanden.

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