Tagesschau hat in der Flüchtlingskrise mit Falschinformationen gearbeitet

Felix Maximilian Leidecker19.01.2019Gesellschaft & Kultur, Medien, Politik

Eine in der FAZ zitierte Studie der Uni Mainz zeigt, dass insbesondere die Tagesschau in der Flüchtlingskrise mit Falschinformationen gearbeitet hat: “(…)Medien hätten die Zusammensetzung der Flüchtlinge falsch dargestellt und überproportional häufig über Frauen und Kinder berichtet. Diese Kritik treffe allein auf die „Tagesschau“ zu.

Deren Berichterstattung habe „tatsächlich überwiegend den Eindruck vermittelt, dass es sich bei den Zuwanderern vor allem um Frauen und Kinder handele“- ein Bild, das mit der tatsächlichen Realität nichts zu tun hatte.

Sie zeigt auch auf, wie es der Medienlandschaft nicht gelang, Maß und Mitte zu wahren: “Die Kriminalität von Zuwanderern sei 2015 vergleichsweise wenig von den Medien thematisiert worden. Nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln habe sich dies jedoch schlagartig geändert und ins Gegenteil verkehrt.”

Interessant ist, dass gerade die oft dümmlichst gescholtene und desavouierte BILD als einzige Maß und Mitte gehalten hat: “Allen Medien mit Ausnahme von „Bild“ bescheinigen die Forscher, dass die nach Deutschland eingereisten Flüchtlinge im Jahr 2015 zunächst fast ausschließlich positiv dargestellt wurden. Besonders stark sei diese Tendenz in der Berichterstattung der drei Fernsehsender zu sehen. Lediglich in der „Bild“ hätten sich positive und negative Darstellungen von Flüchtlingen die Waage gehalten.

Und sie kommen in der Analyse auch auf das Grundproblem zu sprechen- die immer stärkere Vermischung von Meinung und Information (beim ö-r Rundfunk “Haltung” genannt): “Die Differenzen erklärte Maurer mit unterschiedlichen redaktionellen Leitlinien. Die hätten sich nicht nur in Kommentaren, sondern auch in den nachrichtlichen Berichten widergespiegelt. „Wir sind längst in einer Zeit, in der sich Kommentar und Nachricht vermischt haben.”

Gerade letzteres ist das Grundproblem.

Quelle: Facebook

KOMMENTARE

MEIST KOMMENTIERT

Der Ausschluss von Stephan Brandner ist ein klares Signal gegen Hetze und Hass

Stephan Brandner von der AfD hat Menschen ausgegrenzt und Hass geschürt. Nun muss er seinen Posten aufgeben - die Abgeordneten des Rechtsausschusses haben ihren Vorsitzenden abgewählt. Einen vergleichbaren Fall hatte es bislang in der Geschichte des Bundestages noch nicht gegeben.

Der Erfolg der AfD liegt in der Austauschbarkeit der Altparteien

30 Jahre nach der Friedlichen Revolution wurde in Thüringen gewählt. Zum dritten Mal in diesem Jahr kann die AFD zum Entsetzen von Medien und Politik einen Wahlerfolg in „Dunkeldeutschland“ (Gauck) feiern. Die linke Mehrheit ist gebrochen, die SPD liegt bei 8,2 %, die AfD macht als zweite Kraf

Kritik am „grünen Expertentum“ gilt als Blasphemie

Kritik am „grünen Expertentum“ gilt als Blasphemie und soll also am liebsten aus den Medien verbannt werden. Zu groß scheint die Angst, als Gaukler entlarvt zu werden.

Wir müssen wieder miteinander streiten lernen

Es hat lange gedauert, aber nun haben auch die liberalen Blätter endlich erkannt, dass etwas schief gelaufen ist mit dem „Haltung zeigen“. Als ich es wagte, ein Buch mit dem Titel „Wir können nicht allen helfen“ zu veröffentlichen, begrüßte mich die Kreuzberger Grünen-Abgeordnete auf d

Wir müssen den Rechtsstaat vor seiner Opferung auf dem Altar der Hypermoral bewahren

Die Geschichte lehrt, wie man sie fälscht, ist mein Lieblingsbonmot des polnischen Satirikers Stanisław Jerzy Lec, das ein Dilemma auf den Punkt bringt. Geschichte wird immer wieder umgeschrieben, so wie es den jeweiligen Inhabern der Deutungshoheit gefällt. Wir erleben gerade in diesen Tagen wie

Nächstenliebe geht anders!

Nächstenliebe geht anders! Alle EU-Abgeordneten von CDU/CSU haben gegen eine Resolution zur Beendigung des Sterbens im Mittelmeer gestimmt. Mit Rechtspopulisten und -extremen haben sie diesen Aufruf zur Menschenrettung mit einer neuen europäischen Seenotrettung und für die Entkriminalisierung der

Mobile Sliding Menu