Angela Marquardt machte mit der „Antifa“ den Linksextremismus endgültig für die SPD salonfähig

von Gunter Weißgerber12.01.2019Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik, Medien

Für das Grundrecht auf Meinungs- und Demonstrationsfreiheit gingen Millionen Ostdeutsche auf die Straße. Niemand hat das Recht, dieses Grundrecht willkürlich einzuschränken!

Am 12. Dezember 1989 titelte die “Leipziger Volkszeitung” über die “Montagsdemonstration“ vom Vorabend “Andersdenkende waren hautnah beieinander” und schrieb weiter “… Auch wenn die Redner teilweise durch Pfiffe und Buh-Rufe unterbrochen wurden, war die Bereitschaft zum Zuhören deutlich. …”

Als einer der damaligen Redner kann ich das nur bestätigen. Dreißig Jahre später liest sich das wie aus einer fernen Welt.

Demonstrierten 1989/90 Montag für Montag für Freiheit und Einheit Hunderttausende entgegen des Uhrzeigersinns um den Leipziger Innenstadtring und liefen gleichzeitig mehrere hundert vorwiegend junge Leute im Uhrzeigersinn völlig gefahrlos dem Wunsch der tausendfachen Übermacht entgegen, so ist das heute alles nicht mehr möglich. Die 1989 gewonnene Demonstrations- und Redefreiheit zerinnt in täglichen Exzessen.

Seit längerem schwant mir, wären es damals umgekehrte Demonstrationszahlen gewesen, die in dem Fall an Zahl viel kleineren Freiheits- und Einheitsbefürworter hätten ihren Marsch gegen den Anti-Freiheits- und Einheitswunsch der dann tausendfachen Überzahl nicht ohne größte Gefahr für Leib und Leben überlebt. Zum Glück waren wir Tausende Male mehr als viele der damaligen Gegenläufer.

Noch etwas anderes war 1989/90 ff. undenkbar. Die SED als Partei der Diktatur war Hauptgegner, deren Demonstrationen und Aktivitäten wurden jedoch nicht behindert oder gar unmöglich gemacht. Niemand aus der riesigen Mehrheit wäre der undemokratischen Idee verfallen, SED-Demonstrationen zu behindern oder SED-Mitglieder zu verprügeln.

Was sich beispielsweise das „Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz“ seit Jahren anmaßt und was vor allem durch eine fahrlässig handelnde Politik gefühlt unterstützt wird, nämlich das Behindern von Demonstrationen von tatsächlichen oder vermeintlichen Gegnern der Freiheitlich demokratischen Grundordnung (FDO), das wäre vor dreißig öffentlich nicht goutiert worden. Damals galt, was auch heute noch gelten sollte: Das Behindern von (genehmigten!) Demonstrationen ist eine erste Stufe der Eskalation, ist faktisch Lynchjustiz.

Friedliche Gegendemonstrationen ohne Behinderung anderer Demonstrationen gehören dagegen selbstverständlich zum demokratischen Instrumentarium und müssen ebenfalls immer möglich sein. Das gehört zur Diskursfähigkeit in einer Gesellschaft.

Für das Grundrecht auf Meinungs- und Demonstrationsfreiheit gingen Millionen Ostdeutsche auf die Straße. Niemand hat das Recht, dieses Grundrecht willkürlich einzuschränken!
Hier ist der demokratische Rechtsstaat, sind die demokratischen Parteien der Bundesrepublik gefordert, Farbe zu bekennen! Wer anderen dieses Grundrecht vorenthält, der wird es infolge selbst irgendwann verlieren. Weil er/sie das Fundament von Freiheit und Demokratie zerstört.

Hier müsste auch Andrea Nahles für die SPD Flagge zeigen!

Im September 2018 forderte ihre offizielle Mitarbeiterin Angela Marquardt mit „Im Kampf gegen rechts braucht die SPD auch die Antifa“ die Kooperation mit der Antifa, also mit Linksextremisten.

Andrea Nahles fiel der Antifa-Freundin Marquardt (erwartungsgemäß?) leider keineswegs in die Arme, rettete nicht das Ansehen der SPD. Spätestens seit dem ist klar: Die Nahles-SPD scheint bereit, sich mit Feinden der Freiheit zu verbünden. Ist noch tieferes Sinken möglich?

Am 7. Januar 2019 fiel der AfD-Abgeordnete Frank Magnitz einem brutalen Überfall zum Opfer, der zum Tode des Mannes hätte führen können. „RP-online“ schreibt dazu am 08.01.2019 „..Wenn es nicht endlich gelingt, dieser sich aufheizenden Stimmung Einhalt zu gebieten, könnten uns Szenen auf den Straßen drohen, die sich auch in der Weimarer Republik abspielten. Gegen politischen gewaltbereiten Extremismus – von links wie von rechts – muss sich die Demokratie wehrhaft zeigen. Das war die wichtigste Lehre aus dem Scheitern der Weimarer Republik. Wehret den Anfängen – lautet der Lehrsatz. Die Anfänge aber sind längst schon zu besichtigen. …“

Sollten die Vermutungen zutreffen, dass der AfD-Mann einem politisch motivierten Anschlag zum Opfer fiel, dann ist auch Andrea Nahles gefordert! Ihre Mitarbeiterin Angela Marquardt machte mit der „Antifa“ den Linksextremismus im „Vorwärts“ endgültig für die SPD salonfähig. Deshalb muss sich Andrea Nahles für die SPD sofort von jeglichem Extremismus distanzieren, sowohl vom rechten als auch vom linken! Und sie muss Angela Marquardts Ansinnen einer Zusammenarbeit mit der „Antifa“ öffentlich entgegentreten!

Es genügt nicht, dass sich mit Katarina Barley, Heiko Maas und Johannes Kahrs sofort Sozialdemokraten gegen politisch motivierte Gewalt äußerten. Die SPD-Vorsitzende ließ den Eindruck SPD-sakrosankten Wirkens der „Antifa“ entstehen. Es ist an der SPD-Vorsitzenden, das öffentlich und glaubhaft zu korrigieren! Damit niemand sagen kann, die Opfer linker Gewalt seien auch die Opfer von Andrea Nahles und damit der SPD!

Quelle: “Weissgerber – Freiheit”:https://www.weissgerber-freiheit.de/
Wenn sich Andrea Nahles nicht besinnt, macht sie genau das kaputt, was Willy Brandt mit dem “Radikalenerlass” und Helmut Schmidt mit seinem Standhalten gegen den Terror der RAF an Vertrauen in die deutsche Sozialdemokratie schufen.

KOMMENTARE

MEIST KOMMENTIERT

Öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten machen linke Berichtserstattung

Zur Studie des Reuters Institute, wonach die öffentlich-rechtlichen Sender lediglich eine Minderheit der Bevölkerung erreichen, die sich darüber hinaus links der Mitte verortet, erklärt der AfD-Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland.

Die AfD ist der Aufstand der Straße gegen die Zumutung des kategorischen Imperativs

Die mangelnde Problemlösungsfähigkeit, die den regierenden Parteien in Umfragen unterstellt wird, scheint mir das eigentliche Problem. Keiner behauptet, die AfD könne die Probleme lösen oder habe die Konzepte dafür; sie ist reine Protestpartei, inhaltlich nichts sagend.

Der Klassenkampf hat gerade erst begonnen

Es ist hohe Zeit zu begreifen, dass der linke Zeitgeist brandgefährlich ist. Jene, die das, was sie für das Gute halten, wie eine Monstranz vor sich her tragen und unermüdlich die Welt verbessern wollen, lassen alle Hemmungen fallen, wenn sie feststellen müssen, dass es Andersdenkende gibt.

Die DDR kommt wieder!

Zwei Drittel der Berliner befürworten einen Mietendeckel, wenn die Mieten zu stark ansteigen. Das Bundesverfassungsgericht sagt, dass „preisrechtliche Vorschriften, die durch sozialpolitische Ziele legitimiert werden, verfassungsrechtlich nicht ausgeschlossen sind“. Die Mietpreisexplosion in Be

Die AfD verändert die politische Geographie

Am 1. September wird in Brandenburg und Sachsen gewählt. Die ermatteten Volksparteien bekommen ihre Quittung für eine Politik politischer Lethargie. Die AfD pflügt seit Wochen die politische Landschaft um, aber warum hat sie so eine Macht in Ostdeutschland?

Greta Thunberg ist eine grüne Koboldexpertin

Tag für Tag verkünden uns Marionetta & Co. mit ernster Miene, dass das Ende der Welt bevorsteht, wenn nicht endlich, endlich, endlich die Forderungen einer schwedischen Schulschwänzerin und einer grünen Koboldexpertin eins zu eins in die Tat umgesetzt werden - sprich: Wenn unser aller Leben nich

Mobile Sliding Menu