Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen. Kurt Tucholsky

Fünf Minuten zur Totalvernichtung

Die Sehnsucht nach Frieden steht im direkten Zusammenhang mit der Angst vor dem Krieg. Je größer die Gefahr ist, dass ein Krieg ausbrechen könnte, umso stärker wird bei den meisten Menschen und Völkern die Sehnsucht nach Frieden. Wenn dabei auch noch Atomwaffen eine ernsthafte Rolle spielen, dann werden die Urängste einer Apokalypse geweckt, die die Realität ausblendet.

Regierungen greifen, fast immer unterstützt von ihrem Volk, zu Strohhalmen und sind bereit, potenziellen Massenmördern entgegenzukommen, wenn sie darin eine Chance sehen, dass der mit seinen Untaten wenigstens nur das eigene Volk vergewaltigt.

Rund um die koreanische Halbinsel sind die Mechanismen von träumerischer Friedenssehnsucht und knallharter Machtpolitik zurzeit wie unter einem Brennglas zu besichtigen. Vor allem wir Europäer, die in diesem Konflikt im Fernen Osten überhaupt keine Rolle spielen, sind bereit, dem Mörder Kim Jong-un den roten Teppich auszurollen, solange er nur auf Atomwaffen verzichten würde. Aber was schreibe ich da? Sind wir nicht schon zufrieden, wenn er nur verspricht, sie einzumotten und ein paar nicht ganz ausgereifte Interkontinentalraketen nicht mehr abzuschießen? Und schon würden die Europäer ihm wirtschaftlich behilflich sein, sein Volk wie auch bisher zu unterjochen und seine potenziellen Gegner einzeln oder gruppenweise hinzurichten, so wie seinen Halbbruder Kim Yong-nam und seinen Onkel Jang Song-taek und dessen Sippe.
Die Aussicht auf Frieden in Korea hat sogar die ärgsten Kritiker des amerikanischen Präsidenten Donald Trump ruhiggestellt. Sie sind darüber ins grübeln gekommen, ob er mit seiner brutalen, man könnte auch sagen unflätigen Art, dem kleinen Raketenmann in Pyöngjang wirklich soviel Angst eingejagt hat, dass dieser einknickt und sich von seinen Atomwaffen trennt. Über den Preis, den er dafür fordern will, wurde kaum diskutiert. Hauptsache, der Diktator wird handzahm und die Kriegsgefahr gebannt.

Gefährliche Sehnsucht nach bedingungslosem Frieden

Ich halte das für eine gefährliche Illusion. Wenn Kim Jong-un jetzt sein Atomtestgelände aufgibt, hat das sicher nichts mit amerikanischen Drohungen zu tun. Entweder sie sind, wie viele Spezialisten vermuten, durch die vorangegangenen Tests eh schon unbrauchbar, oder der skrupellose Diktator sieht sein Regime durch China gefährdet. Zweimal hat er sich schon mit dem chinesischen Machtpolitiker Xi Jiping getroffen, nachdem er, seit er auf den Präsidentenstuhl in Pyöngjang gestiegen ist, sein Land nicht mehr verlassen hatte. Das lässt darauf schließen, dass er begriffen hat, dass, um zu überleben, er nicht die Interessen Chinas stören darf. Und im Interesse Chinas ist es nicht, dass die US-Amerikaner neue Raketensysteme in Südkorea aufstellen, die zwar Südkorea schützen sollen, aber deren Wirkung bis weit nach China hinein reichen. Die Zustimmung Pekings zu einer UN-Resolution, die Nordkorea mit weiteren Sanktionen belegt, hat dem Vasallen in Pyöngjang auch gezeigt, dass China seine Handelsbeziehungen zu den USA nicht wegen eines unberechenbaren Diktators aufgeben will.

Seit dem Ende des 2. Weltkrieges haben wir viele blutrünstige Gewaltherrscher erlebt, deren Verbrechen mehr oder weniger hingenommen wurden. Dazu zählen in Afrika der ehemalige britische Soldat Idi Amin aus Uganda und der ehemalige französische Sergeant, der selbsternannte Kaiser Bokassa aus der Zentralafrikanischen Republik, in Asien Maos Kulturrevolution in China und in Pol Pots Kambodscha der Massenmord, der das Land in die Steinzeit zurück versetzen sollte. Die Militärregierungen in Lateinamerika erfreuten sich der Duldung der USA und Europas, und der Venezolaner Maduro darf gerade seine Bevölkerung durch Hunger und Verfolgung aus dem Land treiben. Alles gruselige Gestalten. Aber nur in Nordkorea schaffte es eine Familie, eine unfassbar brutale Herrschaft im Namen des Kommunismus zu etablieren, die jetzt schon die dritte Generation übernommen hat. Das hat in den letzten 100 Jahren kein anderer Tyrann geschafft.

Amerikanische Ahnungslosigkeit

Die Teilung Koreas ist noch nicht einmal ansatzweise mit der ehemaligen deutschen Teilung zu vergleichen, weder bei ihrer Entstehung, noch in ihrer Trennung. Was sie gemeinsam haben, ist die Naivität der Amerikaner bei der Einschätzung des Kommunismus direkt nach dem großen Weltbrand. Für Präsident Franklin D. Roosevelt war Stalin „good old Joe“, dem er Mittel- und Osteuropa überließ, und im Fernen Osten zog der damalige Außenminister Dean Achison im Januar 1950 eine Linie, die die amerikanische Sicherheitsgarantie und damit Interessensregion von den Kurileninseln bis zu den Philippinen zog, die Halbinsel Korea aber nicht berücksichtigte. Das war die Einladung an den koreanischen Kommunistenführer Kim Il-sung, sich ganz Koreas zu bemächtigen, was ihm innerhalb von 6 Monaten ja auch fast gelungen wäre.

Bevor ich die ambivalente politische Gemütslage in Südkorea erkläre, die sich nur durch die Geschichte dieses kleinen Volkes zwischen den Schwergewichten China, Russland und Japan verstehen lässt, will ich die real existierende Teilung beschreiben, um deutlich zu machen: Jeder Schritt hin zu einer militärischen Aggression würde wahrscheinlich Millionen Zivilisten töten. Vor allem betroffen: Die südkoreanische Hauptstadt Seoul. Dies ist auch eines der Hauptmotive des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in, einen Ausgleich zu suchen, um die akute Kriegsgefahr zu verhindern. Dafür ist er zu vielen Zugeständnissen bereit. Schließlich fühlt er die Pistole an seiner Schläfe.

Wo die Aggression in der Luft vibriert

1978 war ich das erste Mal in Panmunjom, jenem Grenzort, in dem eine Baracke steht, durch die die Grenze verläuft. Sie wird auf dem Boden durch eine Leiste markiert, durch die die Mikrofonkabel führen, die dann auf dem Tisch die Grenze markieren, bevor sie in je einem Mikrophon im Süden und Norden enden. Stundenweise übernimmt abwechselnd der Norden und der Süden die Baracke und kann sich dann frei darin bewegen. Direkt an der Grenze, an diesem neuralgischen Punkt, waren US-Amerikaner stationiert. Sie hatten eine Mindestgröße, waren von kräftiger Statur und psychologisch auf Provokationen ohne eigene Reaktion zu zeigen trainiert. Sie hatten nicht nur die Aufgabe, jede Grenzverletzung in Panmunjom durch den Norden sofort zu einem militärischen Konflikt mit den USA aufzuwerten, sondern sie hielten auch Nord- und Südkoreaner davon ab, übereinander herzufallen. Das Gewaltpotenzial war und ist gewaltig und für jeden Besucher spürbar.
Das geht schon auf der Fahrt zur Grenze los. Noch in den Vororten der mittlerweile auf über 12 Millionen Einwohner gewachsenen Stadt Seoul passierten wir mächtige Panzersperren, durchquerten mehrere Sicherheitszonen, und 5 Kilometer vor der Grenze durften nur noch Fahrzeuge mit Sondergenehmigung weiterfahren. Diese beiderseitige 5-km-Zone war bei den Waffenstillstandsverhandlungen 1953 festgelegt worden. Aber sie war so waffenstarrend gesichert, dass da noch nicht einmal eine Maus unbemerkt die Grenze erreicht hätte. Bis 1988, dem Jahr, in dem die Olympischen Spiele in Südkorea stattfanden, war es unmöglich, für das Grenzgebiet außer in Panmunjom eine Dreherlaubnis für meine Korea-Berichterstattung zu bekommen.
Gleich beim ersten Besuch 1978 konnte ich durch eigene Erfahrung das Aggressionspotenzial erleben. Unser US-Begleiter machte uns mit strenger Miene die Verhaltensregeln in der Baracke deutlich. Nicht zu nah an die Fenster treten, keinerlei emotionale Regungen zeigen, jede seiner Anweisungen sei sofort zu befolgen. Dann erzählte er, dass es einen Kampf um die Flaggenständer auf dem Tisch gegeben hatte. Die südkoreanische Seite, repräsentiert durch eine UN-Fahne, war einige Zentimeter höher als die nordkoreanische Flagge. Daraufhin begann ein Wettstreit. Bei jedem der obligatorischen Treffen der Kontrahenten, hatte die andere Seite wieder einige Zentimeter erhöht, bis die Flaggenständer an die Decke der Baracke stießen. Daraufhin vergrößerte der Norden die Plattform, auf der die Flagge befestigt war. Und wieder begann ein Wettstreit, bis die Ständer auf dem Tisch keinen Platz mehr fanden. Das fand ich so kindisch, dass ich laut losprustete. Unglücklicherweise war ich auch noch zu nahe an ein offenes Fenster auf der nördlichen Seite geraten. Der feste und schmerzhafte Griff durch das Fenster von einem nordkoreanischen Soldaten in meine Haare stoppte schnell meinen Übermut. Die Führung wurde durch den US-Soldaten sofort abgebrochen und mit dem gleichen strengen Gesichtsausdruck kanzelte er mich ab.

Eine Millionenstadt mit Panzersperren

Seoul ist heute eine der dynamischsten Städte der Welt. Die Millionen Besucher, vor allem Wirtschaftsvertreter, kümmern sich kaum um das politisch und kulturell komplizierte „Land der Morgenstille“, wie es sich in der Werbung darstellt. Dabei passt die Bezeichnung, „Hermit Kingdom“ besser, das „Einsiedler-" oder sinnbildlich übersetzt, „das verschlossenes Königreich“. Bis 1986, als die Generäle ihre Militärdiktatur im Süden aufgaben, mussten alle Besucher Seouls jeden Mittwoch die Übungen gegen einen Überfall aus dem Norden über sich ergehen lassen. Punkt 12 Uhr heulten die Sirenen, und eine geschäftige Millionenstadt verschwand innerhalb von Sekunden von der Bildfläche. Seoul verwandelte sich in eine Geisterstadt. Seoul ist auf Granit gebaut und der ist durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Es gibt genug Bunker und mittlerweile U-Bahn-Schächte, um den 12 Millionen Einwohnern unterirdischen Schutz zu bieten.

Unter absoluter Geheimhaltung der Orte und der Bewaffnung stehen Panzereinheiten und Luftwaffenstaffeln auch unter den Bergen von Seoul bereit. Und trotzdem: Die Luftwaffe Nordkoreas braucht für ihre Raketen und Jets zirka 5 Minuten, um die Metropole des Südens in ein mörderisches Chaos zu stürzen. Umgekehrt sind die US-Streitkräfte, ausgerüstet mit Atomwaffen, in einer latenten Alarmbereitschaft, um Nordkorea ebenfalls zu vernichten. Nirgendwo in der Welt ist das Gleichgewicht des Schreckens so real, wie auf der koreanischen Halbinsel. Entsprechend groß sind die Befürchtungen der knapp 50 Millionen Südkoreaner, der wahnwitzige Diktator aus dem Norden könnte mit seiner Kraftmeierei den unberechenbaren Egomanen in Washington herausfordern, was dann zu einer Zerstörung der gesamten koreanischen Halbinsel führen könnte. Wie beschrieben: Die Zeitspanne zur gegenseitigen Totalvernichtung ist zirka 5 Minuten.

Die Vorkriegsgeschichte Koreas wird bestimmt von dem Versuch Japans, Korea mit allen Mitteln zu einer Provinz Japans umzuformen. Dies sollte mit der völligen Auslöschung einer koreanischen Identität vollzogen werden. Die Namen wurden japanisiert, die koreanische Kleidung und die Benutzung der Sprache, selbst in der eigenen Familie, streng bestraft. Die Männer wurden zu Millionen in die Rüstungsindustrie oder in Bergwerke außerhalb der japanischen Inseln gezwungen. Noch 1990 lebten hunderttausende Koreaner, die in die Bergwerke der sibirischen Insel Sachalin verschleppt worden waren, als Halbgefangene ohne Chance auf Rückkehr in ihre Heimat. Nach meinem Besuch dieser Kriegsopfer relativierte sich meine Einschätzung russischen Verhaltens gegenüber Kriegsopfer, wenn es sich nicht um die eigenen handelt. Im Krieg wurden dann koreanische Mädchen jahrgangsweise in Soldatenbordelle der Japaner an die Front verfrachtet. Die meisten beim Rückzug der Japaner dann einfach ermordet, so dass es nur wenige Zeuginnen dieses einmaligen Verbrechens gibt.

Die Halbinsel der Diktaturen

Nach der Kapitulation Japans bestimmte eine indifferente, von Unkenntnis der Realitäten geprägte Politik der USA das Schicksal der Halbinsel. Ohne Not überließen die siegreichen Amerikaner der Sowjetunion die Entwaffnung der japanischen Soldaten und Polizei nördlich des 38. Breitengrades. Diese beauftragten kommunistische Kämpfer unter der Führung von Kim Jong-Il, die Japaner zu entwaffnen, was sie zu Helden machte, weil sie die verhasste Kolonialmacht beseitigten. Die Amerikaner dagegen überließen diese heikle Aufgabe ehemaligen japanischen Beamten, also praktisch den Repräsentanten der verachteten Unterdrücker. So hat sich bis zum heutigen Tag auch bei vielen Südkoreanern die Vorstellung eingeprägt, dass die Kommunisten im Norden die wahren Befreier von Japan waren und damit auch die wahren Vertreter der koreanischen Nation. Vor allem junge linksorientierte Studenten setzen heute die Kommunisten mit der Befreiung von Japan gleich. Aber diese Geschichtsklitterung kennen wir ja auch aus Deutschland, wo Stalins Truppen auch von den Linken als Befreier bezeichnet werden.

Der aus dem Exil aus Schanghai und Hawaii zurückkehrende koreanische Nationalist Rhee Syng-man übernahm zwar die Regierung im Süden, wurde aber von den Amerikanern nicht wirklich unterstützt. Während der Kommunist Kim Il-sung mit schweren Waffen aus der Sowjetunion und China versorgt wurde, blieb der Süden weitgehend unbewaffnet. Als dann US-Außenminister Dean Acheson im Januar 1950 seine Landkarte veröffentlichte, in der Korea nicht mehr zum amerikanischen Interessengebiet gehörte, war dies die Einladung zum Überfall der Kommunisten unter Kim Il-sung, dem Begründer jener blutigen Dynastie, die bis zum heutigen Tag den Norden unterdrückt.

Mindestens zweimal schwappte der Krieg von Nord nach Süd und wieder zurück, bis Korea einem einzigen Schutthaufen glich und ziemlich entlang des 38. Breitengrad die Fronten zum Stillstand gekommen sind. Offiziell kämpfte der kommunistische Norden gegen eine US-geführte UN-Truppe. In der Realität hatte Mao Tse-Dong 500.000 Soldaten, sogenannte Freiwillige, entsandt, die mit einem unvorstellbaren Blutzoll die Niederlage der Kommunisten verhinderten.

Das ärmste Land Asiens

1953 nach dem Waffenstillstand war Südkorea das ärmste Land Asiens – die Philippinen übrigens das reichste. Nur durch massive Lebensmitteleinfuhren aus den USA wurden Hunderttausende vor dem Hungertod gerettet. Die beiden Gesichter der USA bestimmen so bis zum heutigen Tag das Schicksal des Landes. Erst haben die Amerikaner, dank geschichtlicher Unkenntnis, die verhasste Kolonialmacht Japan nicht entmachtet und dann mit einer wankelmütigen naiven Politik regelrecht eine Einladung zum Überfall der Kommunisten eingeladen. Aber dann haben sie die Übernahme der Halbinsel mit dem Blutzoll von fast 35.000 gefallener US-Soldaten verhindert. Und während sich weder Mao Tse-Dong noch Josef Stalin um die hungernden Nordkoreaner kümmerten, lieferten die Amerikaner genug Lebensmittel, um die Hungersnot zu beseitigen.
Ähnlich zwiespältig ging es weiter: Weder der Kommunist Kim Il-sung im Norden, noch der aus US-Asyl in den USA zurückgekehrte Rhee Syng-man im Süden waren Demokraten. Beide errichteten Unterdrückungsregime, die nicht zuletzt mit der Wachsamkeit gegen das andere Korea begründet wurden. Eine Diktatur bedingte die andere.

1960 manipulierte Rhee die Wahlergebnisse, was zu einem Aufstand der Studenten führte. Die Amerikaner stellten sich auf die Seite der Studenten und zwangen Rhee wieder ins Exil. Der Weg für eine Demokratie sollte endlich freigemacht werden. Doch 1960 gab es keinen Mittelstand in Südkorea, die Älteren waren noch Analphabeten, das Land immer noch bitter arm, alles Hindernisse für eine Demokratie. Die Folge: Im Süden putschte sich der General Park Chung-hee an die Macht, Er regierte mit harter Hand, aber gleichzeitig schaffte er es mit seiner „Yushin-Bewegung“ in Südkorea, die Grundlagen für den heutigen wirtschaftlichen Erfolg zu legen. Militärisch konnte er sich auf die Amerikaner verlassen. Sie stützten den Diktator.

Die Diktatur des Südens

Wieder herrschten in Korea zwei Diktaturen: Doch während der kommunistische Norden im wirtschaftlichen Chaos versank und durch internationale Mordanschläge, zum Beispiel in Burma, sich immer weiter isolierte, mussten die Menschen im Süden nicht mehr hungern, begann eine industrielle und eine Bildungsoffensive, wie sie es bis dahin noch nie in der Welt gegeben hat. Die Arbeitsbedingungen waren hart. In den Textilfabriken – heute sind die längst nach Bangladesh abgewandert – wurde auch mal 12 Stunden am Stück gearbeitet, wenn es nötig war. In neuen Metallfabriken konnten wir auch noch spät am Samstagabend filmen. Das ganze Land schuftete. Stadtteile für hunderttausende Bewohner wuchsen in die Höhe. Wir filmten in kleinen Zulieferbetrieben wie Lucky Goldstar und Samsung, zeigten die ersten Montagewerke einer Firma Hyundai, wo Autos zusammengeschraubt wurden, über die wir hochmütig die Nase rümpften. Heute sind das erfolgreiche Weltkonzerne.

Aber gerade mir als Journalist wurde an jedem Tag mehrfach deutlich gemacht, dass ich mich in einer knallharten Diktatur aufhielt. Kein Schritt ohne meine Bewacher vom koreanischen Geheimdienst KCIA war möglich. Höher als drei Stockwerke durften wir nicht aus dem Fenster filmen. Bis auf ein Touristengebiet nördlich von Pusan gab es noch eine Sperrstunde. Das heißt, von 24 bis 6 Uhr mussten wir, wie alle Menschen, die sich in Südkorea aufhielten, im Hotel sein. Die Vertreter der deutschen Unternehmen hatten sich mit den politischen Gegebenheiten arrangiert und verteidigten sie, solange die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmten. Diese Erfahrung zog sich durch meine über 40-jährige Arbeit als Journalist: Die grundlegenden Menschenrechte sind der Wirtschaft sch…egal. Sie legt auf Demokratie keinen Wert, sie will Ordnung. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Amerikanische Zweideutigkeit

Die Beziehungen der amerikanischen Regierungen zu Südkorea in den Jahren der Militärdiktatur, die erst 1986 endete, waren einerseits geprägt von einer militärischen Dominanz auf der koreanischen Halbinsel, vor allem in Südkorea, die auf keinen Fall gefährdet werden durfte, und andererseits nahmen sie politisch Einfluss, um die prominenten demokratischen Dissidenten der Militärdiktatur zu schützen.

Das Schicksal keines anderen Menschen macht den Spagat der Amerikaner zwischen dem Primat des militärischen Abschreckungspotenzials gegenüber dem aggressiven Norden und der Verteidigung demokratischer Grundwerte deutlicher als der spätere Friedensnobelpreisträger Kim Dae-jung. Der Katholik war tief von dem Recht eines jeden Menschen überzeugt, sein Leben in freier Entscheidung zu gestalten. In einer vom Militärregime kontrollierten Wahl 1971 hatte er den Diktator Park Chung-hee fast besiegt. Kim Dae-jung wurde daraufhin verhaftet und zum Tode verurteilt. Die Amerikaner setzten seine Begnadigung durch. Kim Dae-jung überstand dann sieben Mordversuche. Nach einer Entführung in Japan wurde er zum Beispiel, in einem Sack gefesselt, von einem Hochhaus im Hafen Tokyos ins Wasser geworfen. Er überlebte. Ein Lastwagen knallte in Südkorea gegen sein Auto und zerdrückte es zu einem Blechhaufen. Kim Dae-jung überlebte. Seitdem aber brauchte er eine Gehhilfe.

Jahrelanger Hausarrest, Aberkennung der bürgerlichen Rechte, Attentate, Gefängnisaufenthalte und immer wieder amerikanische Interventionen, Kim Dae-jung wenigstens ins Exil ausreisen zu lassen. Ich habe diesen außerordentlichen Menschen persönlich kennenlernen dürfen. Nach allem, was er erleben musste, hat er keinerlei Hass oder Rachegefühle. Er war aber unerschütterlich davon beseelt, in Südkorea eine westliche Demokratie mit allen Freiheitsrechten aufzubauen und trotz aller Aggression des Nordens auch an der Aussöhnung der beiden koreanischer Staaten zu arbeiten. In einem der vielen Gespräche, während er unter Hausarrest festsaß, überzeugte er mich, dass es für ihn nur einen Wertekatalog gab: den der westlichen Welt. Die Ausreden vieler asiatischer Diktatoren und Potentaten, dass die westlichen Freiheitswerte nicht für die asiatische Welt taugen, hielt er für Ausreden, um die Völker ihrer Freiheitsrechte zu berauben. Politisch haben mich die Gespräche mit Kim Dae-jung mehr geprägt, als dies jeder europäische Politiker vermocht hätte.

Die Kraft der Freiheit

Die entscheidenden Jahre von der Militärdiktatur zu einer freien parlamentarischen Demokratie in diesem von außen so bedrohten Land habe ich miterlebt und dabei die Kraft erfahren, die in dem Freiheitswillen der Menschen vorhanden ist, egal, auf welchem Kontinent. Nach der Ermordung des Militärdiktators Park Chung-hee durch seinen eigenen Geheimdienstchef übernahm im Auftrage des Militärs General Chun Doo-wan die Macht. Einen Studentenaufstand in der Stadt Kwang-ju, dem Zentrum des koreanischen Katholizismus und Kim Dae-jungs Heimatprovinz, ließ Chun Doo-wan mit ausdrücklicher Billigung der Amerikaner zusammenschießen. Bis heute ist nicht klar, wie viele Tote es gegeben hat. Realistische Erhebungen gehen von über 2.000 Ermordeten aus. Präsident Jimmy Charter sprach von einem kommunistischen Aufstand.
Die Ahnungslosigkeit amerikanischer Präsidenten ist nicht auf Donald Trump beschränkt.

Die Militärs verhafteten Kim Dae-jung als Initiator und verurteilten ihn wieder einmal zum Tode. Und wieder wurde er auf Druck der Amerikaner begnadigt und durfte nach sehr intensiven Verhandlungen in die USA ins Exil ausreisen. Dort traf er auf Benito Aquino, den im Exil lebenden Gegenspieler des philippinischen Diktators Ferdinand Marcos – auch so ein Militär, der sein Volk ausplünderte und trotzdem zu den Vasallen Washingtons gehörte. Die Janusköpfigkeit der amerikanischen Machtpolitik ist ein Bestandteil der realen Weltpolitik.
Meine persönlichen Erlebnisse begannen im Sommer 1984, als in Manila der Prozess gegen die Mörder Aquinos begann, der bei seiner Rückkehr aus dem Exil noch auf der Gangway beim Verlassen des Flugzeuges erschossen wurde. Ein halbes Jahr später, im Januar 1985, hatten die Amerikaner erreicht, dass auch Kim Dae-jung sein Exil verlassen durfte. Die wenigen in Seoul akkreditierten Journalisten fuhren zum Flughafen, weil es Gerüchte gab, auch Kim würde bei seiner Ankunft erschossen. Was dann geschah, ist für mich bis heute ein Beispiel dafür, dass Geheimdienste und Polizei in Diktaturen meist aus ziemlich einseitig gepolten Vertretern bestehen. In anderen Worten: Sie sind zwar zu jeder Gewalt bereit, aber doch im Kopf nicht ganz richtig. (Was ich nach der Wiedervereinigung als Stasi erlebt habe, passt genau dazu).

Kim Dae-jung – ein Friedensnobelpreisträger erkämpft die Demokratie

Die Flugzeugtür ging auf. Kim Dae-jung kam heraus, rechts und links eingehakt von zwei US-Kongressabgeordneten. Danach erschien seine sehr schmächtige Frau Lee hae-ho, untergehakt von einer US-Kongressabgeordneten und Mary aus dem berühmten Gesangtrio Peter Paul und Mary. Kaum unten an der Treppe angekommen, tauchte ein Trupp von KCIA-Typen (Koreanischer CIA) auf, schlug die Amerikaner nieder und verschwand mit Kim Dae-jung und seiner Frau. Mary zeigte mir dann ihre aufgeschrammte Haut an den Armen und Beinen und verstand die Welt nicht mehr.

Offensichtlich hatten die schlichten KCIA-Gemüter noch nichts davon gehört, dass es kaum etwas Schlimmeres in der Rangordnung politischer Idiotie gibt, als US-Abgeordnete niederzuschlagen, vor allem, wenn dies auch noch eine „befreundete Regierung“ macht. Es dauerte weniger als eine Stunde, und der amerikanische Präsident, damals Ronald Reagan, verlangte sofort Aufklärung und stoppte den geplanten Besuch des Militärdiktators Chun Doo-wan in Washington. Alles sei ein Missverständnis, wurde der Vorfall herunter gespielt. Kim Dae-jung wurde offiziell nach Hause gebracht. Nicht ganz zufällig – mein Bewacher pflegte eine Informations-Doppelstrategie – waren wir vor dem Haus von Kim, als das Tor aufging ein Geschubse und Gedränge entstand, und als das Tor wieder zuging, war ich bei Kim Dae-jung zu Hause im Arrest des Geheimdienstes. So entstand eine enge Beziehung, die bis zum Fall der Diktatur 1988 einige spannende Filme für das ZDF ermöglichte.

In dieser Zeit des Übergangs erlebte ich, wie Versammlungen von über einer Million Südkoreanern für das Ende der Diktatur kämpften. Ich erlebte, welche Kräfte freigesetzt werden, wenn es darum geht, die Vormundschaft von Diktatoren abzuschütteln. Es war eine journalistische Begleitung mit vielen Toten, über massenhafte Verhaftungen, über Verzweiflung und Mut. Fast zwei Jahre war unsere Berichterstattung in Seoul nur mit Tränengasmasken möglich. Es war gleichzeitig ein Kampf mit der Zensur und der Faszination eines unbedingten Willens der Massen, in einer Demokratie zu leben. In Südkorea hat das geklappt.
Diese Zeit, in der ich gleichzeitig die Demokratisierung auf den Philippinen und Taiwan erlebte, hat bei mir die feste Überzeugung reifen lassen, dass die Sehnsucht nach Freiheit universell ist. Die spontanen Erhebungen in Diktaturen brauchen keine CIA oder andere Geheimdienste. Sie werden dann zwar oft missbraucht, und statt einer freiheitlichen Regierung ist dann nur ein neues Gewaltregime entstanden. Aber das rechtfertigt nicht, die Erhebungen gegen korrupte Potentaten oder Oligarchen gleich als CIA gesteuerte Aufstände zu diffamieren, wie dies vor allem die Verschwörungsspezialisten linker und rechter Populisten betreiben.

Ist ein Frieden mit Mördern möglich?

Kim Dae-jung hat seinen Friedensnobelpreis nicht zuletzt dafür erhalten, dass er trotz aller Übergriffe des Nordens Möglichkeiten suchte, die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel zu verringern. Nachdem es Jahrzehnte im Süden verboten war, auch nur einen persönlichen Brief in den Norden zu schicken, jeder Hinweis auf eine mögliche Annährung schon mit Landesverrat gleichgesetzt wurde, war der Besuch Kim Dae-jungs beim Vater des heutigen Kim, bei Kim Jong-il in Pyöngjang im Jahre 2000, ein nicht für möglich gehaltener Fortschritt. Und tatsächlich wurden Erleichterungen vereinbart. So die Schaffung von Wirtschaftszonen im Norden, in denen südkoreanische Firmen nordkoreanische Arbeiter beschäftigten. Doch all diese „Verbesserungen“ sind zurzeit wieder eingefroren. Die als „Sonnenschein“ deklarierte Entspannung war nur von kurzer Dauer. Statt Entspannung baute der Norden seine Raketenkapazitäten auf und stieg in die Entwicklung einer Atombombe ein. So musste auch der ausgleichende Kim Dae-jung erfahren, dass seine Friedenssehnsucht nicht zur Entspannung führte, sondern nur ausgenutzt wurde, um aufzurüsten.
Wenn sich jetzt in Singapur der amerikanische Präsident Donald Trump mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un in Singapur trifft, neigen viele Kommentatoren dazu, die beiden – nicht zuletzt wegen ihrer Unberechenbarkeit – in einen Topf zu werfen. Das verstellt den Blick, dass hier zwar zwei Persönlichkeiten aufeinandertreffen, denen vieles, sogar ein Krieg zuzutrauen ist. Aber in Singapur prallen die Repräsentanten zweier grundverschiedener Welten aufeinander. Dabei wird gerne darauf verwiesen, dass es Kim Jong-un wahrscheinlich darum geht, eine Bestandsgarantie für sein Regime zu sichern. Da schwingt so etwas wie Verständnis für seine Position mit. Die Geschichte hat aber auch gezeigt, dass amerikanische Präsidenten keine zuverlässige Macht darstellen, die Freiheit und Menschenrechte ohne Kompromisse durchsetzen.
Damit sind wir wieder am Anfang dieses Beitrags. Die Sehnsucht nach Frieden kann auch den Blick auf eine gewalttätige Realität versperren. Grüne und Linke haben dazu in Europa eine meisterhafte Fähigkeit entwickelt. Eine nüchterne Betrachtung der koreanischen Halbinsel muss mit der Feststellung beginnen, das zwar beide Staaten nach dem Koreakrieg total verwüstet und verarmt waren, dass beide von harten Diktaturen regiert wurden, dass sich aber der kapitalistische Süden in eine in der ganzen Welt geachtete, wohlhabende Demokratie verwandelt hat, während der Norden von einer besonders bizarren Spielart eines dynastischen Kommunismus ins Elend manövriert wurde. Bei offenen Grenzen würde er innerhalb weniger Monate, vielleicht sogar Wochen verschwinden. Deshalb muss er Überlebensgarantien einfordern, deshalb hat er Atomwaffen entwickelt.

Was immer Trump verhandelt, er muss wissen, dass ihm gegenüber die Volksrepublik China sitzt, die kein Interesse an einem atomar gerüsteten Nordkorea hat. Die Volksrepublik des Xi Jiping hat auch kein Interesse an einem erfolgreichen freiheitlichen Großkorea, das Vorbild für andere asiatische Staaten werden könnte, getreu der Lehre von Kim Dae-jung: Es gibt nur die Freiheitswerte des Westens, asiatische Spielarten dienen nur der Unterdrückung.

Was immer Trump verhandelt, er muss wissen, dass sich Japaner und Koreaner verachten, aber dass Japan eine Verschlechterung seiner Sicherheitsgarantien durch eine Teilentmilitarisierung Südkoreas nicht hinnehmen wird, und das mag jetzt für viele Leser als „Panikmache“ empfunden werden, dass Japan dann auch eine eigene Atombombe anstreben wird. Im Nahen und Mittleren Osten tobt ein Krieg, ausgelöst auch von religiösen Narren, im Fernen Osten aber droht ein viel gefährlicherer Konflikt bei dem es nur um nackte Macht geht.

Südkorea – allein und erfolgreich

Noch zwei Gedanken über Nord- und Südkorea zum Abschluss: Wir begründen viele Entscheidungen für die EU damit, dass jeder Staat alleine nichts mehr gegen die Großmächte, vor allem die USA und China ausrichten kann. Dabei wird die Sinnhaftigkeit dieser gemeinsamen Politik nicht mehr hinterfragt. Aber: Haben sie schon einmal darüber nachgedacht, wie es den knapp 50 Millionen Südkoreanern gelingen kann, weltweit mit neuesten Produkten erfolgreich zu sein? Ohne Mitglied in einer Währungsunion, einer großen Zollunion? Eine Antwort lautet: Südkorea ist erfolgreich durch Fleiß, harte Arbeit, einen sehr erfolgreichen Schulsystem und einen kaum zu erfassenden Bildungshunger. Und: es gibt keine Einwanderung trotz einer abnehmenden Zahl von Menschen im arbeitsfähigen Alter. Aber das sind Themen, die nicht nur in Deutschland, sondern in vielen europäischen Ländern tabu sind. In ein paar Tagen fahre ich wieder nach Griechenland, und dort sitzen dann unzählige Männer, mal jünger mal älter, im Kafenion. Das sieht man in Südkorea nicht. Dort machen sie sich irgendwie nützlich.

Ein zweiter Gedanke betrifft die Handelssanktionen gegen Nordkorea. Vielleicht bewirken sie ja etwas, jedenfalls, wenn die Chinesen es wollen. Aber es hat die Kim-Dynastie über drei Generationen nicht gekümmert, ob ihr Volk verhungert oder nicht. Ihr Luxus war immer gesichert. Kim Jong-il schwelgte im Luxus. 4 Frauen, sechs Kinder, Champagner und US-Filme. Ein degenerierter Adliger im vorletzten Jahrhundert hätte es nicht schlimmer treiben können. Seine Kinder verprassten im Ausland Millionen. Einer davon, Kim Jong-nam, war in den Spielcasinos Asiens bekannt, bis ihn sein Halbbruder Kim Jong-un im Flughafen von Kuala Lumpur vergiften ließ.

Der jetzige blutrünstige dritte Kim der Dynastie besuchte offenbar eine Schule in der Schweiz. Was immer er dort gelernt hat, die Bedeutung von Freiheit haben ihm die Schweizer nicht beigebracht. Wohl aber einen Hang zum Luxus. Das Haus Hennessy, berühmt für seinen edlen Cognac, bestätigte eine Lieferung für 750.000 Dollar nach Nordkorea. Während offiziell immer strengere Sanktionen greifen, unterhält Nordkorea in der ganzen Welt Restaurants – übrigens auch in Deutschland – wo Devisen verdient werden, mit denen das Regime seinen Luxus finanziert. Lehrt uns das Beispiel Nordkorea nicht, dass allgemeine Handelsbeschränkungen noch keinen Diktator interessiert haben, weil sein Luxus und seine Reisen nach Europa und in die Steueroasen davon nicht betroffen sind? Wäre es nicht erfolgreicher, Diktatoren und korrupten Regimen das Reisen, die Bankkonten, die Behandlungen in Kliniken und das Playboyleben der Nachkommen wenigstens in Europa zu unterbinden? Mir fällt da eine lange Liste von Staaten und Verbrechern ein, die von Entwicklungsgeldern finanziert werden, demnächst auch noch mit Milliarden aus dem Klimafonds.

Es lohnt sich, über Südkorea und Nordkorea nachzudenken.

Dieser Artikel erschien im Original bei: Achgut.com

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Oskar Lafontaine, Wolf Achim Wiegand, Andreas T. Sturm.

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