Die einzige Pflicht des Künstlers ist die Kunst. T.C. Boyle

Bildung schenken – ein Plädoyer

Dieser Artikel wird recht kurz. Was schenkt man in einem Land, das so im Überfluss schwimmt, dass dieser bisweilen als Restmüll in den Weltmeeren landet? Eine geschmacklose Krawatte wie jedes Jahr, die 983. CD oder die 335. CD?

Ich persönlich kann empfehlen, das Geld für einen Zweck zu spenden. 2006 bis 2017 hatte ich bei einer Hilfsorganisation – es war World Vision – ohne dass ich für diese Werbung machen will, drei Patenschaften übernommen. Es gibt auch andere Organisationen, die Ähnliches anbieten. Mit jeweils 30 Euro pro Monat hatte ich zwar den Mindestbeitrag gezahlt, allerdings mal drei, da es ja drei Kinder waren.

Ein Mädchen in Kambodscha, eines in Malawi sowie ein Junge in Bolivien bekamen das Geld, damit sie zur Schule gehen konnten. Als sehr sinnvoll habe ich es empfunden. Kürzlich übernahm ich drei weitere Patenschaften für Kinder in Afrika.

Bei allen Diskussionen über Sinn und Unsinn von Hilfsgeldern und Diskussionen über die Migrationsbewegungen in Afrika sowie den dortigen Kinderreichtum darf man nicht vergessen, dass wir in Europa von Voraussetzungen leben, für die wir selbst nicht gesorgt hatten.

Andersherum kann ein Kind in Afrika nichts dafür, dass es das fünfte oder sechste von Eltern ist, die wiederum selbst die Schule nicht besucht hatten. Dieser Nachteil wird nachhallen – vielleicht ein
Leben lang. Den Kreislauf kann man nur durchbrechen, wenn man dafür sorgt, dass Kinder rechtzeitig zur Schule kommen.

Mein Patenkind in Kambodscha schrieb mir – wie die anderen – regelmäßig. Sie will Englischlehrerin werden. Für mich war es stets eine Freude. Ziehen Sie eine Patenschaft in Erwägung, nicht nur weil Weihnachten ansteht.

Lesen Sie auch die neuste Kolumne von Hans-Martin Esser: Schulnoten bringen nichts

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