Wulff verlängert das Bauchgefühl ins Bundespräsidialamt hinein. Alexander Kissler

Zusatzbeiträge für Krankenversicherung steigen auf 2,4 Prozent

Experten gehen davon aus, dass die Zusatzbeiträge in der Gesetzlichen Krankenversicherung bis 2020 von heute 1,1 auf dann 2,4 Prozent steigen werden.

CDU, CSU und SPD spalten die Gesellschaft

Durchschnittsverdienerinnen und -verdiener müssten demnach pro Monat mehr als 50 Euro nur für Zusatzbeiträge zahlen. Den Streit innerhalb der Koalition hierzu halte ich für unehrlich.

Es waren CDU/CSU und SPD, die zum 1. Januar 2015 gemeinsam die Arbeitgeber aus der paritätischen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung entlassen und die Zusatzbeiträge allein den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern überlassen haben.

Würden sich in Unternehmen beide Seiten wie früher die Kosten für die Gesetzliche Krankenversicherung jeweils zur Hälfte teilen, hätten wir diesen Schlamassel nicht. Wie bei der Rente spaltet die Koalition von CDU, CSU und SPD wiederum unsere Gesellschaft.

Wir brauchen ein neues Modell für die Krankenversicherung

Wir brauchen ein grundsätzlich anderes Modell für die Krankenversicherung, nämlich die Bürgerinnen- und Bürgerversicherung, in die alle Menschen mit Erwerbs- und Kapitaleinkommen einzahlen. Aber ich befürchte, dass die Merkel-Regierung wieder nur provisorisch herumdoktert, anstatt unser Gesundheitssystem endlich fit für die Zukunft zu machen. Die Regierungskoalition stellt 80 Prozent der Abgeordneten und ist dennoch derart überfordert. Was für ein Trauerspiel!

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Vera Lengsfeld, Rainer Wendt, The European Redaktion.

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