Wie wir lehren, die Bombe zu hassen

von Gareth Evans12.02.2013Außenpolitik, Gesellschaft & Kultur, Wissenschaft

Wenn wir einen Atomkrieg verhindern wollen, dürfen wir uns nicht länger auf unser Glück verlassen. Vor allem da wir längst wissen, was zu tun ist.

Während der Kubakrise warf ein US-Kriegsschiff eine Bombe so nah neben einem sowjetischen U-Boot ab, dass die Kommunikationssysteme der Sowjets versagten. Die U-Boot-Besatzung verlor die Verbindung nach Moskau. Der Kapitän wandte sich also an seine Offiziere: Sollte er seine Kommandogewalt nutzen und den Start der Atomraketen befehlen? Am Ende ging es glimpflich aus – aber nur dank einer Zwei-zu-eins-Mehrheit unter den drei sowjetischen Offizieren.

Es gibt Dutzende solcher Geschichten. Sie alle führen uns vor Augen, wie oft die Welt sich durch menschliche Irrtümer, technische Fehler, Fehleinschätzungen oder -kalkulationen am Rande einer nuklearen Katastrophe befunden hat. Seit Beginn des Kalten Krieges hat uns weniger die Ausgereiftheit von Kontrollsystemen oder staatsmännisches Geschick vor der Zerstörung bewahrt, sondern vor allem pures Glück.

Das Risiko für den Einsatz von Atomwaffen steigt

KOMMENTARE

MEIST KOMMENTIERT

Dann mach doch die Bluse zu!

Frauen bestehen auf ihrem Recht, sexy zu sein – ganz für sich selbst, natürlich. Darauf reagieren darf Mann nämlich nicht, sonst folgt gleich der nächste #Aufschrei.

Diktatur des Feminismus

Die Frage nach einer Frauenquote ist eine Phantom-Debatte. Junge Frauen wollen ihre Karriere planen und nicht mit den alten Feministinnen mühsam über etwas diskutieren, das für sie keine Relevanz hat.

Rette sich, wer kann

Peter Singer glaubt, im Namen der Ethik die Grenzen des Menschseins neu definieren zu können. Er irrt gewaltig. Wer Grundrechte für Affen fordert und gleichzeitig die Tötung von Neugeborenen verteidigt, ist vor allem eins: verwirrt.

Männer, die auf Busen starren

Wer Sexismus noch nie erlebt hat, kann ihn auch nicht verstehen. Weiße Hetero-Kerle haben leicht reden.

Der Jude war’s

In Berlin wird ein Rabbiner brutal verprügelt, weil er Jude ist. Indes werfen Experten schon die Frage nach dem Warum? auf, die zielsicher zum Juden anstatt zum Antisemiten führt.

Amerika und die deutsche Seelenhygiene

Deutschland kämpft gerne für Toleranz und gegen Hass. Es sei denn, es geht um Amerika. Da macht jeder zweite Deutsche eine Ausnahme und suhlt sich in Amiphobie.

Mobile Sliding Menu