Die Gedanken sind frei

von Gérard Bökenkamp8.09.2011Außenpolitik, Innenpolitik

Es sind schwierige Zeiten für den Liberalismus: Zu Recht misstraut er der Macht – und weiß doch genauso um die Bedeutung von Recht und Ordnung. Zehn Jahre nach dem 11. September kann liberale Politik sich in der Rückkehr zur Normalität profilieren.

In Zeiten einer Bedrohung von außen kann man in der gesamten Geschichte folgendes Phänomen beobachten: Die Menschen versammeln sich hinter politischen Führungsfiguren, die Schutz versprechen. Auch in westlichen Demokratien war man in Krisenzeiten stets bereit, eine ungeheure Konzentration von Macht in den Händen einzelner Politiker hinzunehmen. Man denke nur an David Lloyd George und Georges Clemenceau im Ersten Weltkrieg, Winston Churchill und Franklin D. Roosevelt im Zweiten Weltkrieg, De Gaulle während der Algerienkrise und eben auch George Bush nach dem 11. September 2001.

Macht korrumpiert

Solche Zeiten sind deshalb

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