Kommission will Kohleausstieg bis 2038

von Gunter Weißgerber26.02.2019Innenpolitik, Wirtschaft

Drei√üig Jahre sind seit 1989 ins Land gegangen. Viel schwer Erlerntes geht inzwischen den Bach herunter. Es sind jedoch nicht mehr die DDR und die SED, die an Planwirtschaft glauben. Im Jahre 2019 der Herren CDU, SPD, Linken und Gr√ľnen sind es die Bundesregierung, der Bundesrat und die sog. Kohlekommission, die die deutschen Kohlel√§nder mit Planwirtschaft √ľberziehen wollen.

Der VIII. Parteitag der SED beschloss 1971 mit der ‚ÄěEinheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik‚Äú den Weg einer exorbitanten Verschuldung zum Zweck der Ruhigstellung der Bev√∂lkerung. Die SED kaufte damals Zeit. Was ihr bekanntlich nichts n√ľtzte. Der Fehler lag im System, nicht an der Ausf√ľhrung.

Eigentlich war der SED-Beschluss ein Wiederg√§nger von ‚ÄěBrot f√ľr Rom‚Äú. Rom ging dennoch nach Jahrhunderten unter. Im Fall der gr√∂√üten DDR der Welt lag die Maximalhaltbarkeitsdauer bei vierzig Jahren.

Eine Erkenntnis aus dem Zusammenbruch der DDR-Wirtschaft war den Zeitgenossen 1989 offensichtlich: Planwirtschaft, ob kommunistisch oder sozialistisch ist auf begrenzte Zeit mit Hilfe von Repression gegen die eigene Bevölkerung scheinbar stabil durch-haltbar. Doch der Punkt, an dem Ideologie und Wille mit den Gesetzen des Marktes kollidieren und implodieren, der ist nicht zu beseitigen.

Die DDR mit ihrem Planwirtschaftssystem ging zwangsl√§ufig den Weg allen Irdischen. Auch aktuelle und zuk√ľnftige Planwirtschaften werden dieses Jammertal beschreiten m√ľssen. Das √∂lreiche und gleichzeitig spritarme Venezuela liefert gerade den Beweis. Der Sahara w√ľrde es unter planwirtschaftlichen Bedingungen auch schon l√§ngst an Sand mangeln.

Ob sich die Bundesrepublik mit den planwirtschaftlichen Energie-, Mobilit√§ts-, Ern√§hrungswenden und sonst welchen Kunstprodukten √ľbernimmt oder damit den Weg allen Irdischen gehen wird, das bleibt in den n√§chsten beiden Jahrzehnten zu beobachten. Mir schwant nichts Gutes.

Drei√üig Jahre sind seit 1989 ins Land gegangen. Viel schwer Erlerntes geht inzwischen den Bach herunter. Es sind jedoch nicht mehr die DDR und die SED, die an Planwirtschaft glauben. Im Jahre 2019 der Herren CDU, SPD, Linken und Gr√ľnen sind es die Bundesregierung, der Bundesrat und die sog. Kohlekommission, die die deutschen Kohlel√§nder mit Planwirtschaft √ľberziehen wollen.

Der Glaube, eine Schl√ľssel-Industrie abw√ľrgen und daf√ľr staatlich organisiert Wirtschaft und Arbeit schaffen zu k√∂nnen, steht dem SED-Glauben von 1971 nicht nach. Herzlichen Gl√ľckwunsch!

Einen besonderen Vogel schie√üt dabei die deutsche Sozialdemokratie ab. Sie will sich in den Wahlk√§mpfen dieses Jahres die Treuhandanstalt vor die Brust nehmen, ohne die Ursache dieser Treuhandanstalt zu benennen, n√§mlich die sozialistische Planwirtschaft. Potjemkin l√§sst gr√ľ√üen.

W√ľrde sie diese Ursache benennen, h√§tte sie ein un√ľberwindliches Problem mit dem heutigen planwirtschaftlichen Ansatz der Kohlekommission. Da die SPD sich aber ausdr√ľcklich nicht den Ursachen des Niedergangs der DDR-Wirtschaft widmet, kann sie mit den Empfehlungen der Kommission mitschwimmen und den vormals eigenen W√§hlern Sand in die Augen streuen.

Damit ist die SPD heute schon f√ľr das n√§chste Fiasko planwirtschaftlicher Methoden verantwortlich. Sie ist gut beraten, ihre aktuelle Wahlkampfpropaganda bez√ľglich der Treuhandpolitik so zu formulieren, dass deren Parolen ohne gr√∂√üere Probleme in wenigen Jahrzehnten wieder aus der Kiste zu ziehen sind.

Das w√§re dann echte Nachhaltigkeit. Zumal niemand wei√ü, ob und wie es die SPD in wenigen Jahrzehnten noch gibt und diese noch gen√ľgende Ressourcen f√ľr Wahlk√§mpfe besitzen wird. Die meisten W√§hler sind ja bereits jetzt nachhaltig vergrault.

Quelle: “Weissgerber – Freiheit”:https://www.weissgerber-freiheit.de/

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