Heureka. Greta Thunberg ist eine "Prophetin"

von Gunter Weißgerber19.03.2019Innenpolitik, Wissenschaft

Die Schriftgelehrte Katrin Göring Eckardt weist uns erneut den Weg aus der Verdammnis. 2015 erklärte sie uns „Deutschland wird religiöser“, heute erklärt sie Greta zur „Prophetin“, wie die Saarbrücker Zeitung kundtut. Von Gunter Weißgerber.

Das kann ja heiter werden! Wie das bereits der große Philosoph Otto aus Friesland in ferner guter alter Zeit feststellte. Und es wird 2019 haufenweise Eiter: Das mit der Weltenrettung, der Klimarettung. Das mit der Rettung vor Feinstaub und CO², das mit der Rettung vor unserem vorzeitigen Wegsterben. Das mit der Verhinderung des Bienenundsoweitersterbens.

Greta allein kann das gar nicht schaffen. Zu unser aller Beglückung wirkt sie auf dem Erfahrungsschatz der Sausen gegen die Notstandsgesetze, von „Lieber rot als tot“ gegen die bösen Pershings, gegen Tschernobyl und gegen das Seebeben vor Fukushima, gegen BSE und für Künastwahn, gegen SARS, gegen das Ozonloch, gegen das Böse überhaupt.
Sogar „Die DDR neu erzählen!“ passt da mit rein. Kohl und die Treuhand haben die globale Erwärmung mitverursacht.

Mensch, was haben wir schon alles an organsierter Hysterie geradeso überlebt!

Doch 2019, das wird unser aller Härtetest. Macht euch das nichts vor. Wahlabende und Zuführungstermine in die Klapse fallen zeitlich aufeinander. Wer Gretas Massen überlebt, braucht Ärzte, Betschwestern, -brüder und -diverse. Hamdullah!

Die Hysteriker sind endlich oben angekommen. Das war ein verdammt langer Weg. Von 1968 bis heute. Sie sind endlich eins mit den Göttern aus UN-, Europa- und Deutschlandpolitik, aus Gewerkschaften, aus Religionen. Vor allem: sie sind eins mit den haltungsstarken Informations- und Kulturschaffenden aller Länder.

Mit Greta verängstigen sie die Jugend nachhaltig. Deshalb die Forderung „Wahlalter ab 14!“.

1960 hieß die „Mission Greta“ noch „Kampf den Bonner Ultras“. Deshalb holte die FDJ die Westantennen von den Dächern. Das hat sich seither gut entwickelt.

2019 ist es der Kampf gegen den Weltuntergang, der die Jugend aufmischt und deren argumentations- und kenntnislose Eltern wuschig macht. Da braut sich was zusammen: Mit Angst, lernfreien Freitagen, aufgescheuchten Eltern an die Wahlurnen! Dort die Fehler von 2015 vergessen machen und das Klima für immer retten! Eine Schlittenfahrt, wie ist die schön.

Was waren die Parolen von Marx, Lenin, Stalin, Ulbricht und Honecker doch harmlos. Die Köpfe der Massen erreichten sie nie. Aber hallo! Das ist jetzt mit Bärenbock, KGE, Barley, Kipping, Merkel ganz anders! Der Zuwanderungs- und Sicherheitselefant wird 2019 vom oberen Platz der Wahlkampfthemen gemobbt. Sie schaffen das! So hoffen sie. Ob sie sich irren und wenigstens an den parolengestählten Mittelosteuropäern scheitern?

Erinnern wir uns:
2015 brach das Kabinett Merkel III mit Dublin III. Infolge dessen ergossen sich Millionen Zuwanderer in Völkerwanderungsstil in die Europäische Union und speziell nach Deutschland. Grüne und Linke sekundierten dabei und sind seitdem Teil der Wahlkampfselbsthilfegruppe CDU/SPD/Grüne/Linke.

Wo die FDP in dem Punkt genau steht, ist ihr selbst unbekannt.

Nur die AfD, die von der Spitze des Völkereinwanderungszuges in Bundestag und Länderparlamente gedrückt wurde, war und ist bekanntlich dagegen.

Seit dem Herbst 2015 tüfteln im Schweiße ihres Angesichts, die Wahlkampfstrategen der Selbsthilfegruppe, wie sie sich ohne weitere Blessuren über die Zeit retten können. Natürlich ohne zugeben zu müssen, dass sie vorher gemeinschaftlich Recht brachen, den Staat versagen ließen, Exekutive, Legislative, Judikative unter dem Schutzschirm der selbstentleibten „vierten Gewalt“ gleichschalteten. 2017 ging der Versuch mit der „Sozialen Gerechtigkeit“ noch in die Hose. Der Elefant „Völkerwanderung und Sicherheit“ blieb störrisch als Nummer Eins im Raum stehen. Da blieb kein Schulz-, KGE- und Kipping-Auge trocken. Merkel wurde zwar gerupft, zum unheilvollen Kabinett „Merkel IV“ kam es dennoch.

Was zur Bundestagwahl 2017 noch gewaltig misslang, die Wahlkampfthemensetzung quer zum Bevölkerungsempfinden unter Ausblendung des politisch hochbrisanten Elefanten namens Zuwanderung zu setzen, will die Selbsthilfegruppe im Wahljahr 2019 endlich richtig zum Erfolg führen. Auf dem Wege dahin wird der Industrie-, Energie-, Automobil- und Forschungsstandort bedenkenlos geplündert.

Die Kommunisten scheiterten an ihrem System. Sie hatten nicht die Spur einer Chance. Die Bundesrepublik Deutschland verfügt über grandiose Möglichkeiten prosperierender Entwicklung im Gebäude der sozialen Markwirtschaft und was macht diese Bundesrepublik? Sie begeht wirtschaftlichen Selbstmord. Hallelluja!

Was die einen nie hätten erreichen können, missachten die anderen ganz bewusst. Wo das Herz aufgeht, hat der Verstand keine Chance.

Die Schriftgelehrte Katrin Göring Eckardt weist uns erneut den Weg aus der Verdammnis. 2015 erklärte sie uns „Deutschland wird religiöser“, heute erklärt sie Greta zur „Prophetin“, wie die Saarbrücker Zeitung kundtut: „… Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat die 16 Jahre alte schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg als Prophetin bezeichnet. In einer Kanzelrede in der evangelischen Salvatorkirche in Duisburg verglich sie die Schülerin mit dem sozialkritischen Propheten Amos, der im achten Jahrhundert vor Christus im Nordreich Israel wirkte. Epd“.

Greta ist auf historischer Mission. Wer mit ihr ist, ist auf dem Weg der Unsterblichkeit und des Seelenheils. Wer kann da wohl widerstehen?

Zweiundsiebzig eintausendsechshundertjährige Jungfrauen sind nichts dagegen.

Quelle: Weissgerber – Freiheit

KOMMENTARE

MEIST KOMMENTIERT

Dann mach doch die Bluse zu!

Frauen bestehen auf ihrem Recht, sexy zu sein – ganz für sich selbst, natürlich. Darauf reagieren darf Mann nämlich nicht, sonst folgt gleich der nächste #Aufschrei.

Diktatur des Feminismus

Die Frage nach einer Frauenquote ist eine Phantom-Debatte. Junge Frauen wollen ihre Karriere planen und nicht mit den alten Feministinnen mühsam über etwas diskutieren, das für sie keine Relevanz hat.

Rette sich, wer kann

Peter Singer glaubt, im Namen der Ethik die Grenzen des Menschseins neu definieren zu können. Er irrt gewaltig. Wer Grundrechte für Affen fordert und gleichzeitig die Tötung von Neugeborenen verteidigt, ist vor allem eins: verwirrt.

Männer, die auf Busen starren

Wer Sexismus noch nie erlebt hat, kann ihn auch nicht verstehen. Weiße Hetero-Kerle haben leicht reden.

Der Jude war’s

In Berlin wird ein Rabbiner brutal verprügelt, weil er Jude ist. Indes werfen Experten schon die Frage nach dem Warum? auf, die zielsicher zum Juden anstatt zum Antisemiten führt.

Amerika und die deutsche Seelenhygiene

Deutschland kämpft gerne für Toleranz und gegen Hass. Es sei denn, es geht um Amerika. Da macht jeder zweite Deutsche eine Ausnahme und suhlt sich in Amiphobie.

Mobile Sliding Menu