„Hennig-Wellsow und Antifa“ – das intellektuelle Sparpaket für Antidemokraten

von Gunter Weißgerber8.10.2019Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik, Medien

In Thüringen weiß nun jeder Bescheid. Wer Ramelow wählt, wählt Hennig-Wellsow und Antifa. Niemand kann später sagen, er oder sie habe es nicht besser gewußt.

In Thüringen weiß nun jeder Bescheid. Wer Ramelow wählt, wählt Hennig-Wellsow und Antifa. Niemand kann später sagen, er oder sie habe es nicht besser gewußt.

Die Thüringer Linkaußenabgeordnete Martina Renner bekannte sich am 26. September 2019 im Bundestag mit einem Antifa-Stecker offen zum Linksextremismus. Susanne Hennig-Wellsow sprang ihr am 27.09.2019 in der „Thüringer Allgemeinen“ bei und bezeichnet die „Solidarisierung der Bundestagabgeordneten mit der extremen Linken als ‚das einzige Richtige‘“.

So „einzig richtig“ wie sie es kurz vorher bereits mit „Ramelow oder Barbarei“ auf Linie brachte. Das kennen wir aus unseligen Zeiten. Es war die SED, die genau und einzig wußte, was linke „Volksdemokratie“ war und wer alles nicht dazu gehörte. Wird die nächste Forderung der Linksaußenpartei „Der Freistaat Thüringen ist ein sozialistischer Staat und die politische Organisation der Regierten in Stadt und Land unter der Führung der Linken und der mit ihr verbündeten Antifa“? Nichts scheint unmöglich mit Ramelow, Renner, Hennig-Wellsow und Co.

Skandierten 1989 die Demonstranten „Stasi in die Produktion!“ so werben die heutigen SED-Nachfahren um den Pakt mit dem linksextremen Teufel – angeblich um die Demokratie zu schützen. Wenn das mal kein ernst zu nehmender gefährlicher Witz ist.

Mit den gewaltbereiten Gegnern der Demokratie die Demokratie schützen? Schützt die Demokratie sich nicht selbst mit Hilfe ihrer demokratischen Justiz und Polizei? Sollen die Schlägertrupps der Antifa als Subunternehmer der Linksaußenpartei Jagd auf alles machen, was wie zu DDR-Zeiten nicht dem Macht- und Herrschaftsanspruch der Kommunisten entsprach? Sind wir wirklich schon wieder soweit, Demokratie und Diktatur zu verwechseln?

An Deutlichkeit mangelt es Susanne Hennig-Wellsow jedenfalls nicht. Getreu der Lehre vom „Schild und Schwert der Partei“ macht sie die Antifa in Ermangelung des vor dreißig Jahren abhanden gekommenen Ministeriums für Staatssicherheit zur Blockwärterin im Kampf gegen den Faschismus. Stalin hätte das nicht besser hinbekommen.

Die Sozialdemokraten in Thüringen mögen gut aufpassen. Man ist schneller Sozialfaschist als über der Fünf-Prozenthürde.

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