Der Raubtierkapitalismus muss gefüttert werden. Jean Ziegler

Wortfrage

Die Eingetragene Lebenspartnerschaft hat sich überlebt. Nun gilt es, das Recht den Tatsachen anzupassen.

Einfache Frage – einfache Antwort: Der in der Verfassung verankerte Schutz der Ehe sollte auch für solche Paare gelten, die aus Mann und Mann oder Frau und Frau bestehen.

Im Artikel 6 des Grundgesetzes steht eben nicht drin, dass nur Frau und Mann eine Ehe eingehen können. Es ist die vorherrschende Auslegung, die die Ehe als eine auf lebenslange Verbindung gerichtete Gemeinschaft zwischen Mann und Frau definiert.

Neue Absprachen

Nun ändern sich Herrschaft und Definitionen in gelebten Demokratien durch Diskussionen und neue Absprachen. Im August 2001 ist nach langer Diskussion das „Rechtsinstitut“ der Eingetragenen Lebenspartnerschaft eingerichtet worden. Diese hat sich nach zwölf Jahren schlicht überlebt.

Ein Großteil der Bevölkerung ist doch mittlerweile der Meinung, dass es zwischen Ehe und Eingetragener Lebenspartnerschaft keinen Unterschied mehr gibt, wenn man denn den Begriff „Eingetragene Lebenspartnerschaft“ überhaupt kennt und nicht sowieso von „Homo-Ehe“ spricht.
Da gilt es, das Recht endlich an die Tatsachen anzupassen. Damit auch Hella richtig von „meiner Ehefrau“ sprechen kann, oder Klaus von „meinem Ehemann“.

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: The European, Egidius Schwarz, Alexander Vogt.

Leserbriefe

comments powered by Disqus

Mehr zum Thema: Homosexualitaet, Ehe, Grundgesetz

Kolumne

Medium_e1ee45837b
von Oswald Metzger
30.06.2017

Kolumne

Medium_625704e22f
von Jörg Friedrich
28.04.2013

Debatte

Ehe als Lebensentwurf von Schwulen und Lesben

Medium_6113c83c05

Wir wollen auch Spießig

Viele Schwule und Lesben sehnen sich nach dem gleichen Lebensentwurf wie ein Großteil der heterosexuellen Paare – die Ehe. Jetzt muss endlich der aktuelle Koalitionsvertrag umgesetzt werden. weiterlesen

Medium_e3536308f3
von Bernd Ostermayer
18.08.2012
meistgelesen / meistkommentiert