Öffentliche Aufträge öffnen

von Gunnar Sohn14.11.2012Innenpolitik

Die Nähe der Politik zur Industrie zeigt sich bei der Auftragsvergabe: Wer beim Schnitzelkauf nur Angebote von Bäckern einholt, trifft seine Entscheidung vorab.

Warum transportieren eigentlich Organisationen wie das Institut der deutschen Wirtschaft immer noch das Märchen von der heilsamen Wirkung der Re-Industrialisierung? Wo doch auf dem IT-Gipfel in Essen wieder dokumentiert wurde, dass selbst altehrwürdige Konzerne wie ThyssenKrupp ohne Informations- und Kommunikationstechnologie nicht mehr überlebensfähig wären. Nach Meinung des Publizisten Wolf Lotter gibt es viele Institute und Direktoren, die eng mit dem industriellen Sektor verflochten sind. Man müsse sich nur die Namensliste der Berliner Industrielobby anschauen.

„Teilweise sogar in Personalunion. Das spielt sich vor allem im roten und schwarzen Lager ab. Da wird jemand Politiker mit einer alt-industriellen Lackierung, der dann später zum Verbandschef aufsteigt, um seine Freunde im Industrielager weiter zu unterstützen“,

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