Die Taten der Anderen

Harry Tisch28.05.2011Gesellschaft & Kultur

Während Genosse Kim Jong Il heldenhafte Anstrengungen zur Volksbildung unternimmt, tut der von Großkapital und gehirngewaschenen Bürger geprägte Westen alles, um die Pläne der Kommunisten zu diskreditieren. Ob Chávez, Mugabe oder Castro: Die wirklichen Schurken sind doch stets die USA und Israel.

Sobald die imperialistische Führung der USA und ihre zionistischen Lakaien sich genötigt fühlen, von ihren eigenen Untaten abzulenken, werden regressive Provokateure dazu angestachelt, Hass gegen fortschrittliche Länder zu schüren. Oft trifft es dabei auch die weise und weitsichtige Politik des Großen Führers Genosse Kim Jong Il und das Juche-Lebensgefühl der Massen innerhalb der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK). Jüngst gelang es den neoliberalen Raubtierkapitalisten in diesem Zusammenhang sogar, Amnesty International für ihre dunklen Zwecke zu instrumentalisieren. Statt Material zu beschaffen, um Bush, Obama, Netanjahu, den Papst oder Toby Keith vor den Internationalen Strafgerichtshof stellen zu können, schwadronierte die NGO von angeblichen (Spionage-)Satellitenaufnahmen und Aussagen ausländischer Agenten, um das breit angelegte Programm des Genossen Kim “zur Vollbeschäftigung und Volksbildung(Link)”:http://singularityhub.com/2011/05/12/satellite-images-of-north-korea-prison-camps-find-200000-living-as-slaves zu diskreditieren. Erfreulicherweise lässt sich jedoch – wie die Kommentarspalte zum verlinkten Beitrag zeigt – die kritische Intelligenz in Deutschland, aber auch jene, die in den USA selbst Tag für Tag ihren heldenhaften Kampf gegen den sie umgebenden Faschismus führt, nicht täuschen.

Spuren des amerikanischen Kulturimperialismus

Mit kluger Abgeklärtheit weisen Leser_innen darauf hin, dass es nichts bringt, Bomben zu werfen, wie schon die völkerrechtswidrige Aggression gegen den Irak gezeigt habe. Stattdessen sollten gerade die USA das Augenmerk auf die Zustände in ihrem eigenen Land richten, wo nicht weniger als 1 Prozent der Bevölkerung in Gefängnissen sitzt, nicht nur 7-mal mehr als im fortschrittlichen Europa, sondern prozentual auch mehr, als die angeblich 200.000 „Sklaven“ gemessen an der Bevölkerung Nordkoreas ausmachen würden. Wenn man bedenkt, dass es im Sozialismus keine Arbeitslosigkeit, keine Ausbeutung und dadurch auch keine Kriminalität gibt, steigen die USA im Vergleich noch schlechter aus. Während in den USA bereits durch soziale Ungleichheit und Diskriminierung hervorgerufene Reaktionen wie bewaffnete Raubüberfälle oder die Erschießung von Cops zu langjährigen Haftstrafen (sogar in Privatgefängnissen) oder gar der Todesstrafe führen können, wird in Nordkorea nur in den Fällen schlimmster Delinquenz durchgegriffen – beispielsweise bei staatsfeindlicher Hetze oder lügenhafter Diffamierung der Juche-Politik, die dem Land ewigen Frieden, Freude und Glückseligkeit gebracht hat. Man wird darüber hinaus in den USA für Verhaltensweisen weggeschlossen, die in anderen Ländern überhaupt nicht strafbar sind. Leider hat der amerikanische Kulturimperialismus sogar in Europa diesbezüglich noch Spuren hinterlassen. Dem Genossen “Armin Meiwes(Link)”:http://www.bild.de/news/2009/politik/armin-meiwes-leitet-sitzung-der-knast-gruenen-9865352.bild.html beispielsweise würde in Nordkorea seine Neigung zu anthropophager Sexualität “nicht zum Nachteil geraten(Link)”:http://www.welt.de/print-wams/article97340/Wird_in_Nordkorea_mit_Menschenfleisch_gehandelt.html, mittels derer er Wege zeigt, um die Probleme des Hungers und der Überbevölkerung gleichzeitig zu bekämpfen. Wirklich gefährliche und konterrevolutionäre Verhaltensweisen wie “Homeschooling(Link)”:http://www.faz.net/s/Rub867BF88948594D80AD8AB4E72C5626ED/Doc~E7D49EE2B27D54F8C9B153CF35CA2243E~ATpl~Ecommon~Scontent.html, Kreationismus, Leugnung des Klimawandels oder Hetze gegen Gesundheitsdienste, die Geburtenkontrollmaßnahmen vornehmen, werden in den USA hingegen nicht geahndet. Nicht zuletzt da im Westen Minderheiten mit brutalster Gewalt entrechtet werden und die Indianer in den USA durch die kapitalistische Ausbeuterordnung immer noch zu Alkoholismus und Glücksspiel gezwungen werden, ist es eine besonders verwerfliche Form von Kulturimperialismus, fremden Ländern zum Vorwurf zu machen, sie würden ein “abweichendes Menschenrechts- und Völkerrechtsverständnis(Link)”:http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/624 an den Tag legen.

Religion, Kapital und Fox News

Ein verdienter Genosse merkt darüber hinaus scharfsinnig an, dass im Westen Menschen durch die Manipulationstaktiken der Großkonzerne gehirngewaschen werden und deshalb denken, sie hätten als Einzige recht und wären die Besten. Dabei bemerken sie nicht, dass sie selbst es sind, die man als „Gefangene“ betrachten muss – in Bedürfnissen, die ihnen Religion, Kapital, bürgerliche Familie und Kanäle wie Fox News einreden. Wie frei ist dagegen ein Diversant, der in der koreanischen „Revolutionszone“ die Lehren von Marx, Engels, Darwin und Mao sowie die wegweisenden Schriften der großen sozialistischen Staatsmänner studieren darf, während ihn die Regierung vor dem Wärmetod schützt! Im Übrigen “bezahlen im Westen viele Menschen sogar Geld(Link)”:http://garten-x-haus.blogspot.com/2011/04/sm-studio-mobel-komplett-pranger-bock.html dafür, so behandelt zu werden wie die angeblichen „Sklaven“ in sozialen Besserungsanstalten der DVRK oder ihre Adipositas zu bekämpfen – etwas, das der DVRK durch des Genossen Kim vorausschauende Politik im Interesse der Volksgesundheit ein “Fremdwort(Link)”:http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,271885,00.html ist. Und überhaupt: Egal, was die Imperialisten versuchen, verdienten Genoss_innen wie Kim, Chávez, Mugabe, Castro, Nasrallah, Assad, Mullah Omar oder Ahmadinedschad ans Zeug zu flicken – es werden sich umgehend Angehörige der kritischen Intelligenz im Westen finden, die nachweisen werden, dass die USA und Israel die einzigen wirklichen Schurkenstaaten seien …

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