Katarina Barley auf dem Trip zur Spezialdemokratin

von Gunter Weißgerber10.02.2019Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik, Medien

Jeder Wahlbürger, jede Wahlbürgerin besitzt das Recht, selbst festzulegen, wer sie oder ihn im Parlament vertreten soll! Frau Barley will dem Wahlvolk per Wahlgesetzverkrümmung eine Geschlechter-Vorauswahl präsentieren, die allem widerspricht, was sich die Freiheitsliebenden unter den Deutschen bisher erstritten haben.

Katarina Barley hat das Glück der späten und diktaturfreien Geburt. Sie hat keinen Schimmer, kann den gar nicht haben, vom Hoffen, Bangen und Kämpfen für das freie, allgemeine, geheime und unmittelbare Wahlrecht. Den Nachweis ihres Defizites in dieser grundlegenden demokratischen Frage liefert sie am laufenden Band und hofft damit auf Wählerstimmen für die Europawahl. Spezialdemokraten werden ihr gewiss Stimmen schenken, Weitaus mehr Wähler werden sich nun erst recht kopfschüttelnd von der SPD abwenden.

Wahlrecht und Wahlgeheimnis sind der Kitts des Vertrauens in den demokratischen Staat. Wer sich am Wahlrecht vergreifen will, wer das gleiche Gewicht von Wähler-Stimmen ideologisch, rassistisch oder geschlechterkampfmäßig verbiegt, der hat ausgespielt. Jedenfalls bei Staatsbürgern, die den Unterschied Diktatur und Demokratie aus eigenem Erleben kennen oder im Geschichtsunterricht gut aufgepasst haben.

Jeder Wahlbürger, jede Wahlbürgerin besitzt das Recht, selbst festzulegen, wer sie oder ihn im Parlament vertreten soll! Frau Barley will dem Wahlvolk per Wahlgesetzverkrümmung eine Geschlechter-Vorauswahl präsentieren, die allem widerspricht, was sich die Freiheitsliebenden unter den Deutschen bisher erstritten haben.

Ursprünglich wollte die SPD nach Ablauf von dreißig Jahren ihre eigene Geschlechterquote evaluieren und feststellen, ob diese nicht ihren innerparteilichen Sinn erfüllt haben würde und auf diese fürderhin verzichtet werden könne. Die SPD evaluierte ihre Quote jedoch nach der selbst beschlossenen Frist nicht und setzt inzwischen sogar noch einen drauf.

Die „Frankfurter Rundschau“ schreibt „Barley will feministische Wahlrechtsreform! Wenn ich das lese, schüttelt es mich. Mir graut vor dieser Hybris. In der DDR hätte das „Barley will eine sozialistische Wahlrechtsreform“ geheißen. Bei Maduro war die Institutionalisierung des „Sozialismus“ in die venezolanische Verfassung so eine „sozialistische „Reform“. In der DDR war der „Sozialismus“ verfassungsmäßig wie die Herrschaft der SED (Artikel 1 der DDR-Verfassung“ festgeschrieben. Katarina Barley muss ich nun zutrauen, sie würde in einem nächsten Schritt den „Feminismus2 attributiv vor das Grundgesetz setzen wollen.

Was will Katarina Barley tatsächlich? Der Parteienrechtler Martin Morlok attestiert dem Deutschen Bundestag jetzt schon eine Überrepräsentanz von Frauen. Genügt das immer noch nicht?
Wer kann hier den Hals nicht voll bekommen?

Für Demokraten kann es nur das allgemeine, freie, geheime und unmittelbare Wahlrecht geben! Ein Attribut, sei es sozialistisch, sei es feministisch, sei es sonst wie ideologisch gekrümmt, zerstört das Wahlrecht und lässt es zur Farce verkommen. Wer diese Demokratie erhalten will, der/die sollte pfleglicher mit ihr umgehen. Vor allem wenn es ausgerechnet Juristinnen sind, die solcherart Budenzauber veranstalten.

Quelle: “Weißgerber – Freiheit”:https://www.weissgerber-freiheit.de/2019/02/04/katarina-barley-auf-dem-trip-zur-spezialdemokratin/

KOMMENTARE

MEIST KOMMENTIERT

Ursula von der Leyen ist eine überzeugte Europäerin

„Der Prozess war schwierig, hat Wunden geschlagen und bedeutet einen Rückschritt gegenüber dem 2014 Erreichten. Das Geschehene muss aufgearbeitet werden, damit die Bürgerinnen und Bürger 2024 unter deutlich besseren Voraussetzungen zur Europawahl gehen können. Heute gilt aber: Die überpartei

Wie ein Präsident Selensky relativ erfolgreich sein könnte

Ein Großteil der intellektuellen Elite, politischen Chatcommunity, weltweiten Diaspora und ausländischen Freunde der Ukraine ist entsetzt über den Ausgang der ukrainischen Präsidentschaftswahlen. Der Schauspieler, Komiker und Geschäftsmann Wolodymyr Selensky wird, nachdem er im ersten Wahlgang

August von Hayek: „Der Weg zur Knechtschaft“

Von 1940 – 1943, als der Kampf gegen das Deutschland der Nationalsozialisten noch nicht entschieden war, schrieb August von Hayek im englischen Exil, in das er vor den Nationalsozialisten geflüchtet war, „Der Weg zur Knechtschaft“. Es erschien 1944 in England, dem Land, das Europa innerhalb v

Die Migrations-Politik der EU ist gescheitert

Vortrag von Herr Köppel bei der EKR (Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer) im Europaparlament in Brüssel am 17.06.2019, als Beitrag zur Diskussionsrunde „Die EU nach den Wahlen - weniger Europa“. Herr Köppel erläutert, warum die Schweiz mit der EU bestens zusammenarbeiten wi

Teilen und Herrschen: Frankreich will immer im EU-Poker mitsspielen

Um die Schwierigkeiten zu verstehen, die die Besetzung der sogenannten Topjobs (Kommissions-, EZB- und Parlamentspräsident, sowie den Hohen Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik) in der EU mit sich bringen, lohnt es sich die Mitglieder der EU einzeln nach Gewichtung, Interessen und m

Wie ein schwacher Staat unsere Sicherheit aufs Spiel setzt

Die Bibliothek des Konservatismus Berlin ist eines der kleinen gallischen Dörfer in der rot-dunkelrot-grünen Hauptstadt des besten Deutschlands, das wir je hatten, von denen Widerstand gegen den Zerfall unseres Landes ausgeht. Am 3. Juli war in der Bibliothek jeder der über dreihundert unbequeme

Mobile Sliding Menu