Die Brandenburger SPD ist nicht so tot

von Gunter Weißgerber30.06.2019Medien, Wissenschaft

Die Brandenburger SPD ist ja gar nicht so tot wie die Bundes-, Thüringer oder die Sachsen-SPD!

Roick: „Wir erleben täglich Wetter, kein Klima!“

Es gibt sie also doch noch, die SPD der mit Vernunft gepaarten Verantwortung. Der Brandenburger Sozialdemokrat Wolfgang Roick führte am 14. Juni Anno Domini 2019 im Brandenburger Landtag den Video-Beweis mit „Brandenburg ist kein Notstandsland“.

Hier einige Auszüge aus seinem Manuskript (die komplette Rede folgt, sobald es im Landtagspräsidium vorliegt). Im Übrigen gilt das gesprochene Wort:

„Erinnert mich an die Notstandsgesetze 1968 – das brauchen und wollen wir nicht …

5 x Klimakrise: Geht das auch etwas weniger panisch? Panik ist in dem Zusammenhang nicht hilfreich!

Wenn Klimapanik, C02 – Steuer, Fahrverbote, Flugverbote und die biodynamische Landwirtschaft die großen Themen 2019 sind, dann brauchen wir in Deutschland inhaltliche neue Impulse und zwar solche, die mehr zu bieten haben als das Diktat der Apokalypseabwehr, schreibt der Cicero … Nicht jeder, der zum Klimawandel eine andere Meinung hat, ist ein Verschwörungsanhänger oder Rechtspopulist …

Wir erleben täglich Wetter kein Klima, wir sollten gut überlegen was wir machen.

Ganz aktuelle Baumringanalysen belegen, dass z.B. der Dürresommer 2018 nicht ungewöhnlich war. Nicht alles, was in den Zusammenhang diskutiert wurde ist sinnvoll sowohl in wirtschaftlicher oder auch ökologischer Hinsicht. Steinkohle, Mais, Palmöl.

Was wir brauchen sind innovative Ideen und nicht fortlaufend die Forderung aus der Kohle auszusteigen. …

Wir wollen Klimaschutzpolitik als Querschnittspolitik begreifen.“

Noch leben also Sozialdemokraten unter uns, die durchaus für die breite Masse als wählbar gelten können, die den Kopf oben und die Füße auf dem Boden haben? Wer hätte das gedacht? Bis vor wenigen Tagen schien mir die SPD2019 eine extraterrestrische Veranstaltung unter Leitung ebenso diesseitsferner wie teurer Märchentanten a‘la Svenja Schulze zu sein.

Und nun das. Die Brandenburger SPD ist ja gar nicht so tot wie die Bundes-, Thüringer oder die Sachsen-SPD! Lebende Abgeordnete nehmen sich der Probleme der jetzt lebenden steuer- und abgabenzahlenden Eingeborenen an! Das gab es doch seit dem Seebeben vor Fukushima 2011und Merkels Nichtigmachung des Bundestages 2015 so nicht mehr.

Dabei ist Wolfgang Roick keinesfalls „Klimaskeptiker“. Auch wenn ihm das jetzt sicher von den Apokalyptikern entgegengerufen wird. Als diplomiertem Forstwirtschaftler liegen ihm bestimmt Fauna und Flora am Herzen. Lediglich dem Menschen räumt er glaubwürdig ebenbürtig Platz ein. Panik ist für ihn nicht Mittel zum Zweck. Ohne ihn persönlich zu kennen, nehme ich ihm das gern ab.

Für die kommende Landtagswahl kann ich dem Brandenburger Wahlvolk nur raten: Die Parteien bekommen Sie nicht weg, die sind auch grundsätzlich wichtig. Sie können jedoch die zukünftigen Fraktionen in ihrer Zusammensetzung beeinflussen:
Nutzen Sie das deutsche Verhältniswahlrecht und schauen Sie bitte genau hin, wer Sie im Wahlkreis direkt vertreten möchte und wer damit in seiner künftigen Fraktion den Ton mitangeben wird. Auch auf diese Weise können Noten und Aufträge an die Parteien vergeben werden. Machen Sie es den jeweiligen Parteistrategen nicht zu leicht!

Wolfgang Roick MdL, eine Stimme der Vernunft im Meer der Apokalyptiker. Nicht alle Sozis scheinen unter Droge zu stehen. Vielleicht sind ja die Svenja Schulzes in der SPD nicht einmal in der SPD-Mehrheit? Eventuell erfahren wir das auch noch.

Bei der Gelegenheit noch zwei Blicke nach Thüringen und Sachsen. Die Thüringer Landes-SPD hat ein richtig schönes Problem. SPD-MdL Oskar Helmerich will dort den Nachweis führen, dass eine Zuwanderungspolitik ähnlich der der dänischen Sozialdemokraten so richtig wie erfolgreich sein kann.
Deshalb: Liebes Wahlvolk in Thüringen, zeigen Sie, dass Oskar Helmerich richtig liegt und zeigen Sie bitte der Thüringen-SPD, dass diese quer zur Vernunft agiert.

Wahlen sind so schön, weil man da Noten vergeben kann.

Über Oskar Helmerich: „Kein Bleiberecht für Gefährder“ – Warum die SPD dieses Plakat verbietet“ (Die Welt am 21. Mai 2019)

Sachsen: Die Sachsen-SPD ist reine Stromlinienförmigkeit. Mumm hat dort schon lange keine Heimat mehr. Keinerlei positive Absetzbewegung von der Bundes-SPD. Mir zumindest fällt da für die Landtagswahl kein Direktwahltipp ein. Aber vielleicht gelingt das einem freundlichen Leser?

Der aktuelle Klimanotstand ist laut science files bereits der vierundneunzigste seit Erfindung der Institution „Weltuntergang“ („Die verdummte und missbrauchte Generation“).

Ach so, die Einen werden denken, dann verschwindet die SPD eben und gut ist. Andere sehen das anders. Ich hätte nichts dagegen, würde die SPD vom Osten aus wieder wählbar werden. Mumm gehört immer dazu. In jeder Partei.

Quelle: Weissgerber – Freiheit

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