Charakterlos, Dezimiert, Unvorbereitet

von Florian Hartleb31.03.2011Innenpolitik

Nach den Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wird offenbar, wie schwach die CDU aufgestellt ist. Weder inhaltlich noch personell noch koalitionsstrategisch scheint die Partei auf die Zukunft der Parteienlandschaft vorbereitet.

Die Wahl in Baden-Württemberg lässt sich mit Fug und Recht als Desaster für die Landespartei bezeichnen. In keinem Flächenland hat die CDU so lange ununterbrochen regiert, vergleichbar mit der Stellung der CSU in Bayern auch nach der letzten Wahl. Natürlich waren externe Faktoren verantwortlich. Das Atomunglück und die plötzlich wiederkehrende Angst der Deutschen vor der Atomkraft konterkarierten den Bundesvorstandsbeschluss der Berliner Erklärung vom Januar 2010, die Atomkraft zu verlängern. Doch die Probleme sind komplexer, für die Partei kaum zu lösen. Drei Dilemmata werden die Partei bis auf Weiteres beschäftigen: ein inhaltliches, ein personelles und ein koalitionsstrategisches.

In erster Linie zählt der Machterhalt

Inhaltlich gab die Partei ihre konservativen Kanten preis. „Wahlen werden in der Mitte gewonnen“, „neue Wählerschichten seien zu erschließen.“ Die kreative, karrierebewusste Mitte mit Lifestyle konnte aber trotz dieser Strategie nicht eingefangen werden. Sie wählt in Baden-Württemberg lieber grün. Nun könnte die Partei stärker auf Konservatismus setzen(Link)

KOMMENTARE

MEIST KOMMENTIERT

Dann mach doch die Bluse zu!

Frauen bestehen auf ihrem Recht, sexy zu sein – ganz für sich selbst, natürlich. Darauf reagieren darf Mann nämlich nicht, sonst folgt gleich der nächste #Aufschrei.

Diktatur des Feminismus

Die Frage nach einer Frauenquote ist eine Phantom-Debatte. Junge Frauen wollen ihre Karriere planen und nicht mit den alten Feministinnen mühsam über etwas diskutieren, das für sie keine Relevanz hat.

Rette sich, wer kann

Peter Singer glaubt, im Namen der Ethik die Grenzen des Menschseins neu definieren zu können. Er irrt gewaltig. Wer Grundrechte für Affen fordert und gleichzeitig die Tötung von Neugeborenen verteidigt, ist vor allem eins: verwirrt.

Männer, die auf Busen starren

Wer Sexismus noch nie erlebt hat, kann ihn auch nicht verstehen. Weiße Hetero-Kerle haben leicht reden.

Der Jude war’s

In Berlin wird ein Rabbiner brutal verprügelt, weil er Jude ist. Indes werfen Experten schon die Frage nach dem Warum? auf, die zielsicher zum Juden anstatt zum Antisemiten führt.

Amerika und die deutsche Seelenhygiene

Deutschland kämpft gerne für Toleranz und gegen Hass. Es sei denn, es geht um Amerika. Da macht jeder zweite Deutsche eine Ausnahme und suhlt sich in Amiphobie.

Mobile Sliding Menu