Helft euch selbst, dann wird euch geholfen

von Günter Neubauer15.03.2010Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik

Gesundheit für alle muss zunächst eine Forderung gegen jeden Einzelnen selbst sein. Nur so lässt sich das Gesundheitssystem auf dem heutigen Niveau halten. Bevor also Dritte helfen, muss jeder sich selber helfen – nicht zuletzt eine Frage der Lebensführung.

“Gesundheit für alle gibt es nicht mehr.” – Dieser These muss man erst dann zustimmen, wenn es uns in den nächsten zehn Jahren nicht gelingt, die gesundheitsökonomischen wie auch die gesellschaftlichen Strukturen unseres Gesundheitssystems grundlegend zu verändern. Bleibt es bei dem derzeitigen System, werden wir tatsächlich in absehbarer Zeit Gesundheit auf dem heutigen Niveau nicht mehr für alle finanzieren können.

Gesundheit für alle muss zunächst eine Forderung gegen jeden Einzelnen selbst sein

Was ist und gilt es zu ändern? Fangen wir mit den gesellschaftspolitischen Strukturen an: Dies gilt schon für die Fragestellung. Gesundheit für alle ist nicht mehr finanzierbar, wird quasi als Forderung bzw. Anklage gegen Dritte gestellt. Tatsächlich aber muss Gesundheit für alle zunächst eine Forderung gegen jeden Einzelnen selbst sein, denn Gesundheit ist heute mehr denn je von der Lebensweise des Einzelnen beeinflusst. Nachdem Seuchen und andere Krankheiten, die von Dritten ausgelöst werden, weitgehend ausgelöscht sind, treten mehr und mehr die sogenannten Wohlstandskrankheiten in den Mittelpunkt. Genau diese aber sind vom Verhalten des Einzelnen abhängig und beeinflussbar. Was kann aber der Einzelne jeweils tun, wie ist dieser Aufwand zu finanzieren? Gesundheitliches Verhalten verlangt in erster Linie einen individuellen Zeitaufwand als quasi Finanzierung. Der individuelle Zeitaufwand jedes Einzelnen ist zwar nicht selbstverständlich, muss aber absolut vor Hilfe durch Dritte eingefordert werden. Eine zulässige Hilfe zur Selbsthilfe ist durch die sonst betroffenen Dritten zu leisten. Hier sind in erster Linie der Staat, insbesondere das Erziehungssystem, und in zweiter Linie auch die Krankenkassen angesprochen. Schließlich dient ein präventives Verhalten auch gleichzeitig zur Stärkung der Finanzierungsgrundlagen.

Präventive Gesundheitsversorgung als Finanzierungsgrundlage

Es gilt, Menschen bis zum 67. oder noch höheren Lebensalter erwerbsfähig zu halten. Voraussetzung ist, dass sie sich dem sowohl körperlich als auch geistig gewachsen fühlen. Hier wird also eine gezielte präventive Gesundheitsversorgung gleichzeitig die Finanzierungsgrundlagen für das Gesundheitssystem stärken und so auch die Möglichkeiten für kurative Medizin erweitern.

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