Angela Merkel und Camelot

von Gunter Weißgerber19.08.2018Innenpolitik

Hank Morgan, der Yankee an King Artus‘ Hof ist wiedererwacht. Inmitten Queen Angelas Hof bei ARD und ZDF. Alldieweil sich die Götter der allgemeinen Wirrnis für Morgans Erweckung das schmucke Thüringenstädtchen Jena auswählten.

Nicht nur das. Er schlug Augen und Ohren pünktlich zu Beginn des Schäferstündchens der Bundeskanzlerin mit ihrem handverlesenen Hofstaat – einfach mal so „Bürger“ genannt – auf.

Es kam ihm verdächtig bekannt vor. Er entsann sich sofort der täglichen Berichterstattung der Hofgazette von Camelot und staunte über die Maßen: Der gute alte „Arkansas-Journalismus“ von Camelot lebt noch immer! Jetzt in good old germany am Hofe Angelas. Sozusagen ein ewiger Wanderer aus der Zeit der ersten Völkerwanderung bis in die heutige Zeit der neuen Völkerwanderung. Donnerwetter!

Um bei Artus weder anzuecken und ihm zu gefallen, schrieben damals die camelotschen Gazetteure:

Am Montag ritt der König in den Park
„ Dienstag „ „
„ Mittwoch „ „
„ Donnerstag „ „
„ Freitag „ „
„ Samstag „ „
„ Sonntag „ „

Das war für damalige Verhältnisse jede Menge Information. Mehr bedurfte es nicht.

Der camelotsche Nachwuchs anno Domini 2018 zu Jena gibt sich dagegen zugegebener Maßen mehr Mühe. Kurze tägliche Sätze wie das artussche Hofreiten genügen heute nicht mehr. So gesehen hat sich die Hofberichterstattung tatsächlich weiterentwickelt: Vom kargen spätantiken zum wortschwalligen Hofbericht der neuen Zeit. Hofbericht bleibt dennoch Hofbericht.

Rein inhaltlich bleiben sich die Camelots Hofschreiber aber über die Zeitläufte irgendwie treu. Das scheint zu den Marken „Artus“ und „Merkel IV und ihre Zeit“ dazu zu gehören.

Quelle: Weissgerber – Freiheit

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