Die wichtigste Begabung, um glauben zu können, ist der Sinn für das Schöne. Martin Walser

Kritisiert nicht ein 16jähriges Mädchen

Sie ist die bekannteste junge Klimaaktivistin der Welt und hat weltweit Zehntausende Mitstreiter gewonnen. In Schweden wurde Greta Thunberg zum Internationalen Frauentag zur wichtigsten Frau des Jahres ernannt. In Deutschland wird über die Aktivitäten von Greta viel diskutiert. Viele stehen hinter der 16-Jährigen und finden sie einfach gut, weil sie etwas bewegt! Und was denken Sie?

“Ich finde, dass die Kritik an Greta Thunberg viel zu hart ist. Man darf nicht vergessen, dass es sich hier um ein 16jähriges Mädchen handelt. Natürlich sind das alles sehr populistische und einfache Forderungen. Aber ein 16jähriges Mädchen darf idealistisch sein und andere Kids in dem Alter dürfen das auch – das ist nicht das Problem.

Das Problem sind die Eltern und aktivistische Kreise, die dieses Mädchen vor ihren Karren spannen und aus diesem Idealismus eine Staatsräson machen wollen. Medien, insbesondere der öffentlich-rechtliche Rundfunk, die absurdesten Öko-Populismus zur Maßgabe volkswirtschaftlicher und geopolitischer Handlungmaxime einer der größten Wirtschaftsnationen der Welt erheben und glauben, mit einer Art Öko-Nationalismus, also rein deutschen Maßnahmen, das Weltklima wie mit einem Thermostat regulieren zu können.

Dass die Welt nicht so einfach ist, zeigt sich alleine in der Drittwirkung der sog. Energiewende: Nichts hat die Bundesrepublik Deutschland jemals abhängiger von autoritären Regimen gemacht, als diese Moralpolitik selbst. Die Dialektik, wonach auf der einen Seite die guten Grünen die Erlösung versprechen- und wir Bürgerliche uns um die Jobs, die Wirtschaft und die Zukunftsfähigkeit unseres Landes kümmern und deshalb Böse und Ewiggestrige seien, mag bei schlichten Gemütern verfangen: Damit ist aber halt eben kein Staat zu machen.

Deshalb: Kritisiert nicht ein 16jähriges Mädchen – kritisiert die verblendeten Ideologen, die sie instrumentalisieren!"

Quelle: Facebook

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Katja Kipping, Roman Martinek, Oskar Lafontaine.

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