Der SPD ist in der Causa Merz zur Mäßigung zu raten

von Gunter Weißgerber28.11.2018Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik, Medien

Manuela Schwesig schwang bei „Anne Will“ die Klassenkampf- und Sozialneidkeule gegen Friedrich Merz. „Erst sagt sie, es sei in Ordnung, dass er in der Wirtschaft viel Geld verdient hat, nennt das dann aber “Kasse machen” und erwähnt seine beiden Flugzeuge, die wunderbar zum Vorwurf der Abgehobenheit passen.“

Wie tief muss eine Partei unter Wasser nach dem letzten Strohhalm schnappen, wenn sie solche Attacken fährt? Vom Glashaus hat die Manuela aus MeckPomm noch nie was gehört?

Es war im letzten Bundestagswahlkampf. Martin Schulz wurde sein mögliches Vermögen vorgeworfen. Es war eine gleichermaßen üble wie schmutzige Kampagne. An der sich die Union weder personell noch als Partei beteiligte. Im Fall Merz ist das genau anders herum. Die SPD befeuert den miesen Diskurs.

Gesetzt den Fall, Martin Schulz und Friedrich Merz deklarieren ihre Einkünfte in Gänze und ehrlich beim Finanzamt, dann bleibt ein gravierender Unterschied zwischen beiden Politikern:
Martin Schulz erwarb seinen Wohlstand vor allem als bis vor kurzem erfolgreicher Politiker aus öffentlichen Kassen, Friedrich Merz wurde durch erfolgreiche Arbeit in der Wirtschaft wohlhabend.

Beides ist in Ordnung. Leistung muss sich lohnen. Bekommen die einen ihren „Lohnanspruch“ in Wahlen zugesprochen, werden die anderen von ihren Firmen belohnt oder bestraft. Martin Schulz wurde 2017 bestraft. Weder wurde er Bundeskanzler oder Minister, noch ist er Parteivorsitzender geblieben. Die SPD steht heute bei 14 Prozent, was als Belohnung für gute Arbeit nicht herhalten kann. Friedrich Merz wurde für erfolgreiche Arbeit von seinen Auftraggebern meist belohnt, große Teile seiner Partei hoffen nun auf einen neuen Aufstieg durch und mit ihm. Ob es zu dieser Art Belohnung kommt, wird sich zeigen.

Manuela Schwesig ließ mit ihrer Hass-Botschaft auf Merz‘ „Kasse machen“ tief blicken. Alimentierung aus öffentlichen Haushalten steht bei ihr höher im Kurs als die Bezahlungen in der Wirtschaft. Der Staat ist alles (wenn er Schwesig-regiert daherkommt?), die Wirtschaft ist Feind und Ausbeuter. Margot Honecker und Manuela Schwesig waren keine Banknachbarinnen in der sozialistischen Klipp-Schule. Dieselben widergängigen Lehrer könnten sie gehabt haben. DDR For Ever. Es schmeckt jedenfalls so. Daher auch die Liebe zum öffentlich geförderten Beschäftigungssektor.

„Früher“ war es großen Teilen der aufgeklärten Gesellschaft wichtig, Parlaments- und Wirtschaftsgrenzen durchlässig zu halten. Spitzenpersonal sollte sich an jeder Stelle zum Wohle der Gesellschaft einbringen können. Mit Hass-Tiraden a‘ la Schwesig wird das Gegenteil erreicht: Niedergang des Parlamentarismus, schlecht verwalteter Staat und Niedergang der Wirtschaft sind die Folgen und zwar in dieser Reihenfolge. Der Fisch stinkt immer vom Kopf her.

Der SPD ist in der Causa Merz zur Mäßigung zu raten. Wie sang doch Claire Waldorf so schön „Wer schmeißt den da mit Lehm..“

Quelle: “Weissgerber – Freiheit”:https://www.weissgerber-freiheit.de/2018/11/20/wer-schmei%C3%9Ft-denn-da-mit-lehm/

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